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Rolf Hermann L

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Rolf Hermann L

Nordrhein-Westfalen
26.04.2018, 11:49 Uhr

Weißkittel-Syndrom
Fast immer werden beim Arztgespräch vor der Blutspende bei mir exorbitant hohe Blutdruckwerte gemessen - ggf. auch mal 190 zu 110 / Puls 130, was sich aber bei Mehrfachmessungen wieder auf zulässige Werte einpendelt .
Diese Hypertonie irritierte mich, da ich ganz im Gegensatz dazu als Schüler durch meine Hypotonie auffiel (bzw. auch mal umfiel, d.h. ohnmächtig wurde) und dementsprechend in der Pubertät zeitweilig vom Arzt mit Blutdruck-Stabilisatoren versorgt wurde.
Zuhause messe ich heute, mit 50 Jahren, oft ca. 110 zu 65; als Sportler liegt mein Puls gewöhnlich unter 60.
Aber bei den Blutspenden zögerten manche Ärzte, mich überhaupt spenden zu lassen, und mehrfach wurde ich aufgefordert, meinen "zu hohen Blutdruck" "ärztlich abklären" zu lassen.
Das Fatale: Das - bei mir eindeutig vorliegende - "Weißkittelsyndrom" würde auch bei so einer "ärztlichen Abklärung" zu erwarten sein. Schnell kann man dann als Hypotoniker zum Hypertoniker fehldiagnostiziert und dementsprechend "behandelt" werden. Der ohnehin schon niedrige Blutdruck würde dann noch weiter gedrückt, was im allergünstigsten Falle nur die Lebensqualität senkt.
Es wäre wünschenswert, wenn die Ärzte bei der Blutspende deutlicher auf das n.b. sehr verbreitete Problem des Weißkittelsyndroms hinweisen würden.

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Ulrich H
Hessen
08.05.2026, 09:32 Uhr

Hallo, mir geht es genauso. Vor zwei Tagen hatte ich bei der Blutspende zur ersten Messung 190/110, später dann 175/95.
Heute habe ich zu Hause mit zwei Geräten nachgemessen 143/88 mit Manschette und 125/76 am Handgelenk. Ständig bekomme ich Briefe an den Hausarzt mit, mir wird nicht geglaubt, daß mein Blutdruck sonst ok ist :-(.


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Peter H
Rheinland-Pfalz
01.05.2018, 03:31 Uhr

Nach dem Ellenlangen Fragebogen einfach noch 10 Minuten sitzenbleiben. Blutdruck geht zurück. Ich habe auch das Problem.


Team West
26.04.2018, 16:34 Uhr

Hallo Rolf, das ist natürlich gar kein so unkompliziertes Problem: Zuhause ist dein Puls völlig in Ordnung, doch bei der Messung durch den Arzt vor der Blutspende springt er dann in die Höhe. Wir weisen unsere Ärzte gerne darauf hin, dass sie für das Thema sensibilisiert sind - die Problematik, die sich daraus für die Ärzte ergibt, bleibt aber: Als verantwortlicher Mediziner vor Ort muss er/sie dafür sorgen, dass dir als Spender nichts passiert. Deshalb wird vor der Spende auch dein Blutdruck gemessen. Wenn dann das "Weißkittel-Syndrom" zuschlägt und dein Blutdruck sich verändert und in diesem Moment indiziert, dass du nicht spenden solltest, kann er/sie das nicht einfach ignorieren. Selbst, wenn du ihn darauf hinweist, darf er das Messergebnis nicht einfach missachten und dich trotzdem zur Spende zulassen, denn falls etwas bei der Spende passieren sollte, ist das seine Verantwortlichkeit. Der momentan beste Ratschlag, den wir dir dazu geben können, ist dich zu entspannen und offen und ehrlich mit dem Arzt darüber zu sprechen. Auch wenn es an dem Prozedere nichts ändert, kann es helfen es anzusprechen, wenn du bereits Erfahrungen mit dem "Weißkittel-Syndrom" gemacht hast.