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Thema:
Spenderehrungen
Hallo. Ich bin neu hier im Forum. Habe jetzt ein bisschen in den Beiträgen geschmökert und bin ehrlich gesagt ziemlich schockiert, wie oft hier das Thema Ehrungen/Anerkennung/Spendenrekorde besprochen wird. Geht ihr wirklich deshalb zum Spenden? Ist das so wichtig?
Ich habe kürzlich in einem anderen Forum, in dem jemand kritisierte, dass Blutspenden beim DRK nicht bezahlt werden, sehr vehement dagegen gehalten. Ich bin der Meinung, dass es als Motivation doch reicht, zu wissen, was man durch eine Spende bewirkt.
Aber offenbar sehen das hier sogar langjährige Spender anders...
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Mecklenburg-Vorpommern –
Warum sollte es keine Aufwandsentschädigung geben?
Die Spender investieren ja schließlich ja auch etwas.
Nur weil es das DRK ist darf man keine Anerkenntnis erwarten,wieso?
Ich habe den gleichen Zeitaufwand wie bei andren Spendenträgern.
Ich spende seit 23 Jahren Plasma und werde es auch weiterhin tun,weil ich andren helfe und es mir gut tut.
Es ist ja nicht nur die Zeit die man aufwendet,wer spenden will muss gesund leben und ich habe ja auch den Weg zum Spendenzentrum.
Daher..
Baden-Württemberg –
Selbstverständlich geht man nicht wegen einer Ehrung zum Ɓlut spenden.
Die Ehhrung ist allerdings ein Zeichen der Wertschätzung für geleistete Spenden.
Für jede einzelne Spende entsteht zumindest auch
Ein Geld- und Zeitafwand,wasmanzudem in Kauf mimt.
Somit darf man auch stolz auf die Ehrung sein,egal wie oft man schon gesendet hat.
Ich bin wahrscheinlich der Erste, der hier bei uns für 150 Mal geehrt wird.nun bleibt das Ziel gesund zubleiben..
Blutspendedienst des BRK –
Hallo zusammen,
die Motivation für die Blutspende kann stark variieren und das ist vollkommen in Ordnung so!
Wir begrüßen hierzu regen Austausch und Diskussionen hier im Forum, möchten aber darauf hinweisen, respektvoll miteinander umzugehen!
Danke und viele Grüße
Charlotte vom BSD
Niedersachsen –
Hallo Anja. Ich gehe seit 30 Jahren wegen dem Imbiss zur Blutspende. Damit bin ich bald bei 100 Spenden (eigentlich sind es mehr, weil ich "Blutspendetourist" bin.) Das ist besser als gar nicht spenden. Was willst Du erst den Leuten sagen, die gar nicht Blut spenden, obwohl sie könnten? Laut aktueller Umfrage befürworten 70% der Befragten den Imbiss als Anreiz. Man darf auch nicht vergessen, dass die DRK-Blutspendedienste das auch nicht allein aus reiner Barmherzigkeit machen.
Baden-Württemberg –
Ich verstehe, wenn man es wenig wertschätzend findet, wenn der Imbiss nicht ok ist. Als kleine Anekdote aus Corona-Zeiten: ich war zum ersten Mal spenden mit Termin (vor Corona ist man spontan hin), mein erstes Kind damals etwas älter als ein Jahr. Mitnehmen des Kindes aus Ansteckungsgründen nicht möglich. Vollkommen ok in dieser Situation, also die Betreuung des Kindes noch organisiert. Bei der Spende waren alle super nett und zuvorkommend. Der Imbiss, der einen nach der Spende wieder "flott machen" soll, war in diesem Fall eine Packung Spaghetti und eine Dose passierte Tomaten. Ich fand es sehr amüsant, als mir auf der Heimfahrt aber etwas taumelig wurde und wir zum Glück noch Snacks der Tochter dabei hatten, waren meine Gefühle zu dem angekündigten "leckeren Imbiss" dann doch nicht mehr so frohsinnig. Ich Spende natürlich trotzdem noch, freue mich immer über nette Gespräche UND bin aber auch gespannt, wie es mal bei einer Ehrung sein wird. Schockiert zu sein, weil andere ihren Unmut äußern ist in einem Forum auch fehl am Platze. Denn: wer gutes erfährt, teilt dies seltener mit, als jemand, der negative Erfahrungen gemacht hat. Das liegt in der Natur von uns Menschen. Ich selbst kann mich an die 8 anderen Imbisse nicht erinnern (außer dass sie gut waren), aber die Spaghetti-Geschichte werde ich wohl nie vergessen. Außerdem möchte ich mich auch einigen Vorrednern anschließen: der Grund für eine Spende obliegt jedem selbst und sollte jedem anderen egal sein - Hauptsache, es wird gespendet.
Bayern –
Vielleicht verstehst du das ganze besser in 10 oder 15 Jahren.
Wenn der Imbiss komplett entfällt und es keine Kekse und Spülmittel mehr gibt.
Wer Jahrzente lang Zeit und auch km Spendet erlebt auch den Rückgang der Wertschatzung dieser Art.
Fast allen geht es drum Menschen zu helfen.
Aber dieser Gedanke allein reicht zwischen zeitlich eben nicht immer aus.
Selbst wenn jemand nur wegen einer möglichen Ehrung Spendet besser als Gar nicht.
Bayern –
@Peter A.
Inzwischen habe ich gesehen, auf welch offene und wertschätzende Art du dich auch an anderen Stellen im Forum äußerst. Daher überlasse ich dir bei deiner Menschenkenntnis gerne diese respektvollen Bewertungen anderer Menschen
Baden-Württemberg –
Interessante Einstellung und Darstellung!
Du entlockst mir am Ende doch noch ein Lächeln. Denn genau dieses Selbstrechtfertigen (incl. Bestreiten von Offensichtlichem und Umdeutung der Kommunikation -- denn "falsch" IST eine negative Bewertung!) war vorauszusehen.
Bayern –
@Waltraud Angelika und @Andrea-Esther:
Eine Meinung darf ich mir nicht nur bilden, sondern ich darf sie auch sehr wohl äußern, solange ich damit niemanden beleidige. Auch wenn diese Meinung anderen nicht gefällt (womit ich, auch wenn ihr das nicht glaubt, durchaus leben kann). Ich habe mit "schockiert" auch keine Person oder ein Verhalten bewertet, sondern mich zu der schieren Zahl der Beiträge zu diesem Thema geäußert. Ich bin auch schockiert darüber, dass immer mehr Menschen zu dritt die ganze Breite des Gehwegs nutzen und Entgegenkommende auf die Straße ausweichen müssen oder dass immer mehr Leute ihren Müll überall liegen lassen oder im Zug die Schuhe auf dem Sitz abstellen. All das zeigt nämlich, wie ich-bezogen ein Großteil der Gesellschaft inzwischen ist. Und da sich hier so viele am Wort "schockiert" aufhängen: Nennt es gern enttäuscht, entrüstet, traurig - es ändert nichts an der Aussage.
@Andrea-Esther: Dass ich hier im Forum neu bin, heißt nicht, dass ich jung und naiv bin (auch die angezeigte Spendenanzahl ist nicht aussagekräftig). Ich bin bei der ersten Spende am neuen Ort ziemlich unfreundlich und ungeduldig behandelt worden und hinterher gab's ein trockenes Croissant von vorgestern. Trotzdem bin ich wieder hin und halte mich jetzt eben an die Bananen (diesmal waren alle Mitarbeiter sehr freundlich). Weil ich nach 25 Jahren im Funktionsbereich großer Krankenhäuser sehr genau weiß, dass es wichtig ist, jederzeit genug Blut verfügbar zu haben. Und nicht, ob die Käsesemmel geschmeckt hat.
Ehrenamtliche Arbeit ist dagegen meiner Meinung nach etwas völlig anderes. Hier sollten Aufwandsentschädigung und auch Ehrungen schon erwartbar sein. Aber bei einer Blutspende gebe ich etwas, das ich mehr oder weniger "übrig" habe und meine Zeit. Wohlgemerkt, ich arbeite Vollzeit im Schichtdienst und empfinde es weder als besonders kompliziert noch als sehr aufwendig 1x ca. alle zwei Monate etwa zwei Stunden zu opfern. Das ist keine "Arbeit" liebe @Steffi P.
Natürlich darf und sollte der Spender Wertschätzung erfahren. Das heißt für mich vor allem ein freundlicher und professioneller Umgang der Mitarbeiter mit mir. Ich war schon in einem Pharmalabor, wo es pro Plasmaspende 20€ gab. Dafür habe ich dort zweieinhalb Stunden gewartet und die Mitarbeiter waren immer patzig und genervt. Da muss ich nicht überlegen, was ich wertschätzender finde. Auch wenn ich, lieber @Peter A., deine Vorgehensweise für die perfekte Lösung halte. Hättest du aus meinem Beitrag auch rauslesen können, wenn du nicht damit beschäftigt gewesen wärst, dich über meine Ausdrucksweise zu mokieren.
Hier im Forum reden so viele von einer "kleinen Anerkennung" die ja wohl nicht zuviel verlangt sei. Beschweren sich dann aber über Kugelschreiber, Kekse und Spülmittel. Alles Dinge, die hergestellt werden müssen (wobei Ressourcen verbraucht werden) und sinnvoll genutzt/verbraucht werden können. Wo bleibt da die Wertschätzung? Da geht es doch eher nach dem Motto : Ich gebe gern freiwillig mein Blut, aber ich möchte bitte auch was Gescheites dafür haben. Natürlich darf jeder auch mit dieser Einstellung spenden gehen und das Blut ist dann selbstverständlich genauso viel wert! Wenn man dann aber so viel zu meckern hat, muss ich das nicht gut finden. (Und das darf ich sagen, auch wenn es euch nicht gefällt.)
Ihr könnt diese Meinung nun altruistisch, naiv oder meinetwegen auch dumm nennen - aber ihr müsst sie mir trotzdem lassen.
An alle, die meinen Beitrag differenziert und sachlich betrachtet haben: Vielen Dank, ihr macht mir Hoffnung!
Sachsen-Anhalt –
Eine kleine Wertschätzung sollte schon drin sein. Oder gehen Sie für umsonst auf Arbeit?
Baden-Württemberg –
@Frank:
Ich verrate dir, wo es 66 bzw. 25% mehr gibt... beim DRK.
Die nehme ich gerne an - es ist mir eine Ehre, es für andere Projekte zu spenden. So habe ich mit "genau kalkulierter Berechnung" doppelt geholfen. Darüber darf Anja meinetwegen gerne "ziemlich schockiert" sein und "vehement dagegen halten".
Das mit den verschiedenen Ehrungsveranstaltungen musst du mir aber noch erklären.
Hessen –
Ich zumindest bekomme bei einer VOLLBLUTSPENDE beim DRK BSD €15,00 bzw. € 20,00 Aufwandsentschädigung 💸 . Man muss nur wissen, wo....
Die Aufwandsentschädigung bei Plasma ist natürlich höher....
Kostenloser Parkplatz vor der Tür, ÖPNV und (SB)Imbiss und weitere Boni (z.B. Espressomaschine, Schweizer Messer, Maclite Taschenlampe, Tassen, Thermoskannen, Einkaufskorb, Wacken T-Shirts, Kinokarten ff) sind nette Zugaben. Danke für mittlerweile 8 DRK/BRK Ehrungsveranstaltungen in Berlin, Thüringen, Hessen und Bayern 🥳
Baden-Württemberg –
@ Andrea-Esther: Danke - wieder mal alle relevanten Aspekte um die Themen "Altruismus", "Meinungsbildung" und "Ehrenamt" beim Blutspenden zutreffend eingebracht und differenziert ausgeführt!
@ Anja: Wie du gemerkt hast, stößt du mit deiner Art Bewertung von Einstellungen anderer (die du nicht kennst und von deren Spendeerfahrung du keine Ahnung hast) hier einige vor den Kopf. 🤦Du zeigst deutlich, dass du den Unterschied zwischen "Meinung" und "Bewertung" nicht kennst und mit deren Vermischung den Bereich des respektvollen Umgangs verlässt. Man/frau muss nicht alle Ansichten teilen, aber sie anhören, stehen lassen, respektieren und nicht gleich angreifen - das sollte schon möglich sein. Das kannst du leider nicht; ich vermute mal, es wird in Kürze eine leidenschaftliche Selbstrechtfertigung folgen...
Bayern –
Hallo Anja, beim Blutspenden, so wichtig es natürlich ist, stört mich ein wenig, dass man (zumindest in München,Schwanthaler Höhe) nur wenig mit Leuten ins Gespräch kommt. Ich bin u.a. auch als Wahlhelfer tätig, zuletzt bei der Kommunalwahl, und habe dabei immer die Athmosphäre in einem sehr netten Team genießen können. Kein Vergleich mit der etwas fließbandähnlichen Art in der Schwanthaler Höhe. Ich kann mir vorstellen, dass die Blutspende- Athmosphärr in kleineren Orten besser ist.
Thüringen –
Hallo Anja P,
ich finde das Thema Spendenmotivation und -erwartungen interessant, von daher ist Dein Thread recht spannend für mich. Ich stimme Dir aber nur teilweise zu. Ich selber lege keinen großen Wert auf Ehrungen und Aufwandsentschädigungen. Und für meinen Geschmack nehmen die Threads, in denen es um Ehrungen und Kritik am schlechten Imbiss geht, etwas überhand. Soweit d'accord.
Aber: Ich finde nicht, dass es DEN Grund gibt, aus dem man Blut spenden sollte. Es gibt viele verschiedene Gründe, die dazu motivieren können, es gibt viele Kombinationen dieser Gründe. Und ich sehe nicht, weshalb man erwarten sollte, dass sich Menschen mit dem guten Gefühl, etwas Positives bewirkt zu haben, begnügen müssen, nur weil man selbst so denkt/fühlt.
Menschen sind nun mal nicht immer nur altruistisch. Manche spenden aus reiner Nächstenliebe oder aus gesellschaftlicher Solidarität, andere weil sie am Gesundheitscheck interessiert sind, wieder andere, weil sie eine Aufwandsentschädigung erhalten möchten, die nächsten, weil sie den anschließenden Imbiss und die Gespräche mit anderen Spendern schätzen und noch andere aus wieder anderen Gründen.
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Es ist auch unrealistisch, davon auszugehen, dass jeder sich nur von altruistischen Gründen leiten lässt und völlig genügsam ist:
Die Medizinische Hochschule Hannover hat mal bei ihren Spendern eine Umfrage durchgeführt, weshalb man Blut spendet. Der Grund "Gutes tun, helfen, sozial sein" hat es auf den 1. Platz geschafft – aber weißt Du, mit wieviel Prozent? Nur mit 35%. Das war zwar die relative Mehrheit, aber immerhin 65% fanden den Grund offenbar nicht so wichtig, dass sie ihn genannt hätten.
Im Institut für Klinische Transfusionsmedizin Jena (IKTJ; Kooperation von UK Jena & DRK NSTOB) wurde den dortigen Spendern die Frage gestellt, ob man auch Blut spenden würde, wenn die Aufwandsentschädigung wegfallen würde. 57,7% der Befragten haben mit "Nein" geantwortet.
Beim DRK kann man davon ausgehen, dass die Spender nicht sonderlich an Geld interessiert sind, da man Geld beim DRK ja nur für Plasma und Thrombozyten bekommt und diese Spendearten da eher selten sind. Würde man eine finanzielle Entschädigung wollen, wäre man als Vollblutspender also wohl kaum beim DRK. Aber d.h. ja nicht, dass Du beim DRK lauter Altruisten ohne eigene Erwartungen hast. Warum gehst Du davon aus? Und selbst Menschen, die spenden, um anderen zu helfen und Leben zu retten, freuen sich mitunter über Anerkennung. Der eine Wunsch schließt den anderen ja nicht aus.
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Daher sehe ich das nicht so dramatisch und bin auch nicht geschockt. Ich nehme fremde Gründe zur Kenntnis und finde sie nicht schlimm, auch wenn ich sie nicht teile. Mit meinen Motivationen identifiziert sich auch nicht jeder. Und das Blut wird ja nicht qualitativ besser oder schlechter, nur weil man aus Grund X oder Y spendet.
Bayern –
Bin ganz bei Andrea -Esther, wer austeilt, muss auch einstecken können.
Auch langjährige Spender haben ganz sicher andere Motivationen als Essen und Werbegeschenke..
Und überhaupt, was intressiert es mich denn warum andere Leute spenden?
Ein wenig mehr auf sich schauen, als so viel auf andere.
Bayern –
ach ja, und ... Nachtrag:
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wenn ich mir eine Meinung bilde und diese für mich behalte, ist das OK.
Wenn ich aber schreibe, dass ich schockiert bin über etwas, das jemand sagt oder tut, dann ist das keine neutrale Beobachtung. Dann bewerte ich damit diese Person negativ. Und dann kann es auch vorkommen, dass es eben dieser Person nicht gefällt.
Es ist ein Unterschied, ob ich die Aktion oder Reaktion einer Person zur Kenntnis nehme, respektiere und akzeptiere und ihr wertschätzend gegenübertrete, sie also zu validieren, oder ob ich diese Person bewerte - besonders wenn ich sie negativ bewerte.
Bayern –
ähm, kann es sein, dass du da was falsch verstanden hast?
Das Rote Kreuz verspricht mit warmen Worten einen leckeren Imbiss nach der Spende, regelmäßige Ehrungen und so weiter.
Ich finde, was man verspricht, sollte man auch halten.
Woanders bekommt man Geld als Aufwandsentschädigung, beim Roten Kreuz einen feuchtwarmen Händedruck und je nach Spendeort ein Wienerle mit Brot oder ein halbherzig zubereitetes Käsebrot.
Das Ehrenamt an sich wurde früher tatsächlich mehr wertgeschätzt. Hab ich das nicht unlängst erst geschrieben? Ach ja, hier: https://www.spenderservice.net/forum/22959
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Du sagst selber, du bist noch nicht lange hier. Du denkst, Altruismus allein sollte reichen. Das gute Gefühl, jemandem helfen zu dürfen. Wie alt bist du, wie viel hast du bislang ehrenamtlich getan? Wie wirst du dich fühlen, wenn du auch in 10 Jahren noch keine Anerkennung, nicht mal in Form einiger Worte, erhältst? Fühlst du dich dann immer noch so gut - oder fühlst du dich irgendwann auch mal be- und ausge-nutzt? Weil andere Profit mit deinem Einsatz machen? Weil die Einrichtung, bei der du dich ehrenamtlich engagierst, durch die Arbeit von zwei oder drei Ehrenamtlichen eine ganze Arbeitsstelle einspart, also bares Geld?
Ja, es stimmt schon, Geben ist seliger als Nehmen. Und ich bin dankbar, dass ich es mir leisten kann, unentgeltlich stundenweise ehrenamtlich zu arbeiten. Das können aber nicht viele. Die meisten müssen was tun dafür, dass sie am Monatsanfang die Miete und die Fahrkarte für den öffentlichen Verkehr zahlen können. Dafür, dass der Kühlschrank gefüllt, das Wasser warm und die Lampen an sind. Und wenn sie dann noch regelmäßig in der Zeit, die dann noch übrig bleibt, zum Blut spenden gehen oder sich anderweitig engagieren, möchten sie wenigstens respektvoll behandelt werden. Ist das wirklich zu viel erwartet?
Baden-Württemberg –
Also ich Spende Blut seit 1982 und finde es Toll so Menschen helfen zu können.
ich arbeite als Krankenpfleger und sehe das täglich in meinem Alltag wie wichtig es ist dem Nächsten zu helfen.
Da ich in meiner Gemeinde auch ehrenamtlich in der Seelsorge mitarbeite wurde ein Bibelzitat beim helfen in den Vordergrund gestellt.
*Liebe deine Nächsten wie dich selbst*
ich finde das sehr wichtig, dass man auch auf sich schaut und sich Gutes tun lässt. denn nur wenn ich meine Liebesschale gefüllt habe kann ich auch gerne liebe weitergeben.. Im Bezug auf Blutspenden wäre es sehr schön wenn man in einer gemeinschaftlichen Veranstaltung Wertschätzung erfährt. Habe es schon mehrfach so erfahren dürfen und es ist sehr sehr wohltuend.
Blutspender hervorheben und ihnen Gutes wiederfahren lässt. Ob gute Worte Handschlag gutes Essen, Flasche Wein Geschenkekorb ect. das ist nicht materielle Denkweise sondern ein Teil tiefenpsychologischer Wertschätzung, die einen teilhaben lässt an dem großen Liebesresoivar dass wir Menschen alle brauchen und offenbar teilweise verlernt wurde oder nicht mehr Up too date ist. bleibt alle gesund und motiviert 🩸🩸🩸
Baden-Württemberg –
Ich sage Ehre wem Ehre gebührt, aber auch gleiches Recht für alle und das gibt es beim D bzw. BRK schlicht und einfach nicht.
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Eigene Beispiele dazu:
Spendeehrungen alte und nach dem Umzug neue Gemeinde
- vorher von beiden Seiten was und eine Steigerung von Ehrung zu Ehrung
- nur von der Stadt was und der DinA4 Zettel mit Anstecknadel und das von der Stadt ist ab 25 mal schon nicht mehr steigend.
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Dazu sollte man auch sehen das gerade höhere Spendezahlen nicht nur eine lange Gesundheit voraussetzen sondern auch eine Bereitschaft über den Tellerrand hinaus spenden zu gehen und auch (bei mir im Schnitt <32 Km einfach zu fahren.
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Dann ist eine Ehrung (auch wenn mir bewußt ist was Spende bedeutet) nicht unangebracht.
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Vor allem sollte dies wirklich überall in Deutschland gleich gelten und nicht von Ortsverband zu Ortsverband. Die Spende hilft bis zu 3 Menschen egal ob es nun 2 Kugelschreiber oder ein Galaabend zur Anerkennung gibt!!!
Bayern –
Falsch. Dass mich eine Einstellung schockiert, ist eine Aussage über meine Empfindung, kein Angriff auf andere Menschen.
Sie schließen daraus richtig, dass ich diese Einstellung nicht gut finde. Das ist wiederum nur meine Meinung (ohne jemanden damit anzugreifen), die Sie wohl auch akzeptieren müssen, ohne mir Intoleranz vorzuwerfen.
Bayern –
Es ist ganz einfach: Wenn man von etwas schockiert ist, findet es man sehr schlecht. Mit dieser Aussage macht man eben schon andere Menschen und deren Einstellung nieder.
Seine Meinung äußert man z. B., indem man seine Meinung erklärt und sagt: "Ich brauche keine Ehrungen für die Blutspende. Mir reicht der Gedanke, etwas Gutes zu tun."
Bayern –
Ach so, aber dass ich einfach nur meine Meinung dazu äußere (vielleicht auch als kleiner Denkanstoß), das können Sie nicht tolerieren? Ich habe niemanden nieder gemacht, sondern nur meinen Eindruck geschildert. Erkennen Sie doch auch meine Meinung an. Oder müssen Sie das noch lernen?
Bayern –
Mit dem Thema kann doch jeder so umgehen, wie er will. Da muss man nicht schockiert sein. Unsere Gesellschaft muss wieder lernen, andere Meinungen anzuerkennen und zu tolerieren, ohne dass ständig einer das nieder macht.