Aktueller Beitrag

Edda S Bayern

23.06.2022, 17:21 Uhr

Ich habe hier in der Vergangenheit schon öfter die Forderung gehört, die benötigte Anzahl an Blutspenden für Frauen zu korrigieren. Ist da mittlerweile schon etwas passiert?
Frauen dürfen 2 x weniger pro Jahr als Männer spenden aus verschiedenen, nachvollziehbaren und verständlichen Gründen.
Warum beurteilt man dann nicht auch die Anzahl der Blutspenden gerecht?
Denn so wie es ist, wird es den Frauen extra schwer gemacht, gewisse Zahlen zu erreichen.
Oder wurde es mittlerweile angepasst? Dann will ich nichts gesagt haben.
Und falls sich alte, weiße Männer jetzt angefasst fühlen und argumentieren, dass es doch um die Sache an sich geht und man auf Egotrips und Ehrungen verzichten sollte aus Gründen der Nächstenliebe: Schenkt's euch. Hier geht es ums Prinzip.

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Monika L
Rheinland-Pfalz
25.06.2022, 07:51 Uhr

Cornelia, das ist ja eine schöne Umsetzung. Danke für den Link.

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Cornelia H
Baden-Württemberg
25.06.2022, 00:35 Uhr

Es ist ja nicht nur so, das Frauen nur 4x pro Jahr spenden dürfen.
Es gibt auch allgemeine Rückstellungsgründe, bei denen Frauen einfach stärker betroffen sind, was die mögliche Spendenanzahl noch weiter verringern kann:
- Frauen scheitern eher mal am Mindestgewicht als Männer
- Frauen werden wegen zu niedrigen Hb-Werten häufiger zurückgestellt als Männer
Dazu kommen ggf. noch Schwangerschaften und Stillzeiten, durch die schnell mal einige Jahre überhaupt nicht gespendet werden darf.

Hier mal ein Beispiel, wo Frauen speziell gewürdigt werden:

https://www.blutspende.de/magazin/gemeinsam-stark/festliche-ehrung-fuer-blutspenderinnen

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Monika L
Rheinland-Pfalz
24.06.2022, 19:40 Uhr

Ich kann Edda verstehen.
Ich bin mit Mitte 40 gerade Mal bei 25 Spenden. Das liegt vor allem auch daran, dass ich 5 x schwanger war und meine Kinder lange gestillt habe.

Daher bin ich um so mehr froh, trotz allem schon 25 Spenden geschafft zu haben, auch wenn das auf dem ersten Blick wenig aussieht.
Mehr Ehrungen brauche ich deshalb trotzdem nicht.

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Ulrich K
Niedersachsen
24.06.2022, 19:18 Uhr

„Schenkt's euch. Hier geht es ums Prinzip.“ – Um Prinzipien werden die schlimmsten Kriege geführt …

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Michael O
Baden-Württemberg
24.06.2022, 14:31 Uhr

@Tom W Wie wäre es dann nach Deiner Ansicht fair??? Ich wollte keine Entschädigung für längere Wege, weil ich mir diese selber auferlege in dem ich Spenden will und nicht wenn das DRK anklopft. Da im Ort 2 und jeweils 2 Orte weiter 1-2 Termine per Anno sind habe ich die 4 bereits mit 6 haut das nicht hin. Also bitte nur das ankreiden was ich auch geschrieben habe!!!

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Thomas H
Bayern
24.06.2022, 11:30 Uhr

Die Frage ist doch, wofür die Ehrung ist. Wenn es für den Zeitaufwand, die Anreise zum Spendeort, die Überwindung sich pieksen zu lassen, mögliche Einschränkungen nach der Spende, usw. ist, dann gibt es da keinen Unterschied zwischen Frauen und Männern.
Wenn es dafür ist, innerhalb seiner Grenzen möglichst viel zu spenden, dann könnte die geringere mögliche Spendenzahl der Frauen berücksichtigt werden. Allerdings stellt sich mir dann die Frage, wie Männer, die nicht seit ihrem 18 Geburtstag durchgehend 6x jährlich spenden konnten, gleichgestellt werden sollten. Das wären z.B, Personen mit langsamerer Eisenaufnahme (z.B,. ich!), Personen mit häufiger Reisetätigkeit außerhalb Europas, Schwule, usw. Und man müsste im Extremfall auch über Personen nachdenken, die aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen oder ihrer Herkunft gar nicht spenden dürfen.
Es ist ja grundsätzlich gut, unterschiedliche Voraussetzungen in irgendeiner Form auszugleichen, aber irgendwo stößt man da an Grenzen.

Helmut S
Bayern
24.06.2022, 10:17 Uhr

Oft sind natürlich auch alte weiße Männer auf Grund ihres Geschlechts erheblich benachteiligt, wie dieser Filmausschnitt verdeutlicht:
https://www.youtube.com/watch?v=T9hpAaQgbJI

🤣🤣🤣

Team Bayern
Blutspendedienst des BRK
24.06.2022, 08:14 Uhr

Guten Morgen alle zusammen,

schön, dass ihr so angeregt diskutiert, aber der Beitrag wurde uns gemeldet und ich möchte Euch bitten, weiterhin respektvoll miteinander umzugehen.

Der Einwand von Edda ist uns bekannt und wurde auch schon intern weitergegeben, da es für eine Frau deutlich schwieriger ist, die Ehrungsstufen zu erreichen. Von einem Ergebnis ist mir aber noch nichts bekannt. Falls es da eine Entscheidung geben sollte, werden wir natürlich darüber berichten.

Ich wünsche Euch einen schönen Start ins Sommerwochenende!!
Ganz liebe Grüße
Michaela vom BSD

Frank S
Hessen
24.06.2022, 01:11 Uhr

Das Frauen weniger spenden dürfen ist gar nicht so nachvollziehbar wie man denken könnte. Man denkt ja zunächst an die Regelblutung und so weiter, aber:
Die Abstände zwischen zwei Spenden sind bei Männern und Frauen identisch, nämlich 56 Tage. Das bedeutet aber, das man bis zur vierten Spende gar keinen Unterschied macht, erst danach - das passt aber halt leider gar nicht zum Zyklus der Frauen. Insofern denke ich, dass man diese Regelung mal grundsätzlich auf den Prüfstand stellen sollte, um sie dann zu kippen oder unterschiedliche Zwischen-Zeiträume festzulegen.

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Tom W
Sachsen-Anhalt
23.06.2022, 23:15 Uhr

Ok krass, was hier kommentiert wird, einfach krass.
Ich kann es nicht verstehen. Als ich Eddas Kommentar gelesen habe, dachte ich mir "stimmt, vollkommen logisch, dass das noch nicht umgesetzt ist!?"
Aber als ich die Antworten daruf gelesen habe, habe ich den Glauben verloren. So viel Misswollen, falsches Menschenbild, veraltetes denken...
Wenn eine Frau nur 4x spenden kann, dann sollten auch Ehrungsetappen dementsprechend runtergesetzt werden. Und es geht ihr nicht um Preise, Geld etc. sondern um ANERKENNUNG, nicht weiter. Und auch nicht um Ehrungen für 25, 50, sondern für 100,.. die sonst wirklich schwer für Frauen zu erreichen sind.
Und es geht auch nicht um Emanzipation oder sonstiges, wenn es für Fraurn möglich wäre 6x zu spenden müsste man ja nix ändern, aber es ist ihnen ja gar nicht möglich.
Und solche schwachsinnigrn Kommentare, wie.. Da brauch ich ne Entschädigung für meine weiten Wege... gelten genauso für Frauen.
Macht mal die Augen auf und lasst doch jeden seinen Weg gehen und kommentiert nicht so einen Schwachsinn. Denn so lassen erst recht viele das Spenden und das ist doch unser aller Ziel, das Spenden.

10
Silvana B
Baden-Württemberg
23.06.2022, 21:16 Uhr

Eine 4 ist nunmal eine 4 und keine 6. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht was das Problem ist 🤔

136
Karlheinz G
Baden-Württemberg
23.06.2022, 20:37 Uhr

Ja, Michael, dann könnte man bei mir noch mindestens 5 Spenden dazurechnen.
Und dann müsste man auch die Spenden bei "Y-Reisen" mitzählen. (Dort habe ich allerdings nie gespendet, obwohl ich im SAN-Dienst war.)

135
Michael O
Baden-Württemberg
23.06.2022, 20:30 Uhr

Dann muss auch noch eingerechnet werden wenn, Mann oder Frau durch zB. Halsschmerzen nicht auf die maxAnzahl kommt pro Jahr... es war ja dann der Wille da....

Ich sag es mal aus meiner Sicht: Wenn man 4 mal spendet im Jahr kannst Du Dein Blut beim Nachbarn abzapfen lassen max. 20 Km Umkreis auch auf dem Land. Bei 6 ist dies nicht so einfach und ich bin bei ca. 32 Km pro Termin im Schnitt, das sollte in die Berechnung auch einfliessen.

Man sieht, so einfach wird es nicht fair.

136
Karlheinz G
Baden-Württemberg
23.06.2022, 19:52 Uhr

Es gab auch schon Aktionen, dass man für 3 Spenden innerhalb eines bestimmten Zeitraumes eine "Sachprämie" bekommen hat.
Eigentlich geht man sein Blut spenden, um Menschen helfen zu können.
Wie schon oft schreibe ich nun "Gesund bleiben und spenden dürfen, soll unser Ziel sein".

46
Eva-Marie J
Niedersachsen
23.06.2022, 19:27 Uhr

Wer nach dem Motto „höher, schneller, weiter“ oder „mehr, mehr, mehr“ Blut spenden geht, sollte seine Motivation überdenken.

Und ich bin kein alter, weißer
Mann ( übrigens eine ganz furchtbare Phrase).

64
Holger K
Baden-Württemberg
23.06.2022, 19:14 Uhr

inzwischen (obacht: klingt provizierend und soll es auch sein)

kann sich eine Frau als Mann gelesen fühlen und dies rechtlich in Ausweis-Papieren so definieren.

damit ist die Sache ja geklärt.

Elke F
Rheinland-Pfalz
23.06.2022, 19:00 Uhr

Karlheinz, vielleicht wird deine Spendenanzahl dann auch angeglichen. Wer weiss, was bei den "Forderungen" noch so rauskommt.

136
Karlheinz G
Baden-Württemberg
23.06.2022, 18:50 Uhr

Für Männer ist es auch nicht immer einfach, auf sechs Spenden in 365 Tagen "zu kommen".
Nicht immer "passen" die Termine oder ein grenzwertiger Hb-Wert spricht dann dagegen.

Elke F
Rheinland-Pfalz
23.06.2022, 18:24 Uhr

Es geht ums Prinzip? Was schlägst du denn vor? Soll jede Blutspende von einer Frau nicht mit 1 sondern 1,5 gezählt werden? Oder möchtest du eine Ehrung nicht bei 25 oder 50, sondern bei 17 und 34 Blutspenden haben? Das würde ich ziemlich kindisch und albern finden.

41
Jens K
Nordrhein-Westfalen
23.06.2022, 18:11 Uhr

Es geht nicht um die Sache, es geht um deine Gesundheit. Die sollte an Nummer 1 stehen

Roswitha I
Bayern
23.06.2022, 17:25 Uhr

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