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Matthias M Niedersachsen

9Vollblut
BISHER GESPENDET
06.11.2025, 19:58 Uhr

Guten Tag,
Ich bin etwas erbost. Ich habe Post bekommen und in dem Schreiben stand, dass ich von der Blutspende ausgeschlossen werde. Ich war 12 Jahre lang Soldat bei der Bundeswehr und habe zahlreiche Einsätze hinter mir. Ich spende seit meinem 18 Lebensjahr blut und jetzt darf ich nicht mehr weil ich in Afghanistan war und evtl. Malaria-Erreger haben könnte. Mein letzter Einsatz ist über 10 Jahre her. Heißt das jetzt wirklich, dass kein Soldat der Bundeswehr welcher sich im Afghanistaneinsatz befand nie mehr Blutspenden darf?

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Team NSTOB
DRK-Blutspendedienst
07.11.2025, 15:47 Uhr

Hallo Matthias,

es tut uns leid, dass wir Dich verärgert haben. Das ist gewiss nicht unsere Absicht gewesen.
Zur Prüfung und individuellen Klärung des Sachverhaltes würde auch ich empfehlen, dass Du bei uns anrufst.
Du erreichst uns unter unserer Servicerufnummer: 0800 11 949 11.

Wir freuen uns auf Deinen Anruf.
Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende.

Gabriele vom Team NSTOB

Rene L
Mecklenburg-Vorpommern
07.11.2025, 13:41 Uhr

Moin Matthias,

mich wollte das DRK MV NSTOB auch schon sperren da ich 4x in Afghanistan war (insgesamt >500d).
Nach einem fachlichen Austausch (bin selber Medizinischer Technologe fürs Labor) wurde davon wieder Abstand genommen.
Ich würde da mal nachfragen. Wenn du keine Malaria hattest - wovon ich mal ausgehe - ist die Entscheidung des DRKs nicht nachvollziehbar.

Lieben Gruß
René

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Christoph Josef G
Schleswig-Holstein
07.11.2025, 07:59 Uhr

Hallo Matthias,
höre ich zum ersten Mal. Mein sehr guter Freund ist Berufssoldat und war in Afghanistan und Mali und darf Blutspenden. Wenn Du gesund bist und alle Test negativ sind dann ist der Weg normalerweise frei für Blutspende. Auf deine Stelle würde ich nicht so stehen lassen. Würde ich zu einen Arzt gehen und alles nochmal abklären und checken. Drücke dir die Daumen 👍
Beste Grüße
Chris

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Heino M
Niedersachsen
07.11.2025, 07:58 Uhr

Blutspendedienst West testet auf Malaria (https://www.blutspendedienst-west.de/magazin/blutspende/malaria-testung-beim-drk-blutspendedienst-west) Wieder jeder Blutspendedienst anders. Wohnst Du nahe der Grenze zu NRW? Dann würde ich dort weiterspenden. Woher wissen die eigentlich dass Du vor 10 Jahren dort warst? Jahrelang scheint es keine Rolle gespielt zu haben.

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Andrea-Esther C
Bayern
06.11.2025, 23:28 Uhr

Oh, da wäre ich wohl auch etwas hochgegangen, wenn ich einen solchen Brief erhalten hätte. Wie Peter A. B schon schrieb: hier sind hauptsächlich Blutspender unterwegs. Wir haben zwar zumeist ein "solides Halbwissen" und Erfahrungen, wer schon länger hier im Forum schreibt hat auch die Antworten des Blutspendedienstes auf bestimmte Fragen schon häufiger gelesen und gibt zumeist auch richtige Antworten. In deinem Fall (Malaria-Gebiet) schaut's halt so aus, dass du eventuell dir Malaria eingefangen haben könntest. Ein Gespräch mit den Ärzten an der Hotline könnte da Klärung bringen. Ich habe (auch hier im Forum) schon davon gelesen, dass man sich nach einer gewissen Wartezeit von x Jahren einer Untersuchung unterziehen kann um festzustellen, dass da nix ist mit Malaria - und dann kann die Sperre wieder aufgehoben werden.
Frag mich aber bitte nicht, warum du 10 Jahre nach deinem letzten Afghanistan-Einsatz "schon" gesperrt wurdest. Das hätte man vor 10 Jahren machen sollen und nicht erst jetzt ...
Wie gesagt: bitte ruf die Hotline an, lass dich mit einem Transfusionsmediziner verbinden. In einem Gespräch mit einem Facharzt lässt sich das sicherlich leichter klären als mit uns anderen Blutspendern.

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Peter A. B
Baden-Württemberg
06.11.2025, 20:30 Uhr

Hallo Matthias,
willkommen im Forum! Evtl. sind wir aber die falschen Ansprechpartner für dein Anliegen, denn hier tummeln sich fast ausschließlich Blutspender/innen wie du und ich. Die jeweiligen Blutspendedienste des DRK (in deinem Fall: NSTOB) lesen hier nur sporadisch mit und kommentieren noch seltener. Insofern würde ich die Frage via Kontaktformular (unten auf der Seite) oder über die Spenderhotline 0800 - 1194911 dorthin richten.

Nun zu den inhaltlichen Aspekten deiner Frage. Ja, Afghanistan gilt weiterhin als Malaria-Endemiegebiet.
Maßgeblich für die Entscheidung der Blutspendeärzte, ob jemand zur Blutspende zugelassen wird, ist das Transfusionsgesetz und die "Richtlinie Hämotherapie" des Paul-Ehrlich-Instituts und der Bundesärztekammer.

In der letztgenannten steht ausdrücklich drin, dass Blutspender
🩸 dauerhaft auszuschließen sind, wenn sie an Malaria erkrankt waren
🩸 vorübergehend ausgeschlossen werden müssen, wenn sie ein Malaria-Endemiegebiet besucht haben (6 Monate) oder dort geboren und aufgewachsen sind oder sich dort für mindestens 6 Monate aufgehalten haben (3 Jahre nach Verlassen der Endemieregion)
Nachzulesen hier:
https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/BAEK/Themen/Medizin_und_Ethik/Richtlinie-Haemotherapie-2023_neu2.pdf
Seite 23, Abschnitt 2.2.4.3.2.2

Zu unserem großen Bedauern und auch Unmut wird im Forum immer wieder darüber berichtet, dass diese Vorgaben in höchst unterschiedlicher Weise umgesetzt werden, je nachdem, bei welchem Blutspendedienst in Deutschland (es gibt 5) man spenden möchte. Gerade die Entscheidung zu Malaria spaltet die Entscheidungsträger. In einem BSD so, in einem anderen völlig anders ...
Du findest solche Forumsberichte u.a. hier:
https://www.spenderservice.net/forum/18378

Warum bei dir jetzt so entschieden wurde, können wir beim besten Willen nicht beurteilen. Wir können es auch nicht nachvollziehen, denn bereits 2011 wurde unter Soldaten im "bundeswehrforum.de" über die verschiedenen Blutspende-Voraussetzungen in Einsatzgebieten (auch in Afghanistan) diskutiert.
Wir wollen auch nicht spekulieren, annehmen, mit Teilwissen etc. glänzen, denn letztlich entscheiden die Blutspendedienste und der Arzt / die Ärztin vor Ort. Und die halten sich eben an die o.a. Richtlinien, wenn auch in unerklärlicher Weise in verschiedener Art. Manche scheinen da mehr Angst zu haben als andere.

⚠️Lass uns aber gerne teilhaben, was bei deiner Informationssuche herausgekommen ist. Denn das Thema ist wichtig und du dürftest nicht der einzige Betroffene sein.

Auf alle Fälle ein herzliches DANKESCHÖN für deinen Einsatz in Afghanistan und auch, dass du dich jetzt weiter für andere engagieren und spenden möchtest. Das verdient m.E. höchsten Respekt!!
Alles Gute!👍

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Waltraud Angelika W
Bayern
06.11.2025, 20:21 Uhr

Hallo Matthias, da hab ich leider keine Ahnung darüber. Aber selbst wenn es so ist, was du und deine Kameraden geleistet habt ist überwältigend. Und 9 Spenden sind mehr als der Großteil der Bevölkerung je abgeben wird!
Alles gute für dich!

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