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Tim W Rheinland-Pfalz

97Vollblut
BISHER GESPENDET
20.03.2021, 20:28 Uhr

Seit vielen Jahren spende ich gerne und bedingungslos Blut. Aber für Leben und Gesundheit anderer Menschen habe ich jetzt meine eigene Gesundheit in Gefahr gebracht. Ich habe mit 48 Jahren zunehmende Konzentrationsstörungen und immer krassere Vergesslichkeit bei mir bemerkt. Ganz nebenbei auch weitere typische Anzeichen von Eisenmangel. Also großes Blutbild und Arztgespräch. Ergebnis: Durch das (zu) regelmäßige Blutspenden habe ich akuten Eisenmangel. Das die Auswirkungen so heftig sind, waren mir trotz Aufklärung und Arztgespräche beim Blutspenden nicht bewußt (gemacht worden)!
Ich finde es nicht in Ordnung, das man von Seiten des Blutspendedienstes keine genauere Informationen oder auch Eisenprophylaxe bekommt. Oder den Hinweis, bei Eisenmangel lieber mal beim Blutspenden auszusetzen. Das sollte man dringend zur Pflicht machen. Es kommt ja nicht nur auf den Hämoglobinwert an. Auch wenn dann weniger Blutspenden zusammenkommen ist es doch nicht sinnvoll "Leben zu retten" und dafür sein eigenes zu riskieren.
Ich bin jedenfalls erstmal raus!
Liebe Grüße...Tim aus Weitefeld

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Maximilian Paul Maria Z
Bayern
09.06.2023, 20:35 Uhr

Vielen Dank Tim für deine Beiträge! Du sprichst mir aus dem Herzen. Ich fordere vom DRK eine Bestimmung des Ferritin Wertes bei regelmäßigen Spendern und eine ausführliche Aufklärung im Arztgespräch. Das fand bei mir zumindest noch nie statt. Ich habe leztes Jahr die maximale Spendenanzahl erreicht und habe mich immer schlechter gefühlt. Beim Laufen sind meine Laufzeiten aus dem Vorjahr in immer weitere Entfernung gerückt und es wurde immer anstrengender, was auch die Pulsuhr bestätigt. Im Dezember 22 ging es dann los mit langanhaltender Nasennebenhöhlenentündung, Pochen/Dröhnen im linken Ohr, Herzrasen, Kurzatmigket, Schlafstörungen, teilweise Benommenheit, alle 8 Wochen Lippenherpes und Gereiztheit/schlechte Laune. Man ist komplett fertig und weiß erstmal nicht warum. Der HNO Arzt verschreibt alle 4 Wochen ein anderes Kortisonnasenspray und bleibt somit wie der Schuster bei seinen schmalen Leisten.
Seit April 23 geht es langsam etwas besser. Nach einer Eigenrecherche bin ich dann vor zwei Wochen sehr schnell auf Eisenmangel gekommen. Seit einer Woche nehme ich jetzt 40mg Eisen in Form von Tabletten mit Vitamin C auf leeren Magen am Morgen. Und schon nach einer Woche geht es mir deutlich besser!

Bevor ich Ende 2021 nach jahrelanger Spendepause wieder mit dem Spenden begonnen habe, lag mein monatliches Laufpensum bei etwa 300 km im Monat. Sprich ich hatte immer schon einen erhöhten Eisenbedarf. Und obwohl ich nur alle 1-2 Wochen Fleisch und 1x im Monat Fisch esse, hatte ich noch nie einen Eisenmangel.

So verliert der DRK sicherlich viele Spender, die sich nach ein paar Spenden schlecht fühlen und nicht wissen woran das liegt. Sie machen dann anschließend die Erfahrung, dass es ihnen nach längerer Zeit des Nicht-spendens wieder besser geht. Deshalb kommen viele Spender nicht wieder. Das könnte durch eine Bestimmung des Eisenspeicherwertes bei jeder Spende verhindert werden.

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Tim W
Rheinland-Pfalz
17.04.2021, 22:57 Uhr

Melissa S. - bezüglich deinem unverschämten Kommentar hier noch meine Stellungnahme:

Du meintest: "Pauschalisierte und unbelegte Behauptungen".

Aus dem Ärzteblatt:
"So ist Eisenmangel bei Blutspendern denn leider auch an der Tagesordnung, was inzwischen auch wissenschaftlich bewiesen und im Lancet veröffentlicht wurde: Bei Männern lag bei den in Deutschland üblichen Blutspendeintervallen von 8 Wochen der Ferritinwert bei 25,7 µg/l. Bei den Frauen betrug der der Wert 21,9 µg/l (1). Mit anderen Worten: Der latente Eisenmangel bei Blutspendern ist der Normalfall."

Du meintest: "Eisenmangel ist definitiv nicht lebensgefährlich."

Aus dem Eisen-Fachportal für Ärzte und Mediziner:

"Bei einer Anämie kann im Körper nicht ausreichend Sauerstoff transportiert werden. Eine Unterversorgung der Organe mit Sauerstoff führt dazu, dass das Herz schneller schlägt und die Atmung beschleunigt wird.

Mit diesen Mechanismen versucht der Köper den Sauerstoffmangel auszugleichen. Vor allem bei körperlicher Anstrengung können diese Kompensationsmechanismen als Herzrasen und Luftnot empfunden werden. Dieser Zustand kann zwar vom Körper bis zu einem gewissen Grad überdauert werden, besteht die Anämie allerdings über einen längeren Zeitraum, kann sie zu einer Herzmuskelschwäche führen.

Eine lange andauernde, schwere Blutarmut kann dadurch sogar zum Tod führen."

Du sagst "Drama Baby".

"Internisten im Netz" meinen dazu:

"Zeichen für Eisenmangel
Blasse Haut und Schleimhaut
Kurzatmigkeit
Ermüdbarkeit
Schwindel
Kopfschmerzen
Leistungsabfall
Vergesslichkeit
Konzentrationsstörungen
Nervosität, innere Unruhe
Appetitlosigkeit
Magen-Darm-Beschwerden
Schwächeanfälle
Störungen der Wärmeregulation: Kältegefühl
Erhöhte Infektanfälligkeit
Hauttrockenheit
Brennende Zunge
Rissige Lippen
Schluckbeschwerden
Sodbrennen
Starker Haarausfall, stumpfes, gespaltenes Haar
Brüchige Nägel"

Bei mir treffen 14 Punkte zu. Andere Blutspender sind dankbar für solche Hinweise.

Du sagst: "Informieren, handeln und dann schwätzä".

Habe mich nach immer heftiger auftretenden Eisenmangelsymptomen meinen Hausarzt konsultiert und großes Blutbild machen lassen. Mein Ferritinwert ist unterirdisch. Die Zusammenhänge mit dem Blutspenden hat mir der Hausarzt erklärt und mir vorerst "Spendeverzicht" nahegelegt.

Wenn du also den Forumteilnehmern die Welt erklären willst, weil du eine Frau bist, die sich vegan ernährt und schon 60 Spenden gut vertragen hat, dann solltest du mal "Dunning-Kruger-Effekt" googeln.

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Tim W
Rheinland-Pfalz
17.04.2021, 07:41 Uhr

Hallo Melissa, danke für deine unverschämten Beleidigungen. Leider hilft das hier niemandem weiter. Da du ja offenbar ein Experte auf dem Gebiet Eisenmangel bist, kommentiere ich mit einem Bericht aus dem Uni-Med-Verlag zu deiner eigenen Experten-Weiterbildung:

Eisenmangel und Blutspender
Eisenmangel contra Blutspende?
Grundsätzlich gilt: Durch Blutspenden werden Menschenleben gerettet.
Vielleicht haben auch Sie sich deshalb entschlossen, für andere Menschen Blut zu spenden oder für sich selbst Blutreserven zurückzulegen. Dabei ist die Blutentnahme selbst ausgesprochen risikoarm; allerdings wird durch die Blutspende häufig ein Eisenmangel hervorgerufen. Doch dieses Problem kann gelöst werden.

Beim Blutspenden gehen große Mengen an Eisen verloren: etwa 250 mg Eisen pro Standardblutspende von 500 ml Blut. Für gesunde Gelegenheitsspender, die nicht zu den typischen Eisenmangel-Risikogruppen gehören, stellt dies normalerweise kein wesentliches Risiko für Eisenmangel dar. Allerdings haben die sog. ‚Dauerblutspender‘, bei denen die maximal mögliche jährliche Blutentnahmemenge von 3000 ml bei Männern und 2000 ml bei Frauen angestrebt werden, einen erheblichen Eisenverlust. Dieser kann - insbesondere bei Frauen mit normaler bis starker Menstruation - zu einer Verdopplung des täglichen Eisen-Bedarfs führen, der über die tägliche Nahrung kaum gedeckt werden kann.

Entsprechend sind Dauerblutspender in der Regel Personen mit einem latenten, sprich einem zwar vorhandenen, aber noch nicht erkennbaren Eisenmangel.

Blutspende verbunden mit Eisenmangel-Prophylaxe?
Um den Eisenstatus der Spender zu verbessern, wird deshalb immer wieder gefordert, die Blutspende mit einer verträglichen Eisenmangel-Prophylaxe zu verbinden.
Bislang noch ohne Erfolg - wahrscheinlich, weil man dann die Blutspender entsprechend zu Eisenmangelpatienten umdefinieren müsste. Dies ließe befürchten, dass ein Teil der so dringend benötigten Spender abgeschreckt werden würde.1

Ursachenabklärung auch bei wegen Eisenmangel gesperrten Blutspendern
Bei Blutspendern, die wegen einer Eisenmangel Anämie für weitere Blutspenden gesperrt werden, ist man geneigt, die Eisenverluste durch den offensichtlichen Blutverlust plausibel anzuerkennen. Häufig wird bei dieser Personengruppe von einer weiteren Ursachenabklärung abgesehen, so dass z.B. versteckte Blutungsquellen damit unentdeckt bleiben könnten.

Gerade deshalb sollten alle Blutspender regelmäßig ihren Eisenstatus überprüfen lassen und bei (durch den Arzt nachgewiesenem) Eisenmangel mit oralem Eisen therapiert werden. Dies gilt insbesondere für Risikogruppen, wie menstruierende Frauen, oder auch dann, wenn weitere plausible Gründe für die Entwicklung eines Eisenmangels vorliegen.1

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Melissa S
Baden-Württemberg
09.04.2021, 10:40 Uhr

Pauschalisierungen und unbelegte Behauptungen en masse... Garniert mit Drama Baby.
Also Eisenmangel ist ja nun definitiv nicht lebensgefährlich, kann im Übrigen mehrere Ursachen haben und für deine Gesundheit bist zuallererst immer noch du selber verantwortlich. Blutspenden ersetzt weder Vorsorge noch vernünftige Ernährung.
Ich bin eine Frau, "verliere" also sowieso monatlich Eisen, hab 60 Spenden hinter mir und ernähre mich seit vielen Jahren vegetarisch/vegan. Mein Eisenwert ist top und ich muss keine zusätzlichen Tabletten nehmen.
Informieren, handeln und dann schwätzä, nicht andersrum

24
Andreas S
Bayern
05.04.2021, 13:33 Uhr

Hallo, dass würde ich so nicht stehen lassen wollen. Es gibt viele Ursachen für einen Eisenmangel. Bei normaler Ernährung und keinem weiteren Eisenverlust füllt sich der Speicher von selber auf. Ich würde es nicht mit bei einem Gespräch und großem Blutbild belassen. Meiner Meinung nach muss man da noch weiter suchen, z.B. mit einer Kolo- und Gastroskopie. Auch würde ich die Konzentrationsprobleme neurologisch abklären lassen. Beste Grüße

94
Ingrid M
Bayern
22.03.2021, 20:40 Uhr

Der Hb-Wert ist nicht der aussagekräftigste Wert, für das gespeicherte Eisen muss man den Ferritin-Wert bestimmen lassen.

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Manuela M
Bayern
22.03.2021, 19:02 Uhr

Das verstehe ich jetzt nicht. Der Hb Wert wird doch jedes mal kontrolliert.....

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Dirk Werner K
Bayern
22.03.2021, 05:26 Uhr

Respekt! Einer der wenigen hilfreichen und ernstzunehmenden Beiträge hier. Auf die Thematik wurde m. E. bei einer Blutspende noch nicht hingewiesen. Bin gespannt wie sich hier der Blutspendedienst zu äußern wird.

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Gerd Z
Nordrhein-Westfalen
21.03.2021, 23:30 Uhr

Der Beitrag von Tim kann nur unterstüzt werden. Hier sollte ausführlich auf die Problematik durch das DRK hingewiesen werden. Im Übrigen hatte ich das gleiche Problem, habe die Spenden auf max. 4x im Jahr begrenzt und es ist wieder alles im grünen Bereich.

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Holger K
Baden-Württemberg
21.03.2021, 17:59 Uhr

Welche Art Problem gibt es denn mit diesen Eisensulfatpillen?

ich nehm die auch (um eben gefühlt schneller Ausdauersport sinnvoll zu betreiben)
okay: da gibts wohl viele Möglichkeiten.

ich persönlich nehm das morgens 1 Pille (nur m it Wasser) 1 bis 2 Stunden vor Frühstück bei komplett leerem Magen.
Der Effekt ist dann am Stuhlgang perfekt sichtbar.

Kein Plan ob das nötig ist weil meine Eisenwerte sind sowieso normal.

108
Christoph H
Nordrhein-Westfalen
21.03.2021, 12:43 Uhr

Hallo Tim, ich habe das auch mal so gehabt, ich bin dann weniger oft zum Spenden gegangen, dadurch hat sich das alles wieder normalisiert
Alles Gute für euch
Gruß Christoph

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Jennifer G
Baden-Württemberg
21.03.2021, 12:32 Uhr

Ich bekomme bei jeder dritten Spende Eisensulfat mit gegeben. Ich dachte das wäre der Regelfall.

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Heldemar P
Baden-Württemberg
21.03.2021, 11:39 Uhr

Hallo Tim, habe mit 20 Jahren mit Blutspenden angefangen. Zwischen 3-5 Mal pro Jahr. Inzwischen bin ich 60 geworden. Du hast Recht, man muss auf seinen Körper hören vor allem wenn man 5-6 Mal zum Spenden geht. Habe das auch erst viel später realisiert. Die Eisenpräparate habe ich mehr oder weniger gut vertragen. Meine Schwester brachte mich auf die Idee ein Blutquick Saft auszuprobieren. Blutquick Saft Eisen und Vitamine v. Herbaria so heißt meiner. Es gibt aber auch andere. Jeden Tag nach der Blutspende 20 ml. trinken und siehe da. Für mich besser verträglich. Aus eigener Erfahrung kann man auch zwischen durch Mal Plasma oder Thrombozyten spenden um dem Eisenspeicher zu helfen sich wieder zu erholen. Hoffe ich konnte dir mit dem Teilen meiner Erfahrung ein wenig weiterhelfen. Wünsche dir für die Zukunft trotzdem viel Motivation zur Blutspende und Lebensrettung. LG Heldemar

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Pierre Z
Bayern
21.03.2021, 00:19 Uhr

Hallo Laura, es hilft bei 6 mal Spenden im Jahr nicht mehr auf seine Ernährung zu achten. Es gibt den sogenannten Eisenspeicher im Blut den pumpt man sich nach 6 mal Blutspenden im Jahr leer. Da hilft die Ernährung leider auch nichts mehr, hier helfen dann nur noch die schwer verträglichen Eisentabletten. Ich gehe gerne Blutspenden und auch schon sehr lange bei aktuell 95 Spenden, nur man soll bedacht Blutspenden gehen, vielleicht nicht alle 2 Monate, vielleicht reichen auch 3 bis 4 mal im Jahr. Dan entsteht das Problem mit dem Eisenspeicher ja nicht.

9
Laura B
Niedersachsen
20.03.2021, 23:54 Uhr

Es würde auch helfen auf seine Ernährung zu achten.

100
Pierre Z
Bayern
20.03.2021, 22:04 Uhr

Hallo Tim, das war bei mir genauso nach zweimal Eisenteraphie spende ich nur noch 3 mal im Jahr mit großem Abstand. Dan funktioniert das mit dem Eisenwert und dem Eisenspeicher. Bespreche das mal mit deinem Arzt.

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