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Barbara K Bayern

27Vollblut
BISHER GESPENDET
14.09.2021, 07:24 Uhr

Warum muss ich nach einer Darmspiegelung ein halbes Jahr bis zur nächsten Blutspende warten?

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Sebastian B
Baden-Württemberg15.09.2021, 08:09 Uhr

Stimmt Helmut. Das sind Empfehlungen der Bundesärztekammer. Seite 19 in deinem verlinkten Dokument, falls jemand anderes es nachlesen möchte.

Irgendeine Begründung wird dort allerdings leider auch nicht gegeben. Ich kann verstehen, dass das DRK sich an die Empfehlungen der Bundesärztekammer hält. Das ist im Alltag einfach besser zu handhaben. Ein Muss ist das aber natürlich trotzdem nicht.

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Stefan L
Nordrhein-Westfalen14.09.2021, 10:35 Uhr

Sofern in deinem Darm alles okay ist, wirst du die vier Monate auch überleben!
Ist dagegen etwas nicht in Ordung, und es wird durch die Darmspiegelung entdeckt, kann es sein, dass dich das Blutspenden eh erst mal nicht in den Sinn kommt! Indirekt kann man die vier Monate Wartezeit dann auch positiv sehen😏🤷‍♂️

Team Bayern
Blutspendedienst des BRK14.09.2021, 09:33 Uhr

Hallo Barbara,
danke für Deinen Beitrag und Deine Bereitschaft, Blut zu spenden!
Die Wartezeit nach einer Darmspiegelung beträgt 4 Monate und ist damit begründet, dass flexible Endoskope zum Einsatz kommen, die natürlich sterilisiert werden , aber bei denen offensichtlich ein geringes, wenn auch eher theoretisches Risiko dafür besteht, dass Erreger daran haften bleiben können. Um eine mögliche Infektion auszuschließen bzw. nachweisen zu können, wurde diese 4-monatige Wartezeit von der Ärztekammer in den Richtlinien zur Gewinnung von Blut vorgeschrieben.
Wir freuen uns, Dich nach der Wartezeit wieder im Kreis unserer Lebensretterinnen und Lebensretter willkommen heißen zu dürfen!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

Helmut S
Bayern14.09.2021, 09:06 Uhr

@Sebastian B:

Das sind KEINE internen Vorgaben des DRK. Dies wird durch die "Richtlinie Haemotherapie" der BÄK festgelegt. Siehe S.19 in:

https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/downloads/pdf-Ordner/MuE/Richtlinie_Haemotherapie_E_A_2019_Aenderungsversion.pdf

Helmut S
Bayern14.09.2021, 09:03 Uhr

Wie Elke schon schrieb ist das Problem, dass das Untersuchungsinstrument nicht steril ist.

Die verwendeten Sonden sind keine "Einweggeräte", sondern werden nach Gebrauch gereinigt und desinfiziert.

Es gibt jedoch keine absolute Garantie, dass die Desinfektion 100% funktioniert, so dass es theoretisch möglich ist, dass gefährliche Krankheitserreger (HIV, HCV) von zuvor untersuchten Patienten auf Dich übertragen werden.

Das Risiko ist allerdings extrem gering, und es ist wohl in der Praxis auch noch nie was passiert, so dass man aus Angst davor nicht auf die sinnvollen und wichtigen Vorsorge-Darm- bzw. Magenspiegelungen verzichten sollte. Die Gefahr, wegen einer aus Angst nicht gemachten Vorsorgeuntersuchung z.B. an Darmkrebs zu erkranken, ist viel größer als sich bei der Spiegelung mit irgendwas anzustecken.

Siehe auch
https://praxisklinik-marburg.de/risiken-der-darmspiegelung/

Folgender link ist aus dem Jahr 2002 -seitdem hat sich die Lage wohl erheblich verbessert:
https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-25448132.html

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Sebastian B
Baden-Württemberg14.09.2021, 08:30 Uhr

Das sind interne Vorgaben des DRK. Die sehr lange Zeit von vier Monaten kann ich allerdings medizinisch auch nicht nachvollziehen.

Bei einer Darmspiegelung kann es zu Verletzungen des Darms kommen. Dies gilt insbesondere dann, wenn chirurgische Maßnahmen wie eine Polypenentfernung vorgenommen werden. Und der Darm ist wohl der bakterienreichste Ort im menschlichen Körper überhaupt.

Sollte es bei einer Darmspiegelung zum Eindringen von Erregern aus dem Darm in das Blutsystem kommen, was übrigens extremst selten ist, dann sind die Auswirkungen innerhalb weniger Stunden zu spüren. Unbehandelt fürchte dies sogar innerhalb weniger Tage dann du zum Tod durch Sepsis.

Aber wie gesagt, solche extremst seltenen Komplikationen merkt man umgehend nach einer Darmspiegelung. Das sind keine Dinge die erst nach Wochen oder gar Monaten auftreten. Es ist deshalb medizinisch selbstverständlich angeraten, eine gewisse Zeit nach einer Darmspiegelung mit der Blutspende zu warten, nämlich so lange, bis sichergestellt ist dass es zu keiner unerwünschten Eintragung von Krankheitserregern in das Blutsystem gekommen ist.

Vier Monate sind dafür selbstverständlich nicht nötig. Warum das DRK nun ausgerechnet eine solche lange Zeit vorsieht, kann ich auch nicht beantworten. Mich würde aber hier der Gedankengang des DRK ebenso sehr interessieren.

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Werner Z
Bayern14.09.2021, 08:11 Uhr

Auch in Bayern 4 Monate!
Habe die Wartezeit gerade hinter mir.

Elke F
Rheinland-Pfalz14.09.2021, 07:45 Uhr

Die Wartezeit beträgt 4 Monate (zumind beim BSD West). Man muss da auf Sicherheit setzen - denn das Untersuchungsgerät kann nur Desinfiziert werden (nicht sterilisiert).

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