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Thema:
Fragebogen
Auf dem Fragebogen kann ich durch den vertraulichen Selbstausschluß mein Blut anonym für die Verwendung sperren.
Also könnte ich trotz einer Erkrankung, welche zum dauerhhaften Ausschluß führt, fleißig weiterspenden ohne schlechtes Gewissen, wenn ich die Erkrankung verschweige und dafür den "roten" Strichcode aufklebe.
Wird diese Spende gezählt?
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Bayern –
Das bedeutet, man könnte zwar spenden, wird aber jedes Mal vier Monate gesperrt. Irgendwann wird der Arzt fragen, was das soll.
Hessen –
Ich denke mal, dass es in dem Fall relativ egal ist, welchen Aufkleber du verwendest. Bei DER Erkrankung kommt es so oder so zum dauerhaften Ausschluss. Diese muss im FB angegeben werden. Und wenn man das vorab schon vermutet oder weiß, dann würde ich auch keinen Terminplatz blockieren.
Niedersachsen –
Wäre die Frage, nach der wievielten Spende du vom BSD darauf angesprochen wirst, weil du die Verwendung ablehnst, und wann sie dich ihrerseits dann sperren würden.
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Aber was hast du davon, wenn du weiterhin zur Spende gehst, ohne zu helfen?
Mir wäre das wie Andrea-Esther schon zuviel (zeitlicher) Aufwand und letztendlich kann ich das investierte Geld auch anders ausgeben oder spenden.
Baden-Württemberg –
Hallo Reiner,
im vergangenen Jahr habe ich tatsächlich einmal versehentlich den "falschen" Barcode geklebt, d.h. so lange hin und her überlegt, ob die Erkrankung K. lange genug zurückliegt oder evtl. ... so dass ich schließlich den roten Code geklebt habe: "Mein Blut soll nicht für Kranke verwendet werden".
Die Folge: eine automatische Sperre für 4 Monate, die auch in der App angezeigt wurde. In dieser Zeit durfte kein Blut oder Blutbestandteile an Patienten weitergegeben werden.
Interessantes Detail: Da es sich um ein großes Klinikum handelte, durfte ich zwar Vollblut (in den Mindestabständen) spenden, das aber ausschließlich für die Forschung verwendet wurde. Die Plasma- und Thrombo-Sperre galt absolut (wegen der höheren Kosten einer Apherese). So hat es mir die Oberärztin erläutert.
Und ja: jede abgegebene Spende (auch die für die Forschung) wurde gezählt und auch routinemäßig untersucht.
Bayern –
Im Prinzip könntest du weiter zur Blutspende gehen, aber ob das so besonders sinnvoll ist, sei dahingestellt. Es gibt Erkrankungen, mit denen man gesperrt wird zum Schutz des Empfängers (Krebs, Hepatitis, HIV, ...) und es gibt Erkrankungen, wegen derer man zum Schutz des Spenders selbst gesperrt wird (z. B. Schlaganfall, Herzinfarkt, ...). Wenn du nun wegen Spenderschutz gesperrt wirst und trotzdem spendest, riskierst du deine eigene Gesundheit - muss nicht unbedingt sein. So viel Zeit hätte ich nicht, dass ich aus lauter Langeweile zum Blut spenden ginge ...
Ob die Spende gezählt wird, erfragst du am besten mal bei der kostenlosen Spenderhotline.