Ich verstehe nicht warum die Menschheit so unzufrieden ist und die ganze Zeit sich nur beschwert. Ich gehe Blutspenden weil ich Menschen helfen will, ohne Erwartung! Einfach so. Ich freue mich natürlich auf einen Kaffee und ein Paar Wiener, mehr brauche ich nicht. Ich wünsche mir mehr Dankbarkeit auf der Welt und weniger Gier.
Baden-Württemberg
Wunderbarer Beitrag, Andrea-Esther!!
👏👏🩸👏👏🩸👏👏
Bayern
Ja, "wie ich schrubte" ;-)
ich hab generell den Eindruck, dass Ehrenamt und Hilfsbereitschaft nicht mehr so anerkannt wird.
Zum Beispiel arbeite ich ehrenamtlich in einem Alten-Pflegeheim (einige wenige Jahre war ich auch als Minijobberin dort angestellt, wg. Corona - da durften Ehrenamtliche das Haus nicht betreten, Angestellte aber wohl).
Als ich dort anfing vor rund 15 Jahren, wurden die Ehrenamtlichen regelmäßig alle zwei Monate zu einem üppigen Frühstück eingeladen. Anschließend gab es kleine Fortbildungen z. B. zum Umgang mit Rollstühlen, zum Umgang mit Blinden oder mit Gehörlosen, wie man demenziell Erkrankten begegnet oder wie man auf "herausforderndes Verhalten" reagiert. Alle, die zum jährlichen Adventsbasar in irgendeiner Form beigetragen haben (Sachen gestrickt, Kuchen gebacken, verkauft, ...) wurden zu einer netten Kaffeerunde mit frisch selbst gebackenem Kuchen, Bratäpfeln etc. eingeladen. Dabei gab es dann noch Ehrungen für diejenigen, die schon länger dabei waren, mit selbst gestalteten Urkunden und kleinen Präsenten. Und einmal im Jahr kam eine Einladung zu einem mehrgängigen Menü in ein gutbürgerliches Restaurant im Ort. Das alles wurde vom Heimträger finanziert.
Dann kam ein Trägerwechsel, dann Corona, und seitdem gibt es relativ wenig. Grußkarten zu Ostern und Weihnachten, ein Kalender mit von Bewohnern gemalten Bildern und großem Firmenlogo, Postkarten ebenfalls mit von Bewohnern gemalten Bildern - also im Grunde "Werbematerialien" wie man sie auch von der Bank am Weltspartag bekommen kann.
Früher war einfach mehr Lametta - überall, nicht nur am Weihnachtsbaum.
Bayern
@Claudia S:
Zumindest werden aus dem Verkauf der Blutprodukte die Gehälter der Vorstände finanziert. Es landet also schon in irgendeiner Form in Taschen.
Die Gehälter mögen für solche Führungspositionen angemessen sein, aber vielleicht sollte darüber nachgedacht werden, ob die Kosten für fünf separat arbeitende Blutspendedienste mit eigenen Führungsebenen nicht besser bei der personellen Ausstattung der Entnahmeteams, der Freiwilligenarbeit und der Betreuung der Spender aufgehoben wären. Wird aber nicht passieren, weil sonst jemand beschließen müsste, dass die eigene Stelle unnötig ist.
Eine andere Möglichkeit wäre, statt in mehr oder weniger gute Werbekampagnen in die Bedingungen vor Ort zu investieren, damit würden wohl mehr Anreize zu spenden geschaffen. Auch Werbetexter werden bezahlt und haben Taschen.
Thüringen
@ Marc R
Berlin –
Zitat: "Diesen Gewinn als Anreiz für mehr Spenden zu benutzen wäre sinnvoller, als es in die Taschen der Unternehmen wandern zu lassen."
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Welcher Unternehmen?
Das DRK arbeitet kostendeckend und darf sich als gemeinnütziger Verein gar nicht an den Blutspenden bereichern. Mitarbeiter, Labore, etc. kosten nun mal was und müssen irgendwie finanziert werden. Wird vom DRK doch mal Gewinn erwirtschaftet, muss dieser satzungsgemäß reinvestiert werden. Das Gerücht, dass sich irgendwer Geld "in die Taschen steckt", hält sich leider hartnäckig, stimmt aber so nicht. Und was Unternehmen damit zu tun haben sollen, ist mir auch nicht klar.
Berlin
Es ist schön zu helfen, aber leider ist es ein Geschäft und daran wird gut verdient. Diesen Gewinn als Anreiz für mehr Spenden zu benutzen wäre sinnvoller, als es in die Taschen der Unternehmen wandern zu lassen.
Hessen
Das RK sollte doch mal ankündigen, dass es gar nichts mehr für die Spender gibt. Also keinen Imbiss nach der Spende z.B. Mal sehen, wieviel Spender dann noch kommen würden.
Hier in der Nähe gab es mal ein Glas Tomatensouce, sonst nichts. Diesen Ort meide ich mittlerweile.
Blutspendedienst des BRK
Hallo zusammen,
danke für diese angeregte Diskussion.
Ich habe Eure Anregungen weitergeleitet.
Bitte seid weiterhin nett und höflich zueinander ;-), dankeschön!!
Viele Grüße
Michaela vom BSD
Bayern
@Martin: Erbsenschleifer ;-)
Genitiv ins Wasser, weil's Dativ ist ... egal. In Neddersassen bruukt wi dat nich, wi verstaht uns ok so.