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Jonas H Niedersachsen

33Vollblut
BISHER GESPENDET
THEMA: Ernährung
25.01.2022, 08:13 Uhr

Moin,
Ich habs letztens gelesen, dass man bei einer Blutspende 250mg Eisen verliert. Regulär soll man wohl 1-2 MG am Tag verlieren und um das auszugleichen hat man ja den Sollwert von 10-15 MG Eisen am Tag (man nimmt ja nur einen Teil des Eisens auf). Bedeutet aber der Verlust, dass man in den knapp 60 Tagen zwischen den Blutspenden 2500mg Eisen extra zu sich nehmen muss? Das ist ja quasi unmöglich ohne Eisenpräparate.

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Martina W
Bayern
25.01.2022, 22:57 Uhr

Ich ernähre mich ganz normal.
Bin in den 10 Jahren die ich spenden darf 21 mal spenden gegangen bis her und hatte noch keine Probleme mit dem Eisenwert .
Und hab auch nie irgendwelche Eisenpräperate genommen.

Helmut S
Bayern
25.01.2022, 16:47 Uhr

Die 6mg sind nicht der absolute Höchstwert, sondern die Menge die der Darm aus den "angebotenen" 10..15mg am Tag resorbieren kann.

In etwa gilt, das 20% bis 70% der zugeführten Menge aufgenommen werden kann - je nach Anteil an pflanzlichem/tierischem (bzw. 3-wertigem / 2-wertigem) Eisen und individueller Situation bzw. Füllgrad der Eisenspeicher (v.a. Ferritin in der Leber).

Der Darm muss auch den Körper vor einer Überladung mit Eisen schützen, denn zu viel Eisen kann auch sehr schädlich sein, v.a. bei genetischer Anlage zur Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit).

Eisentabletten mit 100mg stellen schon eine gewisse Belastung für den Darm dar - oft gibt es da auch unangenehme Nebenwirkungen, v.a. starke Verstopfung, oder schlimmer: Die Aufnahme von Zink wird blockiert!

Ich schätze von den 100mg nimmt man max. 20mg auf. Man kann damit natürlich den Eisenverlust durch die Blutspende schneller kompensieren - aber ob das so gesund ist da bin ich nicht sicher.

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Jonas H
Niedersachsen
25.01.2022, 16:16 Uhr

Aber wenn der Darm maximal 6mg aufnehmen kann warum gibt man Eisenpräparate mit 100mg?

Helmut S
Bayern
25.01.2022, 12:04 Uhr

Bei einer Blutspende (500ml) verliert man 250mg Eisen, das ist richtig.

Bei durchschnittlicher Ernährung führt man dem Körper täglich 10..15mg Eisen (Mix aus pflanzlichem und tierischem Eisen) zu.

Männer(*) nehmen davon normalerweise nur 1mg auf, das ist der Verlust, der bei gesunden Männern über Haut(schuppen) und Haare täglich verloren geht.

Nach einem Blutverlust wird zunächst Ferritin aus der Leber geholt um den Eisenverlust schnell auszugleichen.

Zudem fährt der Darm die tägliche Eisenaufnahme auf bis zu 6mg hoch (die restlichen mg "erwischt" er nicht, außer bei Vorliegen einer "Eisenspeicherkrankheit"!).

D.h. die Zusatzaufnahme beträgt ca. 5mg/Tag. Somit muss man mind. 50 Tage warten, um den Verlust durch eine Spende zu kompensieren. Mit etwas "Sicherheitsabstand" ergeben sich dann die 56 Tage / 8 Wochen Wartezeit zwischen 2 Spenden.

(*)Frauen nehmen am Tag 1,5 bis 2mg auf, um Verluste durch die Menstruation kontinuierlich auszugleichen.

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Jonas H
Niedersachsen
25.01.2022, 11:37 Uhr

Die extra Null ist da, weil ja auch 10-15 Eisen durch Nahrungsaufnahme empfohlen wird, um den regulären Verlust von 1-2mg am Tag durch den Körper auszugleichen. Daher schlussfolgere ich ja, dass man immer 10x so viel Eisen aufnehmen muss um den Verlust auszugleichen

Andrea-Esther C
Bayern
25.01.2022, 09:02 Uhr

Hier steht etliches zum Thema Eisen:

https://www.netdoktor.de/laborwerte/eisen/#:~:text=Im%20menschlichen%20Organismus%20finden%20sich,an%20den%20roten%20Blutfarbstoff%20H%C3%A4moglobin.

Im Blut schwien demnach so ungefähr 2000 mg Eisen, bei der Blutspende verliert man dadurch grob überschlagen 200 mg - das ist also so weit richtig. Das gleicht sich aber bei "ausgewogener Mischkost", egal ob vegetarisch oder fleischhaltig, relativ schnell wieder aus, man nimmt ja täglich auch wieder Eisen zu sich. 2,5 Gramm (2500 mg) müssen das aber nicht sein, da hat sich bei dir eine Null zu viel reingeschlichen.

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Heike R
Sachsen
25.01.2022, 08:58 Uhr

Hallo Jonas,
mir ist auch der Wert von 250 mg pro Spende bekannt. Durch eine ausgewogene Ernährung schafft man es wohl pro Tag den Speicher wieder mit 5 mg zu füllen. Das erklärt dann auch den Mindestabstand zwischen den Spenden.
Als Frau ist das noch schwieriger, bzw. kaum machbar wenn man regelmäßig spenden geht.
Der Eigenbedarf ist dann ungefähr doppelt so hoch.
LG Heike

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Samuel C
Baden-Württemberg
25.01.2022, 08:28 Uhr

Ich denke, da hat sich ein Fehlerchen eingeschlichen. Bei Eisen redet man eher von µg als von mg. Belastbahre Zahlen für den Eisngehalt im Blut habe ich jedoch gerade nicht parat.

Edit: Ok, da habe ICH mich wohl vertan. Ich finde aber tatsächlich auch nicht viel sinnvolles zu dem Thema. Gute Frage.

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