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Christoph M Hessen

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141Vollblut
BISHER GESPENDET
06.12.2025, 14:17 Uhr

Bei meiner letzten Spende lag neben mir eine Spenderin, die selbst an ihrer Kanüle rumgefummelt hat, weil sie wohl etwas falsch/unangenehme im Arm steckte. Als die Ärzte es bemerkten, brachen sie die Spende ab, weil die Spenderin selber mit Ihrer Hand die Kanüle berührt hatte. Ist es von der Infektion des Spenderblutes so kritisch, daß es verworfen werden muß?

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Team BaWü-Hessen
DRK-Blutspendedienst
08.12.2025, 14:06 Uhr

Hallo Christoph,

bevor eine Nadel in die Vene eingeführt wird, wird die Punktionsstelle und die Handschuhe der/des Mitarbeiters desinfiziert. Wenn die Spenderin - wie von Dir beschrieben - die Nadel angefasst hat, muss die Konsverse aus hygienischen Gründen entsorgt werden.

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Roland K
Bayern
06.12.2025, 16:56 Uhr

Sie wird wohl das letzte Mal rumgefummelt haben.😂

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Andrea-Esther C
Bayern
06.12.2025, 15:04 Uhr

Ja, das ist so kritisch.
Die Mitarbeiter arbeiten mit Handschuhen. Bevor sie an den Spender treten, aus welchem Grund auch immer, desinfizieren sie sich die Handschuhe (bevor hier wieder ein Aufschrei durch die Gemeinde geht: ja, es gibt Handschuhe, die man einige Male desinfizieren darf, bevor man sie verwerfen muss). Die Punktionsstelle wird dreimal mit Desinfektionsmittel behandelt, bevor die Nadel angesetzt wird. Und dann geht da die spendende Person mit den eigenen Händen dran, die garantiert nicht unmittelbar vorher desinfiziert oder wenigstens gewaschen wurden?
Blut ist ein ideales Nährmedium für eine ganze Anzahl von Keimen, die sich auf der Haut und in der Luft tummeln. Es ist wichtig, dass möglichst kein einziger in den Spendebeutel gelangt. Bedenke, wer irgendwann mal das Blut erhalten soll: stark geschwächte Personen, deren Immunsystem vermutlich komplett im Keller ist. Wenn nun Keime in den Spendebeutel gelangen, feiern sie in dem Nährmedium fröhliche Urständ' und machen den Empfängern des Blutes das Leben schwerer als nötig.
Mein Schwager musste sich gestern einer schweren sechsstündigen Operation unterziehen, mitten in der Nacht musste noch mal "nachgearbeitet" werden in einer weiteren dreistündigen Operation - der Mann hat vier Ery-Konserven gebraucht. Nicht auszudenken was wäre, wenn die nicht "sauber" war ...
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Aus dem selben Grund sollte man sich auch bei der Spenderhotline melden, wenn man innerhalb von wenigen Tagen nach der Blutspende einen Infekt hat. Ich war am Freitag 28.11. nachmittags Blut spenden, hatte am Samstag Abend dann Erkältungssymptome und hab dann am Montag in der Früh die Hotline angerufen. Die Ärztin meinte, es wäre besser, meine Spende aus dem Verkehr zu ziehen, denn das Virus hatte ich höchstwahrscheinlich am Freitag bereits in mir. Schade um den halben Liter, aber besser in die Tonne oder in die Forschung als in einen geschwächten Patienten ...

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