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Michael P Berlin

25Vollblut
BISHER GESPENDET
31.07.2022, 09:49 Uhr

Aufwandsentschädigung ist keine Vergütung!

Ich habe bisher 24x gespendet, also bereits bis zu 72 Menschen mit meiner Blutgabe geholfen, wird mir bescheinigt. Schön, das ehrt mich! Allerdings war die Anerkennung hierfür schon bedeutend besser. Ich meine damit keine Bezahlung, aber Danksagung in Form von Sachgeschenken. Mal ein Thermo-Kaffeepott, Mal ein Einkaufskorb oder eine Trinkflasche, ein frisch geschmiertes Mettbrötchen und frischer Kaffee etc., eine Aufwandentschädigung mit "Ansage" eben. (Den Kaffee trinkt man neuerdings, verbunden mit der Antwort: "selbst gekauft", auch lieber allein !)
Meine 24 erfassten Spenden in der App sind nur ein Bruchteil dessen, was ich in der Gesamtheit seit Jahrzehnten bisher, und ausschließlich beim DRK, gespendet habe. Auch mir ist seit Beginn meiner Spenden Anfang der 80er Jahre nicht in den Sinn gekommen, eine Anerkennung zu erhalten. Andererseits gab es selbst zu DDR-Zeiten einen Obolus i.H.v. 10 Mark und später, bis etwa 2013, mehr oder minder durchgängig immer irgendwelche Sachgeschenke als Dank und Anerkennung. Das hat gefreut und auch motiviert. Ich hatte dann aus persönlichen Gründen ein paar Jahre pausiert und spende seit Mitte '18 nunmehr wieder regelmäßig. Meine Spenden werden erst seither über die App erfasst, daher kann ich keine verbindliche Aussage über die Anzahl der Spenden machen, was auch egal ist! Seit 2018, so habe ich mitbekommen, geht ziemlich jeder Spender für sein Engagement im Vergleich zu "vorher", aus meiner Erfahrung bis 2013, ziemlich leer aus. Bitte nicht falsch verstehen. Die meisten und ich fordern nichts. Es fällt lediglich auf, dass nichts mehr "gegeben", wertgeschätzt wird, wie früher. Und ja, das vermisse ich, da sich die Spende anscheinend sehr zum Geschäftsmodell entwickelt hat. Es verdienen/bedienen sich aktuell in der Summe jene, die das Blut verkaufen oder daran beteiligt sind und erhalten für ihr Tun mindestens unterschiedlich hohe "Aufwandsentschädigungen". Ohne den Spender würde jedoch nichts laufen, hatte ich bereits vollkommen richtig an anderer Stelle formuliert. Leider geht der Spender dennoch meist leer aus. Eine Aufwandsentschädigung ist allerorts üblich und wird anderswo in vielen Bereichen der Gesellschaft gern und gezielt gewährt! Und wir reden hier über die indirekte Rettung von Menschenleben durch das Engagement eines jeden Spenders! Andere, ähnliche Unternehmungen wertschätzen die Leistung der Spender mit einer Aufwandsentschädigung i.H.v. aktuell 20€ zuzüglich Snacks und Getränke. Und ich berichte hier nicht von einem Kegelverein! Und, eine Blutspende birgt, wenn auch geringfügig, gesundheitliche Risiken bzw. Spätfolgen durch Übertragungen von Keimen, Viren und/oder anderen, teils unheilbaren Krankheiten in sich. Allein deshalb, weil der Spender dieses Risiko vordergründig für andere eingeht, und ausschließlich andere an der Blutspende verdienen, ist eine (ledigliche) Aufwandsentschädigung mehr als überfällig.

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Jan B
Hessen
19.08.2022, 17:02 Uhr

Mir fällt auch seit Jahren zunehmend auf das meine Spenden als selbstverständlich wahrgenommen werden. Wenn man dann noch bedenkt dass mit dem gespendeten Blut Geld verdient wird, frage ich mich immer öfter, ob ich mir eine weitere Spende antun möchte.
Was meine ich damit konkret? Die Freundlichkeit der Blutspender Teams hat merklich abgenommen, ganz besonders übel war es im Blutspende Zentrum in Frankfurt wo man uns - trotz Termins - stundenlang warten lies und dann noch dazu sehr unhöflich behandelt hat. Ich erwarte keine materielle Gegenleistung für meine Spende, sehr wohl aber einen respektvollen Umgang. Wenn jemand 100 Spenden gegeben hat sind das mehr als 100h Lebenszeit, sowie persönlicher Aufwand und Risiko, da kommt ein halbherziges Dankeschön bei mir - und vielen anderen - nicht gut an, dass ist zu billig. Vor allem wenn man selber daran verdient.

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Gordon G
Hessen
02.08.2022, 22:20 Uhr

Bin ich zu 100 Prozent bei dir...ich spende auch gerne und fahre viele Kilometer, um überhaupt spenden zu können. Dafür gab es 1 Tafel Schikolade und 1 Glas Nudelsauce haltbar bis 2024 😆 Gesund isses nit 🤗

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Michael P
Berlin
02.08.2022, 12:01 Uhr

@Reiner S

Ja, Sie machen dem von Ihnen beschriebenen Ego (01.08.2022, 17:51 Uhr) wirklich alle Ehre. (Ihre Einlassung vom 31.07.2022, 12:15 Uhr: "Damit hat man sich schon mal die Ehrung für Spende 125 gespart."... auf die Sie angeblich keinen Wert legen, weil der zitierte "Fressbeutel angeblich reicht." ...!)
Schöne Grüße aus Berlin.

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Reiner S
Sachsen
02.08.2022, 11:50 Uhr

Ja, und die 150. und die 200. (250 werde ich in diesem Leben nichtmehr erreichen) werde ich SPEDEN, weil das Blut gebraucht wird und weil es für mich eine Herzensangelegenheit ist!

Auch wenn es welche gibt die nicht müde werden nach einer Entschädigung für ihren Aufwand zu rufen!

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Michael P
Berlin
01.08.2022, 18:38 Uhr

@Reiner S
"Der von vielen geschmähte und verteufelte Fressbeutel bei der Spende ist für mich Dankeschön, Wertschätzung und Annerkennung!" ... "genug" hätte den Satz überzeugend komplettiert. Dann bräuchten Sie auch keine 125.te oder 250.te Spende... Wir sollten das so stehen lassen👍... Auch Ihnen einen entspannten und schönen Abend.

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Reiner S
Sachsen
01.08.2022, 17:51 Uhr

@Michael P:
Danke für das Zitat, so habe ich zumindest ein paar Rechtschreibfehler korrigieren können, wenn auch nicht alle.

Ansonsten stimmt noch alles.
Die Wertschätzung die ich beim Spenden erfahre sind allemal ausreichend.

Das andere ist Bürokratie und irgendwann lernen die es auch noch.

Vielleicht erlebe ich das sogar noch als aktiver Spender, denn die 200 will ich schon gerne schaffen, allein fürs Ego.

Der von vielen geschmähte und verteufelte Fressbeutel bei der Spende ist für mich Dankeschön, Wertschätzung und Annerkennung!

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Stefan L
Nordrhein-Westfalen
31.07.2022, 21:59 Uhr

@ Andrea - Esther C: Gegenseitiger Respekt, Höflichkeit und gelegentlich ein gesprochenes "Dankeschön" sind das Wichtigste überhaupt, und nicht nur angebracht!!! Alles andere ist zweitrangig, kann aber auch sehr schön und motivierend sein! Du hast es sehr schön gesagt, bzw. geschrieben! Danke dafür😏👍👌

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Holger K
Baden-Württemberg
31.07.2022, 20:12 Uhr

der Aussge stimme ich vollkomen zu.

was mich persönlich dagegen vor allem stört ist das elende Jammern vom DRK über mögliche Knappheit bei Spendeblut, bzw. dem indirekten Vorwurf die Spendebereitschaft sei zu gering.
aber: nach den Exporttabellen ist Deutschland sogar Platz 3 weltweit beim Blutexport - also keineswegs ein Mangel.

Aber wenn nun speziell beim DRK ein Mangel herrschaft sollte nun eben nicht gejammert werden, sondern statt kostspieliger Werbung in den Medien hier eben der direkte Anreiz erhöht werden. Also konkret um damit neue Spender zu erreichen und auch die bisherigen weiterhin zu motivieren.

das kann auch eine Spendeveranstaltung mit Unterhaltungsprogramm mit live-Musik und kulinarischem Genuss sein.
Aber genausogut auch ein kostenloser Hol- und Bringdienst.

Andrea-Esther C
Bayern
31.07.2022, 18:39 Uhr

Warum eigentlich ... darf man sich nicht wenigstens ein bisschen Anerkennung für eine Spende wünschen? Das muss ja nichts Materielles sein, obwohl ich eine Kleinigkeit zu Essen und/oder zu Trinken sicherlich schön fände. Mancherorts werden (Blut-)Spender allerdings wie Bittsteller behandelt oder angepampt, und das finde ich nicht mehr schön. Gegenseitiger Respekt, Höflichkeit und gelegentlich ein gesprochenes "Dankeschön" ist meiner Meinung nach jedenfalls durchaus angebracht.

Und sich hier gegenseitig anzugehen oder gar zu beleidigen ist auch nicht unbedingt respektvoll.

Elke F
Rheinland-Pfalz
31.07.2022, 18:20 Uhr

Ich kann Michael schon verstehen. Eine Anerkennung tut jedem gut - und wenn man beobachtet, dass die Anerkennung (in welcher Form auch immer) nach und nach weniger wird, ist man enttäuscht. Und das darf hier auch jeder von sich geben. Michael, ich empfehle dir, alles nochmals beim BSD vorzutragen, nur so wird es die entsprechenden Leute erreichen, die was ändern könnten.

25
Michael P
Berlin
31.07.2022, 18:09 Uhr

Herr Martin W., vlt. ist es besser inhaltlich aus meiner Einlassung das zu lesen, was geschrieben steht und nicht das, was Sie rauslesen möchten. Im Übrigen hatte ich mich mit meiner Einlassung vom 11. sowie 12.07.22 (zur Ergänzung und Erklärung für Sie!) ebenso nicht so geäußert, wie Sie es verstanden haben wollen.

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Martin W
Nordrhein-Westfalen
31.07.2022, 17:39 Uhr

Lieber Michael,
ob Gutmensch oder Irrlicht möchte ich hier so einfach nicht mutmaßen. Wenn Sie allerdings Geld "verdienen" möchten, mit Blutspenden, dann gibt es genug kommerzielle Einrichtungen, die 20-40€ pro Spende bezahlen.
Und nein, ich verdiene, ebenso wie der Dachdecker oder die Bäckerei Fachverkäuferin, nichts mit den Spenden. Wie kommen Sie bloß auf so einen Unsinn?
LG, Martin

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Michael P
Berlin
31.07.2022, 16:01 Uhr

@Martin W

Ja, Sie sind nach Ihren Worten wirklich ein Gutmensch. Andere dann eben Irrlichter! Aber vlt. gehören Sie in Ihrem Metier auch zu den Verdienern auf Kosten ... .

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Martin W
Nordrhein-Westfalen
31.07.2022, 15:51 Uhr

Ich glaube, einige haben ein Problem mit dem Wort SPENDE. Wenn ich etwas spende, dann erwarte ich nichts dafür. Selbst dann nicht, wenn mit meiner Spende hinterher verdient wird. Ich weiß das im voraus und habe das auch immer so gesehen. Schade, dass einige Menschen nur spenden, weil es dann eine "Entschädigung" gibt. Wo ist denn der Schaden, den ich erleide?
Mir ist es völlig Wurst, ob es einen Kaffee/Kuchen Gutschein oder ein Taschenlämpchen als Dankeschön gibt. Oft genug spende ich die Brötchen/Obst/Joghurt Tüte direkt in der Fußgängerzone an einen Obdachlosen. (Ich glaube fast, der kennt mich schon 😉)
Allen weiterhin viel Erfolg und ein gutes Gefühl beim Blutspenden.

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Eva-Marie J
Niedersachsen
31.07.2022, 12:18 Uhr

Ich sehe es wie Reiner S. …. ein einfaches Danke und die Gewissheit, etwas Gutes getan zu haben reicht den Meisten heute leider nicht mehr.
Es muss für alles einen kommerziellen Gegenwert geben…. es wird nur noch gefordert. Schade
eigentlich. 😔

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Michael P
Berlin
31.07.2022, 12:15 Uhr

Reiner S
Zitat: "20.11.2018, 08:00 Uhr
Hallo,
Ich habe den Eindruck das die Anzahl der getätigten Spenden prinzipiell nicht stimmen darf.
Seit über einem Jahr führe ich dazu Schriftverkehr und Telefonate mit dem Blutspendienst Sachsen und Baden-Württemberg.
Nach jeder Spende ändert sich die Anzahl der geleisteten Spenden, aber nicht etwa immer plus ein.
Nein die mathematische Grundlage scheint so komplex zu sein, daß sie nur EINER versteht, aber der wiederum ist keinem bekannt.
Beispiele:
Spende 124 am 10 04.18
Danach am 13.06.2018 die nächste, allerdings diesmal die 127.
Damit hat man sich schon mal die Ehrung für Spende 125 gespart.
Am 24.08.18 folgte dann Spende 128 und letzt3n Freitag am 16.11.2018 die Spende Nummer 113.
Vielleicht möchte man mir die Chance geben die 125 doch noch einmal zu erreichen.
Die App zeigt jetzt nur noch 111 Spenden an.
Das Ganze ist wohl darum passiert, weil ich mich bemüht habe keinen Spebdentermin zu verpassen.
Auch wenn ich auf Dienstreisen war habe ich Spendetermine wahrgenommen wenn ich mein Stammlokal nicht aufsuchen konnte.
Blutspendetermine findet man überall wenn man sucht. Auch mal in einem anderen Bundesland.
Mit dem Bundeseinheitlichen Ausweis eigentlich kein Problem dachte ich.
Aber dies war so etwas von falsch gedacht von mir.
Bildungspolitik ist Ländersache in Deutschland undarum ist bei jeden Blutspendediest die Zählweise anders.
1+1 = nicht immer 2 habe ich gelernt.
Bedauerlicherweise hat der Blutspendediest Sachsen es bis heute nicht auf die Reihe gebracht dies zu korrigieren, trotz vollmundiger Versprechungen..." (Ohne Worte: "...Ich war immer zufrieden mit der Wertschätzung und Würdigung meiner Spenden...! Damit hat man sich schon mal die Ehrung für Spende 125 gespart! ...Ich SPENDE freiwillig und ich erwarte dafür NICHTS..!") Zitat: Ende!

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Reiner S
Sachsen
31.07.2022, 12:05 Uhr

Ich war immer zufrieden mit der Wertschätzung und Würdigung meiner Spenden, die mir durch den DRK Ortsverein und dem DRK- Kreisverband "wiederfahren".

Ich SPENDE freiwillig und ich erwarte dafür NICHTS.

Selbst ein handgeschmiertes Mettbrötchen muss es für mich nicht sein.

So langsam kommt aber das, was bekomme ich dafür wenn ich was tue, leider auch im Kreise der Blutspender an.

Wo ist mein Handtuch?
Wo ist der Gesundheitsheitschek?
Wann gibt es wieder Nackensteak?
Warum muss ich eine Maske tragen?
Wieso Terminreservietung?
Etc. etc. p.p.

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Brigitte E
Nordrhein-Westfalen
31.07.2022, 10:57 Uhr

Ich kann Michael nur zustimmen, weil ich das gleiche Empfinden habe. Ich spende jetzt seit 48 Jahren und ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht wie Michael. Blut ist ein lukratives Geschäftsmodell geworden, die unentgeltlichen Blutspender sollte mehr gewärtschätzt werden und angemessen honoriert werden, nicht unbedingt mit Geld, sondern wie in früheren Zeiten mit kleinen Geschenken und Anerkennungen.

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