Hallo zusammen,
Hat jemand Erfahrung mit psychisch bedingten Kreislaufproblemen bei der Blutspende? Mir ist bisher bei 2 von 2 Blutspenden nach kurzer Zeit während der Blutspende so schwindelig und schwarz vor Augen geworden, dass die Spende abgebrochen werden musste. Das erste Mal war es dann nicht genug Blut zum Spenden, beim zweiten Mal hat es geradeso gereicht. Mir wurde beide Male gesagt, dass es nicht an der Menge des Blutes liegen kann und dass das ein "Kopfding" war. Letztes Mal meinte die Ärztin, ich soll es frühestens in 10 Jahren nochmal probieren (ich bin 18), was mich sehr frustriert hat, weil ich immernoch davon überzeugt bin, dass ich mit genügend Ablenkung nächstes Mal meinen Kreislauf bestimmt unter Kontrolle halten kann. Vielleicht ist das auch naiv, ich weiß es nicht. Hat jemand Tipps oder hat Ähnliches erlebt?
Niedersachsen
Mir ging das genauso. Und erst bei der letzten Spende war mir auch wieder schwindelig. Sie war fertig und in dem Moment wo die Nadel gezogen wurde war die Erleichterung offenbar so groß, dass mir gleich schwindelig wurde 😅
Aber bei mir gabs auf jeden Fall eine Gewöhnung, es wurde von Mal zu Mal besser und ich hab auch rausgefunden, was an den vielen Tips mir gut hilft (zb ist es bei mir auf jeden Fall vorher noch etwas essen. Nicht bis zum Fresskoma, aber auf jeden Fall mehr als nur mein Müslifrühstück).
Also wenn du spenden willst, ich würds weiter versuchen.
Sachsen
Hallo Valerie, check mal Deinen Blutdruck. Eventuell liegt das daran. Am Besten mit eigenem Gerät mal eine Messserie über mehrere Tage bei verschiedenen Zuständen (Ruhe, normale Arbeit, Stress). Blutspende ist Stress. Wenn der bei Stress hochgeht, mal mit der Ärztin reden. Wetter spielt auch eine Rolle. Bei Temperaturen >30°C sind bei uns mal mehrere Spender "zusammengeklappt". Ist paar Jahre her, war aber auffällig.
VG
Eckart
Thüringen
Hallo Valerie,
nein, das ist nicht naiv. Ich finde Deiner Einstellung gut. ;-)
Kreislaufstörungen hatte ich auch schon. Erst wie bei Dir bei meiner 1. und 2. Vollblutspende, dann noch bei meiner 1. Plasmaspende und irgendwann bei zwei späteren Plasmaspenden auch wieder. Schwindel, starke Übelkeit, Kälte... zwar ohne Ohnmacht und Erbrechen, aber trotzdem heftig. Liegt vielleicht auch daran, dass ich Angst vor medizinischen Eingriffen habe. Körperlich habe ich mich vor der Spende normal gefühlt, getrunken habe ich auch genug. Bei mir ist es also vermutlich auch ein "Kopfding". Und das fiese ist: Je öfter man schlechte Erfahrungen sammelt, desto unwohler ist einem ja, wenn man es wieder versucht – das macht es auch nicht unbedingt einfacher.
Ich habe mich von meinen Problemen aber nicht entmutigen lassen und gehe trotzdem weiter hin. Das ist es mir wert. Und bei den ersten beiden Spenden irgendwelche Kreislaufstörungen zu haben, ist jetzt auch nicht so ungewöhnlich. Viele stecken es gut weg, manche müssen sich aber erst an die Prozedur gewöhnen.
Von daher finde ich die Aussage Deiner Ärztin, Du sollst es spätestens in 10 Jahren nochmal versuchen, etwas übertrieben. Gut ist, dass sie Dein Wohl im Blick hat und offenbar mehr an Deiner Gesundheit als an Deinem Blut interessiert ist. Aber man kann es auch mit der Vorsicht übertreiben und ich kann nachvollziehen, dass Dich das frustriert. Naiv bist Du nicht. Wie gesagt, man kann sich nach anfänglichen Schwierigkeiten daran gewöhnen.
Mein Tip: Wenn es Dir zuviel ist, lass es lieber. Wenn "es lassen" keine Option ist, weil Du merkst, dass Dir das Thema wichtig ist, dann versuche es weiter. Vielleicht hilft es Dir, wenn Du vorher Traubenzucker nimmst? Ich bekam das bei meinen Zwischenfällen, evtl. hilft es also auch präventiv. Ansonsten mit den Füßen wippen, nicht auf die Nadel und das Blut schauen, Dich unterhalten (außer, Dir ist Ruhe lieber)... Viel Erfolg! :-)
Schleswig-Holstein
Ganz oft hilft es, was bei meiner ersten Spende gesagt wurde: schaue nicht unbedingt auf den Vorgang der Spende
Schau einfach weg.
Das hilft tatsächlich auch schon.
Ich lege mich immer hin, lege den linken Arm hin und schaue dann an die Decke oder Wände oder unterhalte mich mit jemanden. Ob ich es tatsächlich immer noch machen muss, weiß ich nicht. Glaub ich ehrlich gesagt auch nicht. Aber ich hab es nach all den Jahren immer so beibehalten.
Bayern
Nein!
Rheinland-Pfalz
Vielleicht wäre es eine Hilfe für dich, wenn du eine vertraute Person/ FreundIn mitnimmst. Dann könnt ihr euch über irgendwas unterhalten, dass evtl gar nichts mit der Spende zu tun hat, zur Ablenkung.
Bayern
"Ganz viel" trinken kann ich nicht empfehlen - ausreichend, ja, aber man kann es auch übertreiben. Man kann nicht pauschal "drei Liter" sagen, denn es kommt auf diverse Umstände an: wie groß und schwer ist die Person, wie ist das Wetter am Spendetag, schwitzt man eher viel oder gar nicht, ... man sollte grundsätzlich jeden Tag ausreichend trinken und nicht nur am Spendetag oder evtl. noch am Tag davor. Einfach mal nach dem Toilettengang einen Blick nach hinten/unten werfen. Ist der Urin blassgelb, ist alles im grünen Bereich.
Baden-Württemberg
Dann merkst Du ja auch das Dein Körper sich an das spenden gewöhnt sonst wäre "gleichschnell" Schluß gewesen. Wie genannt wurde gut vorbereiten und evtl. sich ablenken.
Ich schaue zum Beispiel generell nicht zu wenn der Beutel angeschlossen wird . Nicht weil ich kein Blut sehen kann, sondern um ein "wegziehen" zu vermeiden.
Vielleicht könnte da auch (habe aber garkeine Erfahrung damit) Hypnose helfen das Unterbewusstsein zu beeinflussen. Du willst es ja, deswegen kann es eigentlich nur das Unterbewustsein sein wenn es sonst keine Körperlche Probleme gibt.