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Cornelia H Niedersachsen

35Vollblut
BISHER GESPENDET
17.05.2022, 23:08 Uhr

Moin. Ich bin etwas verwirrt.
Bei meiner letzten Blutspende
Durfte ich nicht spenden, weil ich meinen Ausweis nicht dabei hatte. Obwohl mich mindestens 2 der freiwilligen Helfer persönlich kannten.
Ich möchte ja keinen Kredit vom Team. Das Team möchte von mir etwas.
Den Blutspende Ausweis und Führerschein hatte ich natürlich mit. Wer klärt mich auf.
LG Cornelia

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Volker H
Baden-Württemberg
19.05.2022, 15:30 Uhr

Ein paar Zeilen zu deiner „Aufklärung“:

Es gibt keine gesetzliche Vorgabe, wie die Identifikation eines Blutspenders zu erfolgen hat. Der hierzu einschlägige § 7 Abs. 1 TFG ist zumindest seit 2007 (länger bin ich nicht zurückgegangen) materiell unverändert und regelt nur, dass eine Identifizierung stattzufinden hat, nicht aber, wie identifiziert wird.

U. a. deshalb wurde im Jahr 2017 die „Richtlinie Hämotherapie“, die für alle BSD (also nicht nur die BSD des DRK/BRK) verbindlich ist, geändert. Seitdem ist bei der Blutspende die Identität des Blutspenders durch ein „gültiges amtliches Personaldokument mit Lichtbild“ festzustellen (vgl. Abschn. 2.2.4.1 der Richtlinie). Das Problem besteht darin, dass die Meinungen darüber auseinandergehen, was ein „Personaldokument“ ist, da es hierzu keine verbindliche Definition gibt. Zwei der sechs Rotkreuz-BSD (West und Bayern) lassen daher auch den Führerschein zu (am besten einfach mal „Führerschein“ hier im Forum in die Suchfunktion eingeben; die Links hatte ich schon einmal gepostet), die übrigen vier BSD akzeptieren nach meiner Kenntnis nur Ausweisdokumente.

In Baden-Württemberg werden Spender bei der Terminerinnerung darauf hingewiesen, dass man „einen gültigen amtlichen Lichtbildausweis und ggf. (den) Blutspendeausweis“ zur Blutspende mitbringen soll. Bei uns kann somit niemand sagen, die Vorgaben seien vorab nicht nochmals gesondert bekannt gegeben worden.

Bitte nimm es also nicht persönlich, dass du aus formalen Gründen von den Mitarbeitern vor Ort nicht zur Blutspende zugelassen wurdest. Die Mitarbeiter haben sich nur an ihre Vorgaben gehalten. Die persönliche Bekanntheit hilft da leider nicht weiter. Je nach Wohnort hättest du also lediglich über den nächsten Hügel nach NRW fahren müssen, um dort am gleichen Tag zur Blutspende zugelassen zu werden. Mich verwirrt das auch.

In anderen Ländern ist man da lockerer - vgl. z.B. die USA, da reicht offensichtlich z.B. sogar ein Bibliotheksausweis oder der Jagdschein: https://www.redcrossblood.org/donate-blood/blood-donation-process/before-during-after/acceptable-formsofidforblooddonors.html.

Elke F
Rheinland-Pfalz
18.05.2022, 13:00 Uhr

Ohne Vertrauen in den Gesundheitsfragen geht es einfach nicht. Und auch da wird ja so weit es geht im Labor getestet. Was nicht zu testen ist (die diagnostische Lücke z. B. bei HIV) MUSS über Vertrauen gehen (natürlich mit einem gewissen Restrisiko bei Unehrlichkeit). Die Personendaten per Perso zu prüfen ist ja wirklich machbar und kein Hexenwerk - also ist es Vorschrift. Kann ja nun auch nicht alles egal sein, nur weil es Blutspender sind.....

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Holger K
Baden-Württemberg
18.05.2022, 10:00 Uhr

meinst du damit das Vorurteil sei falsch, dass Blutspender ehrliche Angaben machen?

Aber in Konsequenz ist dann sogar der Fragebogen überflüssig, denn exakt dort wird ja den Angaben der Spender vertraut.

Wer dann der Angabe der Personendaten misstraut (die sind für Gesundheit der möglichen Empfänger unbedeutend) muss wohl den Gesundheitsfragene rst recht misstrauen (die sind aber für Empfänger von Bedeutung).

Ich kenne dafür keine Lösung: aber den unwichtigen Personendaten zu msistrauen und den wichtigen Gesundheitsfragen dann zu vertrauen ist ja gerade falschrum.

Elke F
Rheinland-Pfalz
18.05.2022, 07:58 Uhr

Hallo Holger,
muss das denn erst passieren? Die Blutspendedienste müssen die Daten feststellen. Das ist doch logisch. Es ist doch nicht einfach ein Packet, dass man an der Haustür in Empfang nimmt. Und sogar bei der Abholung auf der Post muss ich jedesmal meinen Perso vorzeigen. Ist in bestimmten Bereichen einfach Alltag.

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Holger K
Baden-Württemberg
18.05.2022, 07:42 Uhr

habe mich das in Bezug auf diese Vorschrift schon immer gefragt, ob es in der Vergangenheit illegale Spender gab.

Also ob konkret jemand unter falscher Identität zum Blutspenden gegangen ist.
Weil exakt nur dieses soll durch die Vorschrift ja verhindert werden.

Nach meinem Vorurteil gibt ja jeder dort die korrekten Daten an (Name, und auf dem Spenderbogen auch die Gesundheitsfragen)

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Christian S
Rheinland-Pfalz
18.05.2022, 05:41 Uhr

Vorschrift ist Vorschrift.
BASTA!

Elke F
Rheinland-Pfalz
18.05.2022, 05:29 Uhr

Das ist nunmal auch ein formaler Vorgang, bei dem sich der Blutspendedienst und auch der Spender/in an die Vorgaben halten müssen. Die Personalien müssen selbstverständlich genau geprüft werden. Dazu ist ein Führerschein nicht geeignet. Sonst würde demnächst jemand mit dem Bodenseeschifferpatent oder einem Tauchschein da stehen und sich ausweisen wollen. Diese Befähigungsausweise sind nunmal keine Ausweisdokumente. Komischerweise denken ganz viele hier im Forum, dass für sie mal eine Ausnahme gemacht werden könnte. Der eine hat keinen Ausweis, bei dem nächsten ist die Sperrfrist noch nicht rum, der andere hat nur 0,1 zu viel Temperatur und und und. Wenn die Mitarbeiter einmal mit Ausnahmen anfangen würden, würden sie doch sofort in den Medien verrissen werden.....

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Alexander S
Bayern
18.05.2022, 04:07 Uhr

Das Problem ist, lass das jemand falsches mitbekommen, dann bekommt der Spendedienst Ärger..

Björn M
Niedersachsen
18.05.2022, 00:04 Uhr

Da gibt es nicht viel zu erklären, die gesetzliche Vorgabe verlangt nunmal das jeder Spender sich mit einem gültigem Ausweisdokument ausweisen muss.
Das bedeutet Personalausweis oder Reisepass ... der Führerschein ist nein Ausweisdokument sondern ein Befähigungsnachweis.

Da können einen 100 Leute persönlich kennen, die Vorgabe ist da und muss zur Sicherheit aller auch eingehalten werden.

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