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Horst-Dieter S Baden-Württemberg

165Vollblut
BISHER GESPENDET
02.04.2019, 10:48 Uhr

Wer kann meine Neugier stillen?

In allen Diskussionen über die Bereitschaft zur Organspende wird immer wieder beklagt, dass die Anzahl der Organspender viel zu gering ist.

Was mich interessiert ist:

"Nach welchen Daten wird die Anzahl der Organspender festgestellt"?

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Manuel P
Bayern
13.10.2020, 23:42 Uhr

Hey Sascha ohne dich jetzt persönlich angreifen zu wollen finde ich dass alles nach dem Tod entschieden werden sollte, der falsche Weg wäre. Weil es ist dein Körper dein späterer Leichnam das solltest du entscheiden. Alleine schon um den Angehörigen die schwere Entscheidung nach deinem Tod abzunehmen. Ebenso wäre es falsch vom Staat jetzt alle zum " Pflichtspender zu machen die zu faul sind um zu wiedersprechen." Weil da geht das Recht auf körperliche Unversehrtheit über den Tod hinaus. Und wer will schon eine " Zwangsentnahme in den Körper verbauen lassen"? Auch wenn der Organhandel ja mehr oder weniger durch die Not an verfügbaren Organen, wegen der geringen Zahl an Organspendern entstand. Da machen sich halt eben manche die Not der Angehörigen zu ihrem Geschäft und verkaufen ihnen das gewünschte Organ um lange Wartezeiten auf ein Spenderorgan zu verhindern. Eigentlich müssten so gut wie alle auf freiwilliger Basis Organspender werden damit wir den Markt an Organen überschwemmen (natürlich unter staatlicher Aufsicht). Da wäre das DRK auch ein guter Partner für die Organspenden oder andere Organisationen. Im Grunde sollte jeder eine zweite Chance bekommen solange sie medizinisch und moralisch noch mit gutem Gewissen machbar ist. Ich bin kein Allgemeiner Gegner der Organspende aber ich persönlich würde außer meine Hornhaut am Auge nichts an mir austauschen lassen wollen. Viele Grüße Manuel.

Frank S
Hessen
03.04.2019, 21:36 Uhr

Hochrechnung auf Basis von Stichproben ergibt die Zahlen für Besitzer von Spendeausweisen mit Spendewilligkeit, den es gibt keine Erfassung dafür. Man kann in den Ausweisen auch der Szene widersprechen und auch das ist sinnvoll, weil es Angehörigen, Pflegern und Ärzten ganz einfach den Umgang mit dem Thema erleichtert - ein Organspendeausweis ist daher immer sinnvoll.

Zu wenige Spender ist auch ein Hinweis auf die sehr hohen Hürden die genommen werden müssen bevor Organe zum sieben entnommen werden dürfen, außerdem sind schon nur wenige Verdorbene überhaupt geeignet, denn die müssen hirntot sein, dürfen aber nicht organisch tot sein, es gibt enge Zeitfenster etc..

Ich bin da Überzeugungstäter und habe viele Organspendeausweis (Geldbörse, Fahrradsatteltaschen, Handschuhfach, Motorrad-Staufach, ...) - sind natürlich alle gleichlautend (Uneingeschränkt spendebereit) ausgefüllt.

Das Widerspruchsmodell, also Opt-Out, finde ich trotzdem nicht gut. Meine Organe sind mir und darüber haben nicht irgendwie Leute Bundestag in Berlin zu entscheiden. Opt-In just nach meinem Empfinden darum die einzige mögliche Lösung, das sollte man halt stärker bewerben oder anderweitig attraktiv machen. Denkbar wäre es auch so etwas als Angabe auf der Krankenkassenkarte oder so zu führen, wobei man das natürlich datenschutzrechtlich bewerten müsste.

Es ist sinnvoll einen aktuellen Organspendeausweis zu haben, aber im Grunde kann man auch einen 40 Jahre alten Zettel Papier nehmen, den es gibt keine formalen Anforderungen daran - ist halt die Frage ob das dann gefunden wird und danach auch verfahren. Die Ausweise gibt es auch bei gleichen Layout in anderen Sprachen ich füge darum im Urlaub gerne auch noch Exemplare in der jeweiligen Landessprache und Englisch mit mir. Ob man das in Spanien irgendwie umsetzen würde, ist mir allerdings nicht bekannt.

https://www.organspende-info.de/organspendeausweis/bestellen

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Sascha T
Hessen
03.04.2019, 10:54 Uhr

Mir fällt kein Grund ein, warum man potentielle Organspender registrieren sollte. Wenn jemand hirntot ist hat man meistens genug Zeit um die Formalitäten zu klären uns solange man nicht hirntot ist, ist man für alle Beteiligten sowieso ganz uninteressant.
Mit dem Schritt der Registrierung vergrault man im Zweifel eher Leute.

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Horst-Dieter S
Baden-Württemberg
03.04.2019, 10:27 Uhr

Hier weitere Infos dazu.

http://www.deutsche-lebenswacht.de/organ.html:

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Horst-Dieter S
Baden-Württemberg
03.04.2019, 10:22 Uhr

"vermutlich nur durch Umfragen ermitteln."

ist meiner Meinung nach nicht erforderlich wenn sich man den richtigen Spendeausweis besorgt.

Ich zum Beispiel habe einen Ausweis seit Anfang der 70ziger Jahre mit eingeschweißtem Passsbild und Registrierung bei der damaligen Zentrale "Deutsche Lebenswacht e. V. in Frankfurt"

Ob es diesen heute noch gibt weiß ich nicht aber eine exakte Feststellung der Spendewilligen wäre dadurch gegeben.

Der Versuch das Bild meines Ausweises hier einzustellen klappt einfach nicht.

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Jörg R
Baden-Württemberg
02.04.2019, 14:08 Uhr

Diese 769 Spender sind diejenigen, denen tatsächlich Organe entnommen wurden. Die, die sich bereit erklärt haben und noch lernen, sind ja so so gesehen nur Freiwillige, die dann zum Organspender werden, wenn sie entsprechend ein Organ abgegeben haben. Also die Mehrheit dieser 769 verstarb vermutlich im Jahr 2017.

Wieviele Leute tatsächlich eine Bereitwilligkeit in ihrem Organspendeausweis angekreuzt haben, ist unbekannt und lässt sich, wie Sascha bereits anmerkte, vermutlich nur durch Umfragen ermitteln.

Im Falle eines Hirntods werden die nächsten Angehörigen gefragt, ob ein Wille des Verstorbenen vorliegt in Form eines Ausweises oder in einer Patientenverfügung. Ist dies nicht der Fall, fällt die Entscheidungskompetenz auf die Angehörigen, die entscheiden, ob Organe entnommen werden dürfen.

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Horst-Dieter S
Baden-Württemberg
02.04.2019, 13:48 Uhr

Evtl. vereinfachte Frage:

Woher weis das BZgA wer sich bereit erklärt hat im Falle des Bedarfs Organe zu spenden?

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Sascha T
Hessen
02.04.2019, 13:42 Uhr

Ich verstehe die Frage nicht ganz.
Jede Spende wird als Operation eingetragen und von Eurotransplant registriert. Die geben diese Zahl dann einfach bekannt.

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Horst-Dieter S
Baden-Württemberg
02.04.2019, 13:27 Uhr

Laut Angabe von BZgA, "Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung" gab es in Deutschland (D) für das Jahr 2017 insgesamt 769 Organspender.
Siehe nachstehende Abbildung.

Frage die mich interessiert: Wie wurde diese Zahl ermittelt?
Anzahl der Organspenderinnen und Organspender in den Ländern von Eurotransplant im Jahr 2017 (ohne Lebendspende)
Ö B D U K L N S andere Länder Summe
Spender 206 348 769 151 132 9 244 39 44 1.942
Multiorgane 164 238 645 105 84 7 160 28 5 1.436
Niere 192 260 700 138 92 7 227 28 3 1.647
Herz 69 82 250 50 31 2 35 19 10 548
Lunge 76 129 255 42 14 3 66 15 28 628
Leber 157 285 653 91 121 9 161 34 8 1.519
Pankreas 20 31 70 6 5 – 32 3 – 167

Länder: Ö (Österreich), B (Belgien), D (Deutschland), U (Ungarn), K (Kroatien), L (Luxemburg), N (Niederlande), S (Slowenien)

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Sascha T
Hessen
02.04.2019, 11:43 Uhr

Zur Entnahme eines oder mehrerer Organe ist keine besondere Klinik erforderlich. Das kann in fast jedem Krankenhaus gemacht werden. Die Spezialisten reisen eigens dafür an.

Was Horst-Dieter vielleicht meint, ist woher man überhaupt weiß wie viele Leute Organspender sind, da das ja nirgendwo zentral festgehalten wird. Ich kann mir nur vorstellen dass diese Zahl über Umfragen ermittelt wird, von denen man hofft, dass sie repräsentativ sind.

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Jörg R
Baden-Württemberg
02.04.2019, 11:12 Uhr

Na ich denke, anhand der Leute, die gespendet haben, sprich deren Organe aktiv entnommen wurden? Vorrangig waren die Spender ja dann hirntot.

Was mich dann wiederum interessiert ist, ob überhaupt alle Leute, die ein Ja angekreuzt haben und hirnverstorben sind, zeitnah in eine Entnahmeklinik verbracht wurden?

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