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Reiner S Sachsen

166Vollblut
BISHER GESPENDET
THEMA: Fragebogen
05.05.2026, 16:35 Uhr

Ich habe mal den Spenden-Check in dieser App gemacht.
Da wir ja nach diversen Erkrankungen etc. gefragt.
Da die meisten Spender ja kein mediziniischen Fachpersonal sind, sollten die Fragen so gestellt werden, das es auch jeder richtig beantworten kann.

Z.B.: ist wer wegen eines Prostata-Karzinom in entsprechender Behandlung, so kann der doch getrost auf die Frage nach einer Krebserkrankung mit "Nein" antworten.
Denn als medizinischer Laie muss ich ja nicht wissen das ich Prostata-Krebs habe/hatte, da mein Arzt ja immer von einem.Karzinom.gesprochen hat.

Ergo könnte man weiter zur Spende gehen.....

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Anja P
Bayern
07.05.2026, 21:12 Uhr

Hallo Reiner!
Wer beim Gespräch mit einem Arzt ein Wort (z. B. Karzinom) nicht versteht, sollte immer nachfragen! Ich finde es traurig, wie viele Menschen beim Arzt einfach brav nicken und hinterher gar nichts verstanden haben, obwohl es ihre eigene Gesundheit betrifft! Ist man in der Situation überfordert, kann man hinterher selbst recherchieren, sei es im Internet (nur sehr eingeschränkt zu empfehlen!), bei Verwandten oder Freunden oder auch bei entsprechenden Telefonhotlines. Entsprechende Unterlagen zum nachlesen bekommt man ja.
Fazit: Wer als medizinischer Laie nicht nachfragt, wenn es seine eigene Gesundheit betrifft, dem ist nicht zu helfen. Fragebögen wie den beim Blutspenden sollte man schon mit einem gewissen Verantwortungsgefühl ausfüllen.

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Reiner S
Sachsen
06.05.2026, 11:22 Uhr

@ BSD Nord-Ost:
Danke für die Antwort.

Aber darum.geht ed mit nicht da mir dies bekannt ist.

Mir geht es um die einzige Redewendung KREBS in den Fragebögen.
Warum nicht KREBS / Karzinom?

Was ist, wenn man nach einer Krebsbehandlung doch zur Spende geht, auf dem Fragebogen den KREBS verneint, aber mit dem Strichcode sein Blut als nicht für Patienten geignet kennzeichnet ( Ohne Rücksicht den Spenderschutz)?

Team Nord-Ost
DRK-Blutspendedienst
06.05.2026, 10:50 Uhr

Hallo Reiner, entsprechend der Richtlinie dürfen Krebspatienten dauerhaft nicht mehr Blutspenden, auch nach mehreren Jahren kompletter Remission.
Gründe: in erster Linie der Schutz der Empfänger von Blutprodukten. Bei bestimmten Krebserkrankungen (v. a. Blut- und Lymphsystem wie Leukämien oder Lymphome) besteht ein theoretisches Risiko, krankhafte Zellen zu übertragen. In der Praxis ist das Risiko sehr, sehr gering, trotzdem müssen Blutprodukte maximal sicher sein!
Der zweite Grund ist der Schutz der Spender. Eine Blutspende ist eine körperliche Belastung. Nach einer Krebserkrankung oder deren Behandlung kann die Blutbildung beeinträchtigt sein (z.B. durch eine Anämie) und eine Blutspende könnte dies verstärken.

In der Richtlinie heißt es unter Punkt 2.2.4.3.1:

„Kriterien für einen Ausschluss Dauerhaft von der Spende auszuschließen ist
eine Person − mit einer schweren Herz- und Gefäßkrankheit, − mit einer schweren Erkrankung des Zentralnervensystems, − mit einer klinisch relevanten Blutgerinnungsstörung, − mit wiederholten Ohnmachtsanfällen oder Krämpfen, − mit einer anderen schweren aktiven oder chronischen Krankheit des gastrointestinalen, urogenitalen, hämatologischen, immunologischen, metabolischen, renalen oder respiratorischen Systems, bei denen die Blutspende eine Gefährdung des Spenders oder des Empfängers nach sich ziehen kann, oder − die an einer bösartigen Neoplasie (Ausnahmen: in situ Karzinom und Basalzellkarznom nach kompletter Entfernung) leidet oder litt, − mit Diabetes mellitus, sofern mit Insulin behandelt, ff….“
Man muss nicht nur an sich als Spender oder Spenderin denken, sondern auch an den Empfänger!

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Reiner S
Sachsen
06.05.2026, 09:40 Uhr

Generell gilt:

Krebs = Ausschluß als Spender für immer!

So ist die aktuelle Regel, unabhängig ob geheilt oder nicht. Da es keine 100%tige Sicherheit gibt, das keine Krebszellen im Körper sind.

Doch wer weiß das ein Spender Krebs hat oder hatte?
Der Blutspendedienst weiß es nicht!

Der Spender weiß es!

Nun wird konkret im Fragebogen nach KREBS gefragt.
Wenn man wahrheitsgemäß antwortet, dann wird der Arzt vor Ort den Spender wegschicken und ein lebenslanger Sperrvermerkt wird gesetzt.

Es mag ja sein, daß bei einer Krebsbehandlung vom medizinischen Personal das Wort KREBS benutzt wird, aber in sämtlichen Behandlungsunterlagen, die der Patient erhält (Befunde, Laborberichte, Arztbriefe etc.) wird das Wort KREBS nicht auftauchen. Es wird in allen Dokumenten von einem Karzinom, von bößartigen Neubildungen die Rede sein.

Als Spender muß ich nicht wissen daß dies Krebs ist.
Darum sollte in den Fragebögen nicht nur nach KREBS gefragt werden!

Wenn ich beispielsweise nach der Behandlung eines Prostata-Karzinoms zum.Blutspenden gehe, wer will mich wegschicken, wenn ich die KREBS-Frage verneine?
Ich mache mich ja nicht mal der Falschaussage "schuldig", da ich als Nicht-Mediziner doch nicht wissen muss, welcher Zusammenhang mit den Begrifflichkeiten KREBS und Karzinom gegeben ist.

Hier sind eigentlich die Blutspendefienste gefragt um ihre Fragebögen in den Formulierungen so zu gestalten, daß solche "Missverständnisse" nicht vorkommen.

Ja, und dann gibt es ja noch den "vertraulichen Selbstauschluß", der wurde ja wohl eingeführt, damit ein Spender, der sich wissentlich infiziert haben könnte, dennoch spenden kann (Stichwort Gruppenzwang).
Dies könnte ja der potentielle Spender mit einer Krebserkrankung auch nutzen.

Man müsste sich im Freudeskreis nicht "outen" und geht fleißig weiter spenden. Nur der Strichcode muss " richtig" geklebt werden.

Ich bin auf die Reaktion der Blutspendedienste gespannt.

(Tippfehler, falsche oder fehlende Satzzeichen, werden nach und nach korrigiert)

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Robert J
Hessen
06.05.2026, 06:51 Uhr

Ich glaube, dann bist du raus aus dem Kreis der Spender für immer.

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Roland K
Bayern
06.05.2026, 00:26 Uhr

Bin mir nicht sicher 🤔 ob man, wenn man schon einmal Krebs hatte, weiterhin Blutspenden darf, obwohl man als geheilt gilt.
Das müssten die Ärzte entscheiden.

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Andrea-Esther C
Bayern
05.05.2026, 16:49 Uhr

ähm ... ja. Wenn ein Patient ein Karzinom hat(te), dann hat der Arzt mit Sicherheit auch ein Nachsorgepass mitgegeben, in welchem ausdrücklich das Wort "Krebs" steht, und in den Gesprächen fiel mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht nur das Wort PCa sondern dem Patienten wurde alles so erklärt, dass er auch garantiert verstanden hat, dass es sich um eine bösartige Neubildung, vulgo "Krebs" handelt.

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