Guten Abend,
nach langer Pause wurde es mir theoretisch wieder offen gestellt Spenden zu gehen. Aus medizinischen Gründen musste ich die letzten Jahre darauf verzichten.
Nun aber zu meinem eigentlichen Anliegen:
Ich nehme weiterhin einige Medikamente für verschiedenste Dinge. Da der Spenden-Check hierbei eher nur als Richtwert dient und die Antwort "... ist dem Arzt vor Ort überlassen." (sinnhaftige Wiedergabe), komme ich zu Dr Frage, ob es noch eine andere Möglichkeit gibt, um vorab die Spendezulässigkeit "abzustecken". Die Hotline hält sich bei einigen der Medikamente ebenfalls zurück und verweist auf den Arzt vor Ort. Da ich aber eigentlich nicht unnötigerweise zum Termin fahren wollte, um dann an der letzten Station abgewiesen zu werden, stelle ich diese Frage einmal an euch.
Zu den Wirkstoff Gruppen gehören: Antitensiva, SGLT-2-Inhibitoren, Diuretika, Schmerzm. etc.
Vielen Dank vorab für eure Antworten.
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Bayern –
Es könnte ja sein, dass auch ein Transfusionsarzt Blut spendet und Bescheid weiß, dann hier im Forum die richtige Antwort gegeben könnte? Oder aus Sicherheitsgründen doch nicht?
DRK-Blutspendedienst –
Hallo Kilian, melde dich gerne über unser Kontaktformular mit Angabe der Medikation und der Erklärung, warum du die Medikamente einnimmst.
Niedersachsen –
Zitat Gerhard Georg W, Bayern:
"Hallo Kilian,
hast Du Deinen Hausarzt mal zu Deinen
Medikamenten und Deinem Blutspendewunsch befragt.
Könnte mir vorstellen dass Dir das weiterhilft."
Zitat-Ende
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@Gerhard Georg W:
Ich finde den Tipp "Frag deinen Hausarzt" immer schwierig. Klar, es ist ein Arzt, aber kennt er sich auch in der Transfusionsmedizin aus? Hat ein Englischlehrer automatisch Ahnung von Mathematik, nur weil er doch auch Lehrer ist?
Es gibt beispielsweise durchaus Hausärzte die der Meinung sind, man könne als gut eingestellt als insulinpflichtiger Diabetiker Blutspenden gehen.
Oder die Blasenentzündung, die mit Antibiotika behandelt wird, ist doch völlig nebensächlich, da braucht man einen Spendetermin nicht für absagen, wenn man sich ansonsten gut fühlt - letzteres habe ich selbst erlebt und es war ein eigentlich "guter", dynamischer Arzt.
Es kann sein, dass ein Hausarzt Ahnung hat, aber Transfusionsmedizin ist absolut nicht seine Fachrichtung.
Bayern –
Hallo Kilian,
hast Du Deinen Hausarzt mal zu Deinen
Medikamenten und Deinem Blutspendewunsch befragt.
Könnte mir vorstellen dass Dir das weiterhilft.
Niedersachsen –
Vielen Dank für eure Antworten. Mit ist natürlich bewusst, dass hier überwiegend Laien unterwegs sind, aber ich wollte eure Erfahrungen miteinbeziehen. Ich werde auch kommenden Monat den Weg zum Spende Dienst auf mich nehmen, um mein Glück zu versuchen.
Leider waren meine Zeichen in obiger Nachricht aufgebraucht, weshalb ich es dabei beließ.
Sachsen-Anhalt –
Tatsächlich ist der Arzt vor Ort die beste Alternative. Dieser Arzt macht das nicht zum 1. Mal, kennt die Medikamente, die nicht zugelassen sind bzw. weiß er, wo er Informationen dazu findet. Außerdem kann dir am Besten erklären, wenn es nötig wird, warum du vorrübergehend oder gar nicht spenden darfst.
Im Fragebogen gibt es eine separate Abfrage zu Schmerzmitteln in den letzten 4 Wochen, wenn ich mich recht erinnere. Vielleicht ist das schon ein Hinweis, der dir bei der Entscheidung hilft.
Vielleicht kann dir auch dein behandelnder Arzt eine Antwort geben.
Viele Grüße
Bayern –
Also ... hier sind hauptsächlich Blutspender unterwegs, also keine Ärzte. Wenn du eine belastbare Auskunft haben möchtest, musst du dich wohl an die Ärzte wenden. Der Spendearzt vor Ort entscheidet nicht nur danach, welche Medikamente du nimmst sondern auch danach, warum und wie dein aktueller Zustand ist. Was wir Blutspender hier meinen, denken oder zu wissen glauben, ist da völlig irrelevant.
Niedersachsen –
Moin Killian, wenn ich nun schreiben würde* "klar kannst du damit spenden", wäre es deinerseits ziemlich leichtsinnig und naiv, sich auf die Antwort von einer Blutspenderin verlassen zu wollen und dies über die Aussage der Experten bei der Hotline stellen zu wollen. Nichts anderes sind wir hier nämlich überwiegend im Forum, einfache Blutspender wie du auch und häufig medizinische Laien.
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Generell hat der betreuende Arzt bei einem Spendetermin IMMER das letzte Wort. Selbst wenn er im Unrecht ist und dich nicht zur Spende zulässt aus fadenscheinigen Gründen. Zumindest an dem Tag wirst du den Weg vergeblich auf dich genommen haben.
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Wenn du also wirklich wieder spenden möchtest wirst du nicht umzu kommen, das Risiko der Nichtzulassung auf dich nehmen zu müssen.
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*bitte den Konjunktiv hier beachten!