Hallo in die Runde!
Warum muss ich zur Blutspende meinen Personalausweis mitbringen?
Normalerweise sollte es doch genügen wenn ich in der App den digitalen Spenderausweis vorzeige ?
Der Blutspendeausweis – egal, ob digital oder in Kärtchenform – ist kein amtliches Lichtbilddokument und deshalb nicht zur zweifelsfreien Identifikation des Spenders geeignet. Weil:
• Er hat keine ausreichenden Sicherheitsmerkmale. Im Gegensatz zum Personalausweis, der über einige Merkmale, die Manipulationen oder Fälschungen erkennbar machen, verfügt.
• Es gibt keine amtlich geprüfte Identitätskette. Der Blutspendeausweis beweist also nicht, dass die Person, die ihn vorlegt, dessen rechtmäßiger Inhaber ist.
• Manche Blutspendeausweise verfügen noch nicht einmal über ein Foto. Auf anderen ist zwar ein Foto vorhanden, das aber nicht hinreichend verlässlich ist.
Und ja, ich finde es auch schade, dass man sich mit dem Spendeausweis nicht rechtssicher ausweisen kann. Dadurch wird er zum reinen "nice to have", mehr nicht. Ist aber nun mal so.
Hm. Das Transfusionsgesetz schreibt vor, dass ein gültiger Personalausweis oder ersatzweise ein gültiger Reisepass plus Meldebescheinigung vorgelegt werden muss.
Du musst eh einen Personalausweis besitzen, also kannst du ihn auch mitführen. Der digitale Spenderausweis in der App ist kein amtliches Lichtbilddokument und reicht nicht aus.
Hallo Rainer,
niemand weiß, was in einem Menschen vorgeht - im Kopf ohnehin, aber auch in seinem Blut. Deshalb wird es nach der Spende getestet. Gesetzt den Fall, dass sich dabei herausstellt, dass der Spender mit irgendetwas infiziert ist: gut, das Blut kann vernichtet werden, aber der Spender muss eindeutig identifiziert und über seine Meldeadresse erreicht werden können; notfalls binnen Stunden.
Ärzte und anderes medizinisches Personal bei der Blutspende sind verpflichtet, sich ausnahmslos daran zu halten, wenn jemand zur Spende kommt. Jede Spende muss bis zum Spender bzw bis zur Spenderin rückverfolgbar sein.
Auch dies ist ein Baustein, um Blutspenden in Deutschland für Empfänger und Spender so sicher wie möglich zu machen.
Thüringen
Der Blutspendeausweis – egal, ob digital oder in Kärtchenform – ist kein amtliches Lichtbilddokument und deshalb nicht zur zweifelsfreien Identifikation des Spenders geeignet. Weil:
• Er hat keine ausreichenden Sicherheitsmerkmale. Im Gegensatz zum Personalausweis, der über einige Merkmale, die Manipulationen oder Fälschungen erkennbar machen, verfügt.
• Es gibt keine amtlich geprüfte Identitätskette. Der Blutspendeausweis beweist also nicht, dass die Person, die ihn vorlegt, dessen rechtmäßiger Inhaber ist.
• Manche Blutspendeausweise verfügen noch nicht einmal über ein Foto. Auf anderen ist zwar ein Foto vorhanden, das aber nicht hinreichend verlässlich ist.
Und ja, ich finde es auch schade, dass man sich mit dem Spendeausweis nicht rechtssicher ausweisen kann. Dadurch wird er zum reinen "nice to have", mehr nicht. Ist aber nun mal so.
Bayern
Hm. Das Transfusionsgesetz schreibt vor, dass ein gültiger Personalausweis oder ersatzweise ein gültiger Reisepass plus Meldebescheinigung vorgelegt werden muss.
Du musst eh einen Personalausweis besitzen, also kannst du ihn auch mitführen. Der digitale Spenderausweis in der App ist kein amtliches Lichtbilddokument und reicht nicht aus.
Sachsen
Das Teil ist ja auch sagenhaft schwer, da ist schon verständlich, daß jemand diese Frage stellt.
Man soll ja nach der Bluspende keine körperlich anstrengenden Tätigkeiten ausführen.
Bleibt die Frage wie dann der Ausweis wieder nach Hause kommt?
Baden-Württemberg
Hallo Rainer,
niemand weiß, was in einem Menschen vorgeht - im Kopf ohnehin, aber auch in seinem Blut. Deshalb wird es nach der Spende getestet. Gesetzt den Fall, dass sich dabei herausstellt, dass der Spender mit irgendetwas infiziert ist: gut, das Blut kann vernichtet werden, aber der Spender muss eindeutig identifiziert und über seine Meldeadresse erreicht werden können; notfalls binnen Stunden.
Da hilft die App nicht weiter (etliche Spender haben keine App, nur einen anderen Ausweis, auf dem die Meldeadresse auch nicht steht). Genau dafür wird der Personalausweis oder ein Reisepass benötigt, ein sog. "gültiges amtliches Personaldokument mit Lichtbild". Das schreibt die "Richtlinie Hämotherapie" von 2023 auf der Grundlage des Transfusionsgesetzes zwingend vor.
Nachzulesen hier im Abschnitt 2.2.4, Seite 19 und 20:
(Achtung: Externer Link) https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/BAEK/Themen/Medizin_und_Ethik/Richtlinie-Haemotherapie-2023_neu2.pdf
Ärzte und anderes medizinisches Personal bei der Blutspende sind verpflichtet, sich ausnahmslos daran zu halten, wenn jemand zur Spende kommt. Jede Spende muss bis zum Spender bzw bis zur Spenderin rückverfolgbar sein.
Auch dies ist ein Baustein, um Blutspenden in Deutschland für Empfänger und Spender so sicher wie möglich zu machen.
Baden-Württemberg
Weil es Vorschriften in diesem Land gibt? Zum Beispiel das Transfusionsgesetz in dem es verankert ist?
Gegenfrage: Warum brauche ich einen Führerschein, reicht es nicht, wenn ich weiss wie man den Motor startet?