Generell kann man bereits durch eine einfache Blutuntersuchung viele Gesundheitsinformationen erhalten. Wenn wir im Krankenhaus einen Gesundheitscheck machen, wird deshalb zuerst Blut abgenommen. In Korea erhält man nach einer Blutspende automatisch einen detaillierten Bericht über seine Blutwerte per Post. Wenn bestimmte Werte auffällig sind, wird man direkt zu einer weiteren Gesundheitsuntersuchung weitergeleitet. Es geht also nicht hauptsächlich um den Gutschein, den man für die Blutspende bekommt, sondern darum, dass der Spender zusätzliche Informationen erhält, um seine Gesundheit zu schützen. Wäre so etwas hier nicht auch möglich?
Auf diese Weise trägt man zum Schutz der Gesundheit aller bei – sowohl der Spender als auch der Empfänger.
Für die Menschen ist es vorteilhaft, weil sie durch das kostenlose Blutspenden eine indirekte Gesundheitsuntersuchung erhalten können. Auch für das Rote Kreuz oder die Regierung ist es positiv, da sie durch solche Dienstleistungen viele Blutspender gewinnen können. Im Vergleich dazu ist dies eine effizientere Methode, um mehr Menschen zum Blutspenden zu motivieren, als etwa über T-Shirts oder Werbekampagnen.
Man wird ja ohnehin untersuchen, ob das Blut verwendbar bzw. für die Spende geeignet ist. Wenn man sich dabei ein wenig mehr Mühe geben und die Ergebnisse einfach an die Spender weiterleiten würde, könnte das meiner Meinung nach viele positive und nützliche Veränderungen mit sich bringen. Dadurch könnten sogar neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Ich bin überzeugt, dass allein dadurch die Kosten, die die Krankenkassen für Gesundheitsuntersuchungen tragen müssen, sowie der Zeit- und Kostenaufwand für die einzelne Person, die extra für einen Gesundheitscheck ins Krankenhaus oder in die Praxis gehen muss, deutlich reduziert werden könnten.
Falls der Schutz personenbezogener Daten ein Problem darstellen sollte, könnte man dies durch strengere Sicherheitsrichtlinien im Voraus lösen, sodass kein Dritter Zugriff darauf hat. Wie Nutzung bei der Online Banking Postfach. Und selbst wenn dadurch Kosten entstehen sollten – ob digital oder per Post – wäre das meiner Meinung nach weniger wichtig als der gesundheitliche Nutzen für die Bevölkerung.
Das ist nur mein persönlicher Gedanke. ☺️
Folgende sind die Informationen die man nach der Brutspende erhalten kann in Südkorea.
1. Blutbild (CBC – Complete Blood Count)
Grundlegende Informationen über den allgemeinen Gesundheitszustand des Blutes:
1)Hämoglobin (Hb) – Hinweis auf Anämie
2)Erythrozyten (RBC)
3)Leukozyten (WBC) – Hinweise auf Infektionen oder Entzündungen
4)Thrombozyten (PLT) – Blutgerinnung
5)Hämatokrit (Hct)
2. Leberfunktionstest
ALT (GPT)
AST (GOT)
Dient zur Beurteilung der Leberfunktion.
3. Cholesterin
Gesamtcholesterin
(teilweise auch weitere Werte wie Triglyceride)
4. Hepatitis-B-Test
HBsAg (Antigen des Hepatitis-B-Virus)
5. Hepatitis-C-Test
Anti-HCV (Antikörpertest)
6. Syphilis-Test
RPR oder TPPA
7. HIV-Test
HIV-Antikörpertest
(Die Ergebnisse sind streng vertraulich und nur für den Spender einsehbar.)
8. Weitere Informationen
Blutgruppe (ABO, Rh)
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107
DRK-Blutspendedienst –
Hallo Donghyun, danke für dein Feedback und den Vorschlag zur Verbesserung. Ziel der Abnahme von Laborröhrchen ist es hauptsächlich, die relevanten Kriterien für die Spendereignung (Infektionsstatus) gezielt zu prüfen. Nur so kann die Sicherheit für den Empfänger und den Spender gewährleistet werden. Ein umfassendes Blutbild benötigt mehr Laborressourcen und zeitliche Kapazität. Viele Grüße
Bayern –
"Steffi P
Sachsen-Anhalt –
19.11.2025, 07:42 Uhr
Check up kann man aller 3 Jahre machen lassen. Ab 35 Jahre"
.
Ja - das gilt für Gesunde. Wenn der Arzt es jedoch für nötig befindet, kann er jederzeit ein großes Blutbild etc. veranlassen. Auch für Kassenpatienten. Er muss nur auf dem Schein für das Labor eine Begründung angeben.
Brandenburg –
Sehr guter Beitrag!
Wäre viel besser investiertes Geld als in überflüssige Gewinnverlosungen oder RK- Souvenirs...
Baden-Württemberg –
Punkt acht steht im Spenderausweis.
Rest wird getestet (zumindest was für Spender oder Empfänger gefährlich ist) und beim Problem erhält man post. Briefkasten leer, alles bestens!
.
Andere Blutwerte machen keinen Sinn, weil man sinnvollerweise bei der Blutspende nicht nüchtern ist...
Sachsen-Anhalt –
Check up kann man aller 3 Jahre machen lassen. Ab 35 Jahre
Niedersachsen –
"Ich bin überzeugt, dass allein dadurch die Kosten, die die Krankenkassen für Gesundheitsuntersuchungen tragen müssen, [...], deutlich reduziert werden könnten."
In anderen Beiträgen wurde hier mal erwähnt, wie "hoch" der Anteil derer ist, die in Deutschland (regelmäßig?) Blut spenden. Ich bin mir da jetzt nicht sicher, aber irgendwie schwirrt mir da was von 3% im Kopf rum.
Wenn diese regelmäßigen Spender jetzt regelmäßig so ein umfangreiches Blutbild erhalten - ob das dann wirklich einen relevanten Einfluss auf die Kosten hat, die die Krankenkassen da aufbringen müssen?
Außerdem muss man da zusätzlich die Frage stellen, wie aussagekräftig so ein Blutbild wäre, da es ja nicht "nüchtern" gemacht wird, sondern "gut genährt".
"[...], sowie der Zeit- und Kostenaufwand für die einzelne Person, die extra für einen Gesundheitscheck ins Krankenhaus oder in die Praxis gehen muss, [...]"
Naja, der Blutspendetermin ist ja ebenfalls für die einzelne Person mit einem gewissen Zeit- und Kostenaufwand verbunden. Und neben den paar Sekunden für die Blutabnahme für das Teströhrchen kommen dann nochmal ein paar zusätzliche Minuten für die eigentliche Spende dazu, sowie vorab das Ausfüllen des Fragebogens und die Voruntersuchungen, und hinterher auch noch den Imbiss.
Ob sich da dann durch das zusätzliche Blutbild wirklich relevante Massen an neuen/zusätzlichen Blutspendern anwerben lassen? Um dann auch noch einen merklichen Effekt auf die Kosten im Gesundheitswesen zu bewirken?
Deine Idee an sich finde ich allerdings grundsätzlich nicht schlecht.
Bayern –
Hm ... gute Idee, aber wer soll das zahlen? Diese Analysen kosten Geld, und das würde den Preis für die Blutkonserven erhöhen. Ich kenne das Gesundheitssystem in Korea nicht, möglicherweise läuft es da ein bisschen anders ... hier in Deutschland hat man die Möglichkeit, regelmäßig einen Checkup machen zu lassen wenn man gesund ist (weiß gerade nicht, wie oft bzw. in welchem Abstand das bei den pflichtversicherten Patienten möglich ist), außerdem kann ein Arzt auch öfter eine solche Untersuchung anordnen, wenn er es für nötig hält und der Krankenkasse bzw. der Versicherung gegenüber begründen kann.
Gewisse Dinge wie HIV, Hepatitis etc. werden bei jeder Blutspende überprüft, ein "großes Blutbild" dagegen wird nicht gemacht. In Bayern gibt es den Gesundheits-Check, den man erhält wenn man regelmäßig 3 (Frauen) bzw. 4 (Männer) Spenden leistet. Dieser umfasst allerdings nur ein paar Leber- und Cholesterinwerte, Kreatinin und Harnsäure.
https://www.blutspendedienst.com/services/gesundheitscheck
Hessen –
Schöne Sache, der Administrationsaufwand sollte hier nur minimal sein für den DRK, damit es realistisch wäre. Hieße, digital müsste es eigentlich schon sein – und spätestens dann hat man vermutlich den Datenschutz als Bremse (das ist aber keine Expertise von mir). Auch hat man in DE ja theoretisch immer einen Arzt, mit dem man vorher spricht. Vielleicht ist das System dort grundsätzlich anders. Hilfreich wäre es allemal. Wie effizient die Prozesse hier sind, kann ich nicht sagen. Dass so etwas kommt, würde mich persönlich leider sehr überraschen. Aber sag niemals nie, gute Idee!