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Thema:
Feedback zum Blutspendetermin
Habe vor paar Wochen in Pforzheim Blut gespendet. Habe die gefragt ob es auch ohne Termin gehen würde. Die meinten das sie sehr wahrscheinlich niemanden wegschicken wen er schon da ist.
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Bayern –
"Ich meine: Wer auch an das Entnahmeteam denkt, geht nur mit Termin zum Spenden."
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Und ich meine: wer auch an das Entnahmeteam, die anderen Spender und sonstige Beteiligte denkt und nicht nur bis zur eigenen Nasenspitze, geht nicht ohne reservierten Termin zur Spende.
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Allerdings ist es mancherorts den Mitarbeitern (ehrenamtlich oder angestellt) schietegal, wenn Spender trotz Terminvereinbarung lange warten müssen und Spendewillige, die einfach mal spontan Lust drauf haben, sich dazwischendrängeln. Wenn man da mal ein bisschen mitdenken und organisieren würde und z. B. zwei Warteschlangen aufmacht - eine mit und eine ohne Termin, und dann entsprechend die ohne Termin nur auf freie Plätze einreiht ... aber für manche ist das ja auch wieder diskriminierend.
Baden-Württemberg –
Eigentlich ist es ganz einfach.
Die Spendetermine werden zu bestimmten Zeiten an einem bestimmten Ort geplant, sagen wir: in einer kleinen Stadthalle. Es stehen dort 8 Spenderliegen für 4 Stunden zur Verfügung. Aus früheren Terminen am gleichen Ort weiß man ungefähr, wieviele Spender/innen in dieser Zeit kommen. Danach plant man die Menge an Entnahmebeuteln und sonstige Materialien sowie die Verpflegung. Plus 5% Reserve.
Damit alles möglichst reibungslos läuft, wird eine bestimmte Zahl an Spender pro Liege und für eine Zeit X geplant. Terminreservierung dringend empfohlen.
Wenn jetzt durch öffentliche Spendenaufrufe etwa 15 - 20% mehr Spender kommen als geplant (und reserviert haben), dann platzt das gesamte System und irgendjemand ist immer unzufrieden. Zwei Optionen sind denkbar:
a) Werden nur Spender/innen mit Termin zugelassen, dann gibt es (auch hier im Forum wiederholt) einen lauten Aufschrei, weil man doch helfen wollte und abgewiesen wurde. Übliche Floskel: "Dann kann es ja doch nicht so schlimm sein mit dem Blutbedarf..."
b) Oder es werden in guter Absicht (und weil sie schon mal da sind) die Spontanspender genauso drangenommen wie jene mit Termin und in der Reihenfolge ihres Erscheines berücksichtigt. Was dazu führt, dass die Spender mit Termin sehr lange Zeit in der Schlange stehen müssen und - sollten die 4 Stunden um sein oder das Material ausgehen - etvl. sogar abgewiesen werden müssen. Was erneut zu lautem Geschrei führen wird, weil die Terminspender sich veräppelt fühlen, denn sie haben sich an die Regeln gehalten und haben jetzt noch Nachteile davon. Tenor: "So schlimm kann es ja nicht sein mit der Blutknappheit, wenn das DRK es sich leisten kann, treue Spender zu verprellen".
Wie würdet ihr entscheiden?
Ich meine: Wer auch an das Entnahmeteam und die anderen Blutspender denkt, geht nur mit Termin zum Spenden.
Niedersachsen –
Zitat Artur G, BW:
"Habe vor paar Wochen in Pforzheim Blut gespendet. Habe die gefragt ob es auch ohne Termin gehen würde. Die meinten das sie sehr wahrscheinlich niemanden wegschicken wen er schon da ist."
Zitat-Ende
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Aber kann ich mich auf eine solche Aussage berufen und auf "Recht" bestehen, wenn es hart auf hart kommt?
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Wenn ich brav alle 3 Monate am ersten Mittwoch eines Monats Spenden gehe, und dabei immer im Grunde 1 Tag früher da bin als es mir die App gestattet, kann ich doch nicht daraus ableiten, dass ich auch beim nächsten Mal auf Kulanz zugelassen werde.
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Oder anderes Beispiel aus dem Alltag: man weiß, dass Blitzer einen gewissen Toleranzbereich haben.
Wird dieser nun nach unten korrigiert, kann ich mich dann zukünftig darauf berufen, früher so durchgekommen zu sein, wenn ich bewusst zu schnell unterwegs bin?
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Ich mache etwas bewusst und muss mir einfach im klaren darüber sein, dass es Konsequenzen haben kann.
Sei es die Abweisung beim Blutspenden oder eine Strafe im Falle zu schnellen Fahrens.
Bayern –
Vermutlich beziehst du dich auf den inzwischen gelöschten Beitrag von Kim-Any? Sie möchte an einem Spendeort spenden, bei dem ausdrücklich Terminreservierung gefordert (und nicht erbeten) wird. Wenn Terminreservierung gefordert wird, dann heißt das mit anderen Worten "wer keinen Termin hat, kommt nicht rein".
Anders ist es bei "Terminreservierung erwünscht" - da kann man es auch mal ohne Termin versuchen, auf die Gefahr hin, abgewiesen zu werden. Das wird wohl unterschiedlich gehandhabt. Hier in Bayern wird Spendern mit Termin grundsätzlich der Vorrang gegeben. Wer ohne Termin erscheint, muss ggf. warten, bis was frei ist. Und wenn alle Plätze belegt sind, wird auch abgewiesen. Andernorts nehmen die Teams das wohl nicht ernst und die Spender werden in der Reihenfolge ihres Erscheinens vorgelassen, egal ob mit oder ohne Termin (was dann bei denen mit Termin zu Unmut führt, wenn sie trotzdem erst mal 'ne halbe Stunde in der Schlange stehen).