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Thema:
Urlaub & Reise
Nach manchen Reisen bekommt man eine (m.E. übertrieben?) lange Sperre aufgebrummt. Bekommt aber weiterhin Einladungen per Mail un der Sperrzeit. Kann man das Reiseland wo hinterlegen, damit man einerseits keine Mails mehr in der Zeit bekommt und andererseits auch beim Blutspendedienst ersichtlich wird wieviele Spenden man mit den langen Sperren verhindert.
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Blutspendedienst des BRK –
Hallo Gerhard,
danke für Deine Rückmeldung und Deinen Einsatz für die Blutspende!
Du kannst Dir seit neustem eine Einladungspause einstellen. Wie genau das funktioniert, findest Du hier: www.blutspendedienst.com/services/einladung
Viele Grüße
Charlotte vom BSD
Bayern –
Hallo Gerhard,
Du kannst doch vorher nachsehen
wann Du wieder Spenden darfst.
Dann kannst Du die Einladungen
für diese Zeit ganz einfach easy und
selbst in der App aussetzen!
Baden-Württemberg –
Alle Blutspendedienste sehen die Rückstellung von der Blutspende nach dem Aufenthalt in einem Malaria-Risikogebiet vor. Das wird auch so kommuniziert, z.B. hier:
"Ausreise aus Malaria-Risikogebiet
Hast du dich in einem Malaria-Risikogebiet aufgehalten, wirst du nach Ausreise sechs Monate von der Blut- und Plasmaspende zurückgestellt – und zwar unabhängig davon, ob du Medikamente zur Malaria-Prophylaxe eingenommen hast. Die Übertragung der Krankheitserreger findet in der Regel durch Stechmücken statt. Eine Malaria-Infektion führt zu einem Ausschluss von der Blutspende, nur in Ausnahmen kann nach gesicherter Ausheilung der Krankheit eine Spende möglich sein."
Quelle: Bundesinstitut für öffentl. Gesundheit
https://www.blutspenden.de/blut-und-plasmaspende/rueckstellung-und-ausschluss/
Ähnliches wurde auch mehrfach hier im Forum geschrieben, z.B. hier:
https://www.spenderservice.net/forum/15982
Bayern –
Ich habe nichts gegen ein zeitweise Aussetzen, aber ich habe weder zu ZIKA noch zu Malaria Hinweise gefunden die eine halbjährlich Sperre erfordern würden. Daher mein Kommentar "übertrieben?". Selbstverständlich ist eine hohe Sorgfalt erforderlich und zu begrüßen.
Baden-Württemberg –
Hallo Gerhard,
danke für dein Engagement als Blutspender und schön, dass du dich nach viereinhalb Jahren wieder meldest!
Du bist ja ein höchst erfahrener Spender und kennst den Grundgedanken, dass durch die Blutspende weder Spender noch Empfänger des Blutes gefährdet werden sollen. Entsprechend streng sind die Richtlinien für die Blutspende in Deutschland.
Das gilt auch für Reisen in bestimmte Regionen der Welt, in denen bestimmte Krankheitserreger unterwegs sind, die unter Umständen zu einer tödlichen Gefahr für die - ohnehon sehr geschwächten - Empfänger des Blutes werden können. Die Sperre bekommt man übrigens nicht "aufgebrummt" wie eine Strafe, sondern sie dient ausschließlich dem Schutz des Empfängers. Dazu ist jede Blutspendeeinrichtung übrigens gesetzlich verpflichtet.
Du fragst, wieviele Spenden möglicherweise durch die langen Sperren verhindert werden.
Ich frage zurück, wieviele Todesfälle zusätzlich auftreten, weil das DRK eben NICHT die maximal mögliche Sorgfalt hat walten lassen und potentiell infizierte Spender zugelassen hat?
Und ich frage weiter, ob du dafür die Verantwortung übernehmen willst, wenn ein Mitglied deiner Familie verstirbt, weil es auf eine Bluttransfusion angewiesen war, diese aber z.B. durch das Zika-Virus oder mit Malaria kontaminiert war und der Überträger (das könntest du selbst sein) zu früh zur Spende zugelassen wurde. Na??
Aus dem HIV-Skandal der 80er-Jahre sollten wir alle etwas gelernt haben.
https://de.wikipedia.org/wiki/Infektionen_durch_HIV-kontaminierte_Blutprodukte
Der Mailversand erfolgt übrigens unabhängig von der letzten Spende und auch unabhängig von einer möglichen Reise. Neuerdings soll es wohl eine Einladungspause zum einstellen geben. Siehe hier:
www.blutspendedienst.com/services/einladung