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Günther G

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Günther G

Bayern
14.08.2026, 17:04 Uhr

Mein Spendenverlauf und -erfahrungen: 1973 habe ich mit 25 Jahren das 1. x gespendet. 1988 hatte ich dann die Ehrung für das 50. Mal. Im Laufe der Jahre habe ich mich des Öfteren, vor allem über die örtlichen Helfer, geärgert. Ich halte sowie, uns Unterfranken für einen der unhöflichsten Volksstämme in ganz Deutschland. Dann hatte ich genug und ich habe in die Uni-Klinik gewechselt. Ich habe damals täglich Aspirin als Vorbeugung genommen, ¼ der Tablette von 500 mg. Der Arzt meinte, ich könnte trotzdem spenden, sollte die Einnahme jedoch jedes Mal im Aufnahmebogen vermerken. Die Äußerungen meiner anderen Ärzte bzgl. vorbeugender Einnahme gingen übrigens von „kann man vertreten“ bis „sie sind ja verrückt, wenn sie einen Unfall haben, können sie ja verbluten“. Nach einigen Jahren wechselte die Blutspendeabteilung innerhalb des Krankenhauses in einen anderen Bau.
Jetzt war der Arzt ein anderer. Der schickte mich beim 1. Mal wieder fort: „Mit Aspirineinnahme dürfen sie nicht spenden, er müsste jetzt eigentlich seinen Kollegen, der das zugelassen hat, seinem Chef melden“. Ich habe dann jeweils vor der Spende einige Wochen Pause gemacht und dann die Einnahme ganz aufgegeben.
Irgendwann haben die Fachärzte gemeint, Blutdruck mit 140/90 entspricht nicht mehr dem Stand der Wissenschaft, man sollte 120/80 haben und haben mir Blutdrucksenker verschrieben. Und dann hat der Arzt in der Uni-Klinik gemeint, mit diesem Medikament dürfte ich nicht mehr spenden. Das war 2006 und ich hatte insgesamt 118 x gespendet.
Ich dachte, das gilt dann überall und außerdem kommt dann ja irgendwann die Altersbeschränkung, also ist der Fall für mich erledigt.
Obwohl ich eigentlich fast alles, was ich in die Finger kriege, durchlese, habe ich erst Anfang 2025 erfahren, dass es schon seit einigen Jahren fürs Blutspenden keine Altersbeschränkung mehr gibt. Ich habe mir das dann sofort von der BRK-Blutspende-Hotline bestätigen lassen. Und die hat auch für das Blutdrucksenkemedikament kein Hindernis gesehen.
Nach 18 Jahren Pause und mit 76 Jahren habe ich dann wieder angefangen. Und dann beim 1. x habe ich gedacht, wenn dieser Stoffel von Arzt jedes Mal da ist, höre ich wieder auf. Aber es ist ja immer ein/e andere/r.
Ohne diese Miss(Mist)verständnisse könnte ich jetzt bei 200 statt 126 Spenden stehen. Deshalb fahre ich jetzt quer durch die Landkreise, um immer möglichst kurz nach den 56 Tagen die nächste Spende abzugeben und so einiges aufzuholen.

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Team Bayern
Blutspendedienst des BRK
17.08.2026, 09:16 Uhr

Hallo Günther,

danke für Deine tolle Geschichte und schön, dass Du den Weg wieder zu uns gefunden hast!
Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute und hoffentlich immer freundliches Personal bei Deinen Terminen!

Liebe Grüße
Michaela vom BSD


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Heldemar P
Baden-Württemberg
15.08.2026, 09:56 Uhr

Super Geschichte Günther, danke fürs teilen.
Toll dass du in deinem Erlebtem dich nicht unterkriegen lässt und jetzt mit deinem Alter immer noch zum Blutspenden gehst. Super 👍
deine Motivation ist ungebrochen. Klasse

ich Spende seit 1982 war dort 21 Jahre alt
inzwischen bin ich 65 und habe so manchen mit Blutspender in meinem Kreis informieren können dass es die Altersgrenze nicht mehr gibt.
so konnte ich ca 8 Blutspender wieder remotivieren, die die Altersgrenze überschritten haben.
ich tingle auch im ganzen Zollernalbkreis hin und her um meine 5-6 Blutspenden zeitnah ableisten zu können.
mit den Ärzten gibt es sotte und andere.
die verständnisvollen und freundlichen sind mir am Liebsten.
in der Regel gehe ich Positiv aus einer Blutspende heraus und dem Körper soll's ja gut tun und blutdrucksenkend wirken.
nehme auch Senker Medikamente
wo ich bisschen aufpassen muss ist der HB Wert ist manchmal bisschen knapp. aber hab's immer hinbekommen.
Dir weiterhin viel Motivation und bleib gesund 🩸 🩸 🩸


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Martin Raimund K
Bayern
14.08.2026, 20:14 Uhr

Ich habe schon mal in Veitshöchheim gewohnt. Also mir sind die Unterfranken jetzt nicht als besonders unhöflich vorgekommen Okay, für einen bayrischen Schwaben liegt die Latte da aber auch nicht so hoch.

Beim RK ist aber anscheinend so, dass man sich nicht mehr über die mangelnde Wertschätzung äußern darf. Im Gegenteil, derjenige, der es anspricht, wird angegangen. Das finde ich nicht in Ordnung. Es hilft bei uns aber leider auch nichts, einen anderen Ort zu wählen, weil es im Umkreis von 15 km Luftlinie überall gleich ist - mit Ausnahme von Burgau, aber da muss man von mir aus 20 km einfach fahren.

Was bei uns aber gut ist, sind die Ärzte. Da ist mir noch keiner durch Inkompetenz aufgefallen. Es war bisher auch noch nie jemand stofflig. Was ich mir manchmal wünschen würde, wäre, dass das Blutspenden einen Eventcharakter hätte.