Hallo zusammen,
Ich möchte mein Unverständnis der Termin Reservierung gegenüber mal äußern.
Heute habe ich etwas erlebt das meiner Meinung nach gar nicht geht : Beim spenden wurde ein junges Pärchen abgewiesen, beide Erstspender. Grund: sie hatten keinen Termin und die Leute mit Termin müssten dann länger warten.
Frage: was haben wir vor Corona ohne Terminreservierung gemacht? Dann dauerte es mal eine halbe Stunde länger, aber wir hatten Geduld denn wir sind ja schließlich da um zu helfen. Helfen blieb den beiden blutjungen Menschen heute verwehrt. Ob die wiederkommen bzw. beim nächsten mal einen Termin machen ? Liebes DRK...... Chance verpasst! Dieses Blut kann kein Leben mehr retten. Ich frage mich wieviele Termine an einem Nachmittag vergeben werden und wieviele davon nicht kommen. Und wieviele Leute man weg schickt weil sie keinen Termin gemacht haben. Und daraus resultiert für mich der Schluss dass man ohne Spontan Spenden keine Zusatzspenden bekommen kann.
Denkt mal darüber nach
Vg Anja
Nordrhein-Westfalen
... Und es soll Menschen geben, die online keine Termine buchen möchten oder können 😉
Ps. Nicht alles war früher schlechter...
Bayern
Das hat meines Erachtens nicht wirklich etwas mit der Terminreservierung zu tun. Der etwas fragwürdige Umgang mit Spendewilligen hat schon fast Tradition.
Vor ein paar Jahren hatte sich das Nachbars-Pärchen zur Spende durchgerungen. Nach etwa 90 Minuten Wartezeit wurden sie beide abgewiesen. Von ihm als gebürtigem Sizilianer hätte man ein Attest vom Hausarzt verlangt, dass er keine Sichelzell-Anämie hat. Und ihr hat die Ärztin an den Kopf geworfen, dass sie ihr Gewicht falsch angegeben hätte und sie ihr nicht glaubt, dass sie über 50 kg wiegt. Eine Waage war wohl nicht vorhanden oder zu schwierig herauszuholen. Unnötig zu erwähnen, dass die beiden nicht wiederkamen.
Es passt halt nicht wirklich zusammen, auf der einen Seite ständig Pressemeldungen über Blutmangel zu schalten und auf der anderen Seite Spender wie Bittsteller zu behandeln. Irgendwann wird das unglaubwürdig.
Sachsen-Anhalt
Traurig
Baden-Württemberg
Erstspender kann einfach ohne Spendernummer einen termin über die Internetoberfläche eintragen.
ist sogar sinnvoll: der Spoendeveranstalter ist dann darüber informiert und kann den Durchlauf dafür planen (es betseht meist höherer Beratungsbedarf)
Bayern
Hallo, ich frage mich wo ein Erstspender einen Termin reservieren kann. Er ist ja noch gar nicht im System, der App, registriert.
Könnte ich über meine Anmeldung einen zweiten, oder auch dritten Termin reservieren?
Baden-Württemberg
Hallo Anja, ich bin da völlig deiner Meinung.
Erstspender wegschicken geht gar nicht!
Ich weiß nicht, was mit den Leuten heutzutage los ist. Da schickt man 2 (!) spendewillige - wahrscheinlich junge Leute weg, damit man die, die brav ihre Terminreservierung vorgenommen haben, nicht verärgert. Es könnte ja schließlich 5 bis 10 Minuten länger dauern...
Vielleicht hat man mal daran gedacht, dass Erstspender sehr wahrscheinlich noch nicht über diese schlaue App verfügen, in der sie den Termin reservieren können bzw. müssen. Wahrscheinlich haben sie einfach der Werbung geglaubt, dass dringend Blut gebraucht wird und sind dann einfach ganz "frech" und spontan bei einem Blutspendetermin erschienen!
Bleibt zu hoffen, dass sie sich durch diese Aktion nicht entmutigen ließen und wieder kommen werden, zumal ja bekannt ist, dass junge Spender rar gesät sind!
Sachsen
Terminreservierungen haben zwei Seiten, wie eine Münze.
Zum einen erleichtern sie die Planung bezüglich Personal, Equipment und nicht zuletzt, Verpflegung, Imbiss, Lunchtüte, Fressbeutel oder wie immer es genannt werden mag bzw. in welcher Fülle es dargereicht wird. Ein weiterer positiver Aspekt ist die Entzerrung.
Da gab es "früher" regelrechte Stoßzeiten (z.B. so 16 bis 17 Uhr), wenn viele nach Arbeitsschluß boch schnell spenden wollten. Dafür war es zum Start des Spendentermins eher überschaubar leer.
So gesehen finde ich die Terminreservierung nicht schlecht.
Allerdings bin ich kein wahrer Freund der Reservierung.
Wenn ich mein "Stammspendelokal" hernehme. Da waren vor Corona und demzufolge vor der "Erfindung" der Terminreservierungen immer um die 100 bis 120 Spender auf einem Termin.
Da ich "Feierabendspender" bin also immer recht spät zur Spende komme habe ich mich dazu immer mit dem zuständigen "Chef" vom örtlichen DRK ausgetauscht.
Das ganze bei fünf Stunden (14 bis 19 Uhr).
Jetzt mit Terminreservierung dürfen pro Viertelstunde vier Termine reserviert werden. Also 16 pro Stunde, was dann bei fünf Stunden Spendentermin 80 Spender sind.
10 % kommen nicht oder sagen kurzfristig ab, dafür kommen in gleicher Höhe "unangemeldete" Spender.
Unterm Strich sind das 20 bis 40 Spenden weniger als vor der Terminreservierung.
Die Gradwanderung zwischen Entzerrung, was ja auch positiv für die Arbeitsbedingungen der Leute vom Transfuisionsdienst ist, und Anzahl der Spender ist natürlich schwierig und wird sicher noch etwas Zeit in Anspruch nehmen bis sich das alles soweit eingepegelt hat, das man von einem gut funktionierenden System sprechen kann.
Aber um auf das Ausgangsproblem zurückzukommen:
Potentielle Erstspender einfach weg zu schicken ist natürlich der völlig falsche Weg!
Baden-Württemberg
Ich erlebe es schon lange so, dass direkt am Eingang gefragt wird, ob man einen Termin hat. Hat jemand keinen Termin oder ist zu früh da und es sind noch Leute vor ihm, dann wird er gebeten kurz zu warten, bis die Leute vor ihm erfasst sind. Dann kommt er dran.
Ich habe bisher noch niemanden erlebt, der damit ein Problem hatte. Weil dies ist auch die korrekte, richtige und logische Vorgehensweise. Damit wird niemand abgewiesen und gleichzeitig müssen Spender mit Termin nicht unnötig lange warten.
Eine komplette Abweisung geht in meinen Augen gar nicht. Es mag Sondersituationen in absoluten Ausnahmen geben, die dies rechtfertigen. Ob eine solche hier vorlag, kann ich natürlich nicht beurteilen, ich habe jedoch leichte Zweifel.