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Claudia M Nordrhein-Westfalen

55Vollblut
BISHER GESPENDET
04.07.2025, 23:03 Uhr

Hallo zusammen,

ich bin grade extrem sauer.
Im Februar habe ich einen Schlauchmagen bekommen. Es geht mir super, meine Blutwerte sind hervorragend, mein HB ebenfalls...
Heute wollte ich also endlich meine Nummer 55 abgeben und habe mich vorher auch hier im Forum informiert, ob ich spenden darf. Laut Forum darf ich, mein Hausarzt hat auch nichts dagegen.
Die Ärzte des DRK leider schon. War der erste anfangs noch voll des Lobes weil ich mit 37 Jahren trotz zweier Schwangerschaften so viele Spenden habe, so bin ich seiner Meinung nach nun definitiv zu sperren. Den Unterschied zwischen Omega-Loop, Roux-y-Bypass und Schlauchmagen habe ich ihm mehrfach erklärt, diesen Fakt wollten aber weder er noch sein Kollege hinnehmen. Ich müsse ja schließlich supplementieren und sie müssten sie Empfänger schützen, war das Argument. Ich bitte euch, wie viele Leute nehmen denn Vitamine ohne so eine OP? Und mehr nehme ich nicht!
Ich habe mich noch vor Ort so aufgeregt, dass ich ans DRK geschrieben habe während ich auf meine Schwester wartete. Als wir dann darüber sprachen, schaltete sich die Teamleitung ein, die ebenfalls irritiert war, dass ich nun gar nicht mehr spenden dürfte.
Auch wenn das jetzt schon Stunden her ist, regt es mich irrsinnig auf. Darüber, dass ich noch nicht mal eine Urkunde oder Nadel für die 50. Spende erhalten habe weil die erste Ehrung ohne Absage nicht stattfand und ich vom Ersatztermin aus den sozialen Medien erfahren habe sage ich lieber nicht allzu viel.
Ich werde Montag Morgen auch die Hotline anrufen und versuchen, das direkt zu klären.
Unfassbar!

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Claudia M
Nordrhein-Westfalen
10.07.2025, 19:59 Uhr

Ich habe am Montag mit der Hotline gesprochen. Ja, war doof, dass der Arzt mich gesperrt hat und sie hätten gerne den OP-Bericht. Den habe ich jetzt aus der Klinik angefordert. Wenn meine Blutwerte okay sind und ich nicht super krass supplementieren muss (ich nehme einmal am Tag so ein A-Z Depot, aber auch schon vor der OP), dann steht einer Spende absolut nichts im Wege. Ich hoffe also, dass die Entscheidung zu meinen Gunsten ausfällt.

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Peter A. B
Baden-Württemberg
10.07.2025, 19:34 Uhr

Wie war denn nun dein Gespräch mit der Hotline? Was hat es gebracht? Wir würden gerne von deinen Erkenntnissen profitieren.

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Heino M
Niedersachsen
07.07.2025, 09:20 Uhr

Ich würde vom Blutspendedienst klären lassen, ob ein dauerhafter Ausschluss wirklich eine richtige Entscheidung war.

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Andrea-Esther C
Bayern
06.07.2025, 20:44 Uhr

"Claudia M
Nordrhein-Westfalen –
05.07.2025, 22:10 Uhr
Björn M. mein Onkel ist mein behandelnder Arzt mit eigener Praxis und dementsprechend auf mein Wohlergehen bedacht. Der würde mir die Spende wohl kaum erlauben, wenn er Bedenken hätte. Meine letzten Blutwerte sind zwei Wochen alt und top.

Andrea-Esther C die Antwort kam unter anderem vom BSD und sehr wohl hier im Forum. Das ist ja auch ein Grund, weshalb ich mich auf solch eine Aussage verlasse. Und wenn dann auch die Teamleitung bestätigt, dass das kein Ausschlusskriterium ist... sorry, aber deutschlandweit sollten die Regeln bei einem Deutschen Roten Kreuz schon einheitlich sein. Und auch für Dich: mein behandelnder Arzt ist absolut mit der Spende einverstanden."
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Oh, dein Onkel ist Transfusionsmediziner - dann sieht die Sache natürlich anders aus. Eine Antwort vom Blutspendedienst respektive von einem Transfusionsmediziner hier im Forum habe ich gesucht, aber leider nicht gefunden.
Wie auch immer - es gibt das Transfusionsgesetz und die Richtlinie Hämotherapie, und die Ärzte bei der Blutspende haben sich an diese "Spielregeln" zu halten. Manchmal gefällt uns das nicht, aber das heißt nicht, dass diese Regeln sinnlos sind.
Wende dich doch mal per Kontaktformular an den Blutspendedienst oder ruf bei der Hotline an - ich fürchte allerdings, du wirst an den Gesetzen nichts ändern können.

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Claudia M
Nordrhein-Westfalen
05.07.2025, 22:10 Uhr

Björn M. mein Onkel ist mein behandelnder Arzt mit eigener Praxis und dementsprechend auf mein Wohlergehen bedacht. Der würde mir die Spende wohl kaum erlauben, wenn er Bedenken hätte. Meine letzten Blutwerte sind zwei Wochen alt und top.

Andrea-Esther C die Antwort kam unter anderem vom BSD und sehr wohl hier im Forum. Das ist ja auch ein Grund, weshalb ich mich auf solch eine Aussage verlasse. Und wenn dann auch die Teamleitung bestätigt, dass das kein Ausschlusskriterium ist... sorry, aber deutschlandweit sollten die Regeln bei einem Deutschen Roten Kreuz schon einheitlich sein. Und auch für Dich: mein behandelnder Arzt ist absolut mit der Spende einverstanden.

118
Peter A. B
Baden-Württemberg
05.07.2025, 17:07 Uhr

Hallo Claudia,
natürlich verstehe ich deine Enttäuschung - angesichts deines langjährigen Engagements und des originellen Einstiegs in deine Spenderlaufbahn sehr gut nachvollziehbar.
Inhaltlich habe ich dazu eine differenzierte Sicht, aber meine Ansicht ist dazu nicht maßgeblich - entscheiden muss der Arzt bzw. die Ärztin vor Ort nach Maßgabe der gültigen Gesetze und Richtlinien.
Ich hoffe sehr, dass das Gespräch mit dem Ärzteteam über die Hotline dich am Montag weiterbringt.
Berichte gerne, was dabei herausgekommen ist.
In jedem Fall wünsche ich dir alles Gute! 👍

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Andrea-Esther C
Bayern
05.07.2025, 16:52 Uhr

"Lutz J
Sachsen –
05.07.2025, 13:06 Uhr
Das ist leider gängische Praxis. Ich finde einige der Ärzte sind übervorsichtig, zumal sich Patientin wie Du sehr detailliert mit Ihrer "Geschichte" befassen und entsprechendes Fachwissen entwicklen. Ich war zu einer endoskopischen Untersuchung (nur zur Kontrolle) diese war o.B. Trotzdem monatelang Sperre.
Andererseits wenn man Bedenken äußert, daß Blut von C-Geimpften bei Bedarf zu erhalten, wird man fast gesteinigt."
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Wenn du Bedenken hast, Blut von "C-Geimpften" zu erhalten, dann kannst du das ja in deine Patientenverfügung schreiben, dann bekommst du ggf. eben kein Blut.
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Eine viermonatige Sperre nach einer Endoskopie "ohne Befund" ist allerdings entgegen deiner Meinung notwendig, da die Geräte dafür nicht sterilisiert werden können und potenziell irgendwelche Erreger in deinen Körper und somit dein Blut bringen können. Da die Latenzzeit so lange ist, muss man nach einer Endoskopie eben so lange pausieren.
Natürlich könnte man einfach lügen und eine Endoskopie verschweigen, "weil die doch eh ohne Befund war", aber willst du die Verantwortung dafür übernehmen?
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"Björn M
Niedersachsen –
05.07.2025, 14:02 Uhr
Ich verstehe immer nicht, weshalb man sich als Spender und meist Medizinlaie über die Ausbildung und Erfahrung eines berufserfahrenen Arztes stellt.

Die Ärzte wissen was Sie tun und stellen niemanden leichtsinnig zurück"
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Danke, Björn. Du hast es verstanden, worum es geht. "gesundes Halbwissen" reicht halt manchmal nicht, manchmal muss man sich einfach darauf einlassen, dass andere Menschen mehr wissen als man selber - und das dann auch respektieren und akzeptieren. Das fällt bestimmten Bevölkerungsgruppen jedoch mitunter nicht so leicht.

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Lutz J
Sachsen
05.07.2025, 13:06 Uhr

Das ist leider gängische Praxis. Ich finde einige der Ärzte sind übervorsichtig, zumal sich Patientin wie Du sehr detailliert mit Ihrer "Geschichte" befassen und entsprechendes Fachwissen entwicklen. Ich war zu einer endoskopischen Untersuchung (nur zur Kontrolle) diese war o.B. Trotzdem monatelang Sperre.
Andererseits wenn man Bedenken äußert, daß Blut von C-Geimpften bei Bedarf zu erhalten, wird man fast gesteinigt.

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Andrea-Esther C
Bayern
05.07.2025, 09:11 Uhr

https://www.spenderservice.net/forum?search=Schlauchmagen
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Dieses Thema kam hier schon mehrfach auf - der Grund ist ganz einfach "Spenderschutz". Durch die OP ist dein Magen kleiner, die Verwertung der aufgenommenen Nahrung ist anders, es kommt viel leichter zu Mangel an diversen Vitaminen etc., und sowas merkt man oft nicht mal direkt nach der ersten oder zweiten Spende. Ein Mangel kann sich aber negativ auf deine Gesundheit auswirken.
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Frag doch mal deinen behandelnden Arzt, was der so zu dem Thema meint ... "laut Forum" interessiert die Ärzte bei der Blutspende allerdings relativ wenig. Welches Forum überhaupt? Hier beim Spenderservice wohl eher nicht?

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Michael O
Baden-Württemberg
05.07.2025, 08:08 Uhr

Das es verschiedene Magenverkleinerungen gibt wusste ich so nicht. Mein Stand ist aber auch das eine Magenverkleinerung zum Ausschluss führt, wegen der Gefahr der Mangelernährung also Spenderschutz nicht Empfängerschutz.
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Viel Erfolg beim Gespräch mit der Hotline.

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Stefan L
Nordrhein-Westfalen
05.07.2025, 06:16 Uhr

Das tut mir echt leid für dich Claudia! Ist ja echt scheiße gelaufen für dich. Ruf die Hotline ruhig an, damit das abgeklärt wird!
Dir wünsche ich weiterhin alles Gute! 🙏😏👍

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