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Thema:
Feedback zum Blutspendetermin
Ich habe gestern das Video bei Youtube geschaut "Nina Bott geht zum ersten Mal Blutspenden" vom Kanal DRK Bluspendedienste geschaut und war an einer Stelle sehr verwirrt. Klar, es ist ein anderer Blutspendedienst, aber an Station 5 steht da "Vertraulicher Selbstauschluss und Material für Blutspende".
Also wird dort der Selbstauschluss erst unmittelbar vor der Spende nach Untersuchung und Arztgespräch eingeworfen? Bei uns stehen die Boxen immer schon direkt nach dem Ausfüllen. Und das Spendeset bringt bei uns auch ein Helfer mit ans Bett, nachdem man aufgerufen wird. Nichts mit selber tragen.
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Bayern –
Seit wir den Fragebogen digital ausfüllen dürfen, ist der Selbstausschluss Fragebogen auch digital auf ein Tablett mit Ja oder nein auszufüllen. Das erfolgt direkt nach der Arztkontrolle, nicht mehr direkt nach der Blutspende.
Niedersachsen –
Ja, das Video wurde ganz offensichtlich im Bereich/im Auftrag des NSTOB gedreht.
Zum einen ist die Webadresse am Ende (www.blutspende-leben.de) die des NSTOB. Und zusätzlich läuft sie mit einem Good Karma Crew-Hoodie durch die Gegend, den es letztens ja als Aktion für 3x Blutspenden gab.
Baden-Württemberg –
Das ist wieder mal von BSD zu BSD unterschiedlich. Ich teile die Erfahrungen von Jürgen.
An der Laborstation (Hb-Messung) wird der Fb auch kurz auf Vollständigkeit geprüft, d.h. ob beide Seiten unterschrieben sind und ob der erwähnte Barcode-Aufkleber für den FSA geklebt ist.
Baden-Württemberg –
In B-W ist es so, das du mit der Anmeldung den Fragebogen und ein Extrablatt mit 2 Barcode-Aufkleber unter Rot/Grün für den Selbstausschluss ausgehändigt bekommst.
Dieser Barcode muss vor oder nach dem Ausfüllen des Fragebogen mit aufgeklebt werden. Also vor der Labor-Station.
Bayern –
also ... bei den meisten Spendeterminen, die ich bisher wahrgenommen habe, war die Selbstausschluss-Box ganz am Ende, sogar noch nach der Blutabnahme. Danach kam nur noch der Imbiss-Posten.
Nordrhein-Westfalen –
Jein, ich habe das falsch ausgedrückt. Was ich meinte war, dass wenn man feststellt, dass sein Blut nicht für jeden geeignet wäre, aber trotzdem für Labor Zwecke genutzt werden kann.
Saarland –
@Andreas D
Wobei wenn der Arzt feststellst das du nicht kannst, das hat ja dann weniger mit Selbstausschluss zu tun, weil dann gehst du ja gar nicht erst spenden.
Wenn du aufklebst dass dein Blut nicht verwendet werden soll, gehst du aber ja trotzdem "unauffällig spenden".
Der Selbstausschluss beim Blutspenden dient der
Sicherheit der Blutprodukte, indem er es Spendern ermöglicht, ihre Spende anonym und vertraulich von der Verwendung auszuschließen. Dies ist notwendig, wenn ein Spender aus persönlichen Gründen, wie z.B. einem Infektionsrisiko oder einer Medikamenteneinnahme, Zweifel an der Unbedenklichkeit seines Blutes hat, dieses aber nicht offen ansprechen möchte oder kann. Der Selbstausschluss schützt sowohl den Spender als auch den Empfänger, da die Spende bei einem Selbstausschluss vernichtet wird, ohne dass die genauen Gründe offengelegt werden müssen.
Nordrhein-Westfalen –
Also bei uns ist der Selbstausschluss auch nach dem Arztgespräch. Es kann ja immer mal sein, dass der Arzt etwas feststellt, dass man nicht spenden sollte oder kann, was man vorher nicht wusste. Also macht es doch Sinn, dass der Kasten nach dem Gespräch steht.
Saarland –
Das Video findet man hier:
https://www.youtube.com/watch?v=RyKSfF_WWdU
Solche nummerierten Stationsschilder gibt es bei uns auch nicht.
Den Selbstausschussbogen bekommt man mit dem Fragebogen ausgehändigt.
Auf dem Selbstauschlussbogen sind zwei Aufkleber, einmal dass mein Blut verwendet werden kann oder auch nicht. Den entsprechenden Aufkleber klebt man auf den Fragebogen. Der Selbstauschlussbogen mit dem anderen nicht verwendeten Aufkleber kommt dann in die Box, die meist in der Nähe der Anmeldung steht.
Niedersachsen –
"Bei uns stehen die Boxen immer schon direkt nach dem Ausfüllen."
Bei uns würde das gar nicht funktionieren. Da ist der Ablauf so:
1. Anmeldung + Ausdruck/Ausgabe Fragebogen.
2. Fragebogen ausfüllen.
3. Voruntersuchung (Hb, Temperatur).
4. Arztgespräch - mit Ausgabe des Selbstausschuss-Zettels.
5. Materialausgabe - hier werden die Utensilien (Beutel, Teströhrchen), und auch der Selbstausschuss-Zettel mit Barecode-Aufklebern versehen, dann darf man auf dem Zettel Ja/Nein ankreuzen, und den Zettel in die Box einwerfen.
Dann bekommt man die Utensilien ausgehändigt, aber je nach "Auslastung" der Helfer sagen die auch schon mal, dass man sich schon hinlegen darf, und sie die Sachen dann mitbringen.
6. Blutabgabe.
7. Mehr oder weniger* leckeres Essen genießen. (* teilweise gibt es nur recht einfach belegte Brötchen, ist dann nichts besonderes, schmeckt aber trotzdem 😉)
Wenn bei euch die Boxen direkt nach dem Ausfüllen (Station 2) stehen, dann müssen die ja direkt an der Anmeldung schon mit eurem Fragebogen verknüpft werden. Gut, einfach 'nen zusätzlichen Zettel ausdrucken ist ja kein Problem.
Aber dann kann es ja noch dazu kommen, dass es einen Selbstausschuss-Zettel gibt, zu dem es dann gar keine Spende gibt, weil/wenn einen der Arzt nicht zulässt.
Wo ich es aber gerade nicht erinnere, wie es im Blutspende-Mobil ist. Da ist die Selbstausschuss-Zettel-Einwurfbox direkt beim Arzt drin. Kann sein, dass es da die Barecode-Aufkleber bereits bei der Voruntersuchung gibt, und der Arzt den dann auf den Zettel klebt (?), und die anderen dann erst am jeweiligen Spendeplatz, wo die Utensilien bereitliegen.
Niedersachsen –
Hallo Dirk, vielleicht magst du das Video hier mal verlinken. Mir ist beispielsweise nicht bewusst, von welchem BSD du nun sprichst, aber wenn ich bei einem mobilen Termine spende kann ich erst nach der "Materialausgabe", direkt vor der Spende, den Zettel abgeben und ich bin mir gerade sehr sicher, dass ich ihn dort auch erst ausgehändigt bekomme. (das von dir beschriebene würde somit natürlich zum BSD NSTOB passen)