Aktueller Beitrag

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Max R Baden-Württemberg

30Vollblut
BISHER GESPENDET
23.06.2022, 22:44 Uhr

Die letzten Wochen hört man häufig von einem möglichen Engpass bei der Blutversorgung und wird zur Blutspende aufgefordert.

Probleme sehe ich darin, dass die Blutspende häufig unentgeltlich ist und die adäquate Vergütung für eine Blutspende als unethisch angesehen wird. Warum darf ein freiwilliger (Blut-)Spender nicht finanziell profitieren oder zumindest eine steuerliche Entlastung erfahren?

Auch für andere lebenswichtigen Medikamte, Lebensmittel oder (Trink-)Wasser gibt es schließlich einen Preis und am Herstellprozess beteiligte Menschen und Unternehmen profitieren selbstverständlich.

Einige Spenden habe ich in einem Uniklinikum getätigt und habe eine kleine Aufwandsentschädigung erhalten. Mittlerweile habe ich meine 30. Blutspende abgegeben. Eine Ehrung habe ich bisher nicht erhalten, da wohl ausschließlich unentgeltliche Spenden für eine Ehrung gewertet werden. Diese Vorgehensweise gibt es zumindest in BW und würde mir vom Blutspendedienst bestätigt - auch ausgelobten Sachprämien erhält man nur für eine unentgeltliche Blutspende. Die Annahme eines kleinen Handgeldes, welches nicht einmal annähernd die Fahrtkosten kompensiert, wird also bereits als Fehlverhalten bestraft und Blutspender durch solche Maßnahmen vergrault.

Finde ich persönlich sehr schade und aus meiner Sicht ein Irrweg. Mit Bestrafung fur die Annahme einer Aufwandsentschädigung und grundsätzlich sehr knapp bemessen Aufwandsentschädigungen wird sich das Problem der Blutknappheit in den nächsten Jahren meiner Einschätzung nach dramatisch verschärfen.

Überdenken Sie bitte die "Vergütungspolitik" und setzen Sie sich auch finanziell für ihre treuen Blutspender ein!

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Team BaWü-Hessen
DRK-Blutspendedienst
27.06.2022, 10:51 Uhr

Hallo zusammen,
uns wurde dieser Beitrag und Kommentare darunter von Forumsnutzern gemeldet.
Wir begrüßen Euren regen Austausch hier im Blutspende-Forum. Achtet aber bitte auf eine sachliche Diskussion und einen respektvollen Umgang miteinander, andernfalls müssen einzelne Threads oder die Kommentarfunktion durch das Moderatoren-Team geschlossen werden.

Lieber Max, toll, dass du Blut gespendet hast! Wir danken dir für dein Engagement und deinen Einsatz! Du sagtest, dass du in der Uniklinik gespendet hast, frag doch dort einmal direkt nach, ob es dort ein Präsent, einen Gutschein oder Ähnliches zur Jubiläumsspende gibt.
Ansonsten kannst du dich bei Rückfragen auch gerne an unsere kostenfreie Hotline wenden: 0800-1194911.

Lieber Frank: Dadurch, dass wir mobile Termine anbieten, die Räumlichkeiten anmieten, und mit entsprechenden Kühlgeräten auf die Termine fahren, ist unser Aufwand wesentlich höher als bei stationären Einrichtungen, die eine Aufwandsentschädigung zahlen.

Weitere Informationen findet Ihr auch immer auf unserer Webseite: www.blutspende.de
Liebe Grüße

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Kevin-Manuel M
Hessen
26.06.2022, 09:13 Uhr

@Max R
Steuerliche Entlastung? Dann wende dich an die Bundesregierung!
Dank dem DRK sind Blutpräparate in Deutschland im europäischen Vergleich um einiges günstiger als in den meisten europäischen Ländern!
Dadurch sparen die Krankenkassen einiges an Geld!!!
Was ist für dich fair? 30€?40€?50?
Die Spende wird vergütet, die Preise für die Präparate müssen angepasst werden, dadurch steigen für alle gesetzlich Versicherten in diesem Land die Krankenkassenbeiträge!
Die Gefahr, dass durch eine Vergütung bspw Drogenabhängige spenden gehen, ist sehr hoch.

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Max R
Baden-Württemberg
25.06.2022, 10:44 Uhr

Eine Vergütung soll ja durchaus Anreize setzen und die Spendenbereitschaft erhöhen. Bei Einhaltung der Richtlinien - unter anderem Identitätsprüfung mittels Personalausweis sehe ich hier kein Thema.
Die korrekte Beantwortung der Frage ist für mich Thema "Eigenverantwortung" und auch heute schon zusätzlich durch ein ärztliches Urteil / Untersuchung abgesichert.

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Ulrich K
Niedersachsen
24.06.2022, 19:15 Uhr

Wie Birgit schon sagt: Es setzt ungünstige Anreize, falsche Angaben zu machen, was nicht nur für den Spender schlecht sein kann, sondern vor allem auch für den Empfänger.

Frank, zu deiner Forderung, das DRK solle „ehrlich“ sagen, daß „mit den Einnahmen andere Dinge quersunventioniert werden, die das DRK macht“: Das wäre dann gerade nicht ehrlich, sondern falsch; denn die DRK-Blutspendedienste sind gemeinnützige GmbHs und dürfen gerade keine Gewinne an andere DRK-Teile ausschütten.

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Birgit B
Bayern
24.06.2022, 15:24 Uhr

Ich denke bei einer Vergütung in Form einer Geldleistung ist die Gefahr( oder die Versuchung ) gegeben falsche/unvollständige Angaben zu machen in Bezug auf Gesundheit/Spendenhäufigkeit /Ausschlussgründen um die Vergütung zu bekommen. Was dann auf Kosten der Gesundheit des Spenders geht...🤔

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Marion V
Thüringen
24.06.2022, 08:09 Uhr

Für mich ist es Ehrensache Blut zu spenden, dies mache ich freiwillig, da jeder mal in die Lage kommen kann und Blut benötigt.
Zumal einem dann immer gedankt wird, ein Imbiss bereit steht. Zum Beispiel Kartoffelsalat, mal mit Wiener oder Schnitzel. Im Sommer gibt es eine Bratwurst vom Grill. Dazu Getränke, Obst und Joghurt. Während der Coronazeit gab es immer Beutel. Und dies wäre für mich nicht mal nötig, da ich es ja freiwillig mache, weil ich an meine Familie denke und froh bin, wenn ihnen im Notfall geholfen werden kann.

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Michael P
Berlin
24.06.2022, 03:33 Uhr

War schon bedeutend besser. Keine Bezahlung, aber Danksagung in Form von Sachgeschenken. Mal ein Thermo-Kaffeepott, Mal ein Einkaufskorb oder eine Trinkflasche etc. Ich hatte mich über diese Anerkennung stets gefreut. Das war einmal. Heutzutage verbraucht das 3-fache Personal die Mittel. Der Spender, ohne den nichts laufen würde, geht fast leer aus. Wertschätzung sieht anders aus!

Frank S
Hessen
24.06.2022, 00:59 Uhr

Ein Krankenhaus zahlt für eine Blutkonserve zwischen 300 und 400 Euro - das ist auch ein Geschäft und zwar mit der Spende. So ehrlich muss man dann schon sein. Und es ist nicht wahr, dass der logistische Aufwand hinter den Produkten diesen Preis erzeugt - andere Dienste als das DRK geben ja eine Aufwandsentschädigung. Insofern sollte man seitens DRK ehrlich dazusagen, das mit den Einnahmen andere Dinge quersunventioniert werden, die das DRK macht (was ich übrigens grundsätzlich OK finde). Klar ist aber auch, das die Struktur des DRK eine wirkliche Wirtschaftlichkeit gar nicht zulässt und wie so oft sind große Läden mit vielen Posten Pöstchen kein Hort der Dynamik oder Innovation ;-)

Ich persönlich finde das man zuerst einmal ein einheitliches Niveau in Umgang mit den Spendern auf Bundesebene erreichen sollte - in manchen Regionen gibt es regelmäßig Blutbilder oder scheinbar auch Antikörpertests oder ansprechende Buffets - in anderen nee Tüte mit Erdnüssen, nett Tafel Ritter Sport und weiteren ungesunden Zeugs.

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Max R
Baden-Württemberg
23.06.2022, 23:18 Uhr

Warum soll eine Blutspende nicht per se ehrenvoll sein?

Weil ich terminlich flexibel spenden möchte und eine kleine Aufwandsentschädigung erhalte, ist eine Würdigung in Form einer Spendenhrung nicht erforderlich?

Auch andere ehrenamtliche Tätigkeiten werden vergütet - bspw. Dienst- und Einsatzzeiten bei der Freiwilligen Feuerwehr oder ähnliches. Zudem können Geldspenden an gemeinnützige Organisationen oder Vereine von der Steuer abgesetzt werden und wirken somit steuermindernd.

Mit Rosinenpicken hat das wenig zu tun und eine individuelle Bevorteilung fordere ich ausdrücklich nicht.

Ich möchte eher ein grundsätzliches Umdenken erreichen und eine faire, monetäre Vergütung für alle Blutspender erreichen - zeitgleich kann natürlich eine angemessene Vergütung auch positive Auswirkungen auf die Spendenbereitschaft und -treue haben --> Nachhaltiger Lösungsansatz gegen Mangel an Blutkonserven. Jeder Blutspender kann und soll anschließend individuell über die Verwendung der Vergütung/ Aufwandsentschädigung entscheiden.

Dein Argument "Geschäft, weil eine Gegenleistung gegeben ist" kann man auch leicht relativieren. Blut gegen Essen+Trinken wäre dann auch als ein (Tausch-) Geschäft zu beurteilen und moralisch fragwürdig(?).

Die Annahme einer Aufwandsentschädigung ändert zudem nichts an der Tatsache, dass ich bspw. eine Zeitspende bzw. Blutspende vornehme. Schließlich erhalte ich weder für mein Blut noch für meine "Arbeitszeit" ein Entgelt. Ich erhalte ausschließlich für entstandene Aufwände eine pauschale Entschädigung.

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Tom W
Sachsen-Anhalt
23.06.2022, 22:58 Uhr

Es handelt sich um eine SPENDE. Und für eine Spende will man ja kein Geld, da kann man ja gleich weniger spenden.
Und als Dank gibt es eben etwas zu Essen bzw. die Ehrungen, für ehrenvolle SPENDEN.
Wenn du Geld für dein Blut nimmst, ist es keine Spende, sondern ein Geschäft, was vollkommen legitim ist und auch verständlich. Allerdings bekommt man bei einem Geschäft keinen Dank, in Form einer Ehrung.
Logisch.
Du musst dich eben entscheiden, die Rosinen raus picken ist nicht.

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