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Johannes H Bayern

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56Vollblut
BISHER GESPENDET
06.08.2020, 12:19 Uhr

Gestern (05.08.2020) war ich wieder beim Blutspenden. Erst habe ich mich gefreut, weil niemand an der Türe anstand. Aber dann kamm das böse Erwachen. Die Blutspende zog sich über 1 1/2 Std. hin. Einen geplanten Folgetermin musste ich absagen.
Daher bitte ich mal etwas kreativer zu werden und den Ablauf zu optimieren. Z.B. könnte man den Fragebogen ja online ausfüllen und ausgedruckt zur Spende mitbringen. Oder sich online anmelden und dafür schneller behandelt werden. Eine schnellere und organisierter Blutspende würde die Aktraktivität steigern! Und schließlich wollen die Spender helfen, warum sie mit unnötiger Wartezeit bestrafen?

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Team Bayern
10.08.2020, 10:37 Uhr

Hallo Johannes,
danke für Deinen Beitrag und Dein Engagement für die Blutspende!
Wir sind dankbar, dass wir auch in diesen turbulenten Zeiten auf Dich zählen können und dass Du uns mitteilst, wie Du den Blutspendetermin am 05.08.2020 in Neuburg/Donau erlebt hast.
Blutspendetermine unterliegen generell äußerst strengen, hygienischen Regularien. Zum Schutz für Spender sowie haupt- und ehrenamtliche Helfer werden bei den Blutspendeterminen umfangreiche zusätzliche infektionseindämmende Maßnahmen umgesetzt, was zu Wartezeiten führen kann. Wir sind von der hohen Spendenbereitschaft in der Bevölkerung, die am 05.08.2020 in Neuburg/Donau zur Blutspende gekommen ist, begeistert. Unter den Spendern waren – erfreulicherweise – zahlreiche Erstspender, bei denen sowohl Registrierung als auch Hb-Wert-Bestimmung jeweils mehr Zeit in Anspruch nehmen, als bei langjährigen, routinierten Spendern. Indem Ihr Wartezeiten in Kauf nehmt, helft Ihr uns, einen anderorts womöglich weniger stark besuchten Blutspendetermin auszugleichen und somit in Summe den bayernweiten Bedarf an Blutpräparaten zu sichern.
Das (digitale) Ausfüllen des medizinischen Fragebogens im Vorfeld der Blutspende ist derzeit leider seitens der zuständigen Behörden nicht möglich. Wir prüfen jedoch aktuell verschiedene Möglichkeiten, um die Kapazitätsplanung, flächendeckend zu optimieren, die Online-Terminresevierung für Blutspendetermine wird derzeit getestet und geplant.
Ich möchte Dir versichern, dass wir weiterhin unter Einsatz aller verfügbaren Kollegen und Ressourcen alles dafür geben, unseren bayernweiten Versorgungsauftrag sowie den Schutz unserer Spender, ehren- wie hauptamtlichen Helfer und Mitarbeiter zu gewährleisten.
In diesem Sinne hoffen wir, dass Du uns und der Blutspende treu bleibst und dass wir Dich bei nächster Gelegenheit wieder im Kreis unserer Lebensretter begrüßen dürfen!
Viele Grüße, Lisa vom BSD

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Dietmar S
Berlin
07.08.2020, 06:31 Uhr

Hallo Johannes,
ich nochmal.
Du schriebst, eine Terminierung gab es nicht. Das macht Termine für Spender und den Blutspendedienst schwer kalkulierbar.
Dort wird auf der Grundlage der letzten Termine am gleichen Ort geplant, wieviel Personal benötigt wird.
Wenn ein 3-Stunden-Termin schleppend anläuft, wird hier im Gebiet mit dem Großstadt auch ab und an mal jemand nach Hause geschickt. Risiko, vor allem für das Personal vor Ort. Denn wenn der Ansturm dann später einsetzt... Was dann?
Personal fällt ab und an auch mal kurzfristig aus und ist nicht unbegrenzt ersetzbar. Darüber denke ich auch nach, ob mehr Personal Sinn machen würde,, also nicht zu knapp zu kalkulieren.
Dann höre ich aber von meinen Insiderinnen, dass in einer lang gedachten Kette folgendes passiert: Wir spenden ohne eine Aufwandsentschädigung, das Servicepersonal vor Ort und teilweise die Helfer an der Anmeldung sind ehrenamtliche Kräfte oder im FSJ. Damit hält das DRK oder auch das BRK die Kosten niedrig. Für die Nutzung der Spendelokale und die Logistik sowie die medizinische Seite in Form von Personal und Untersuchungen wendet man Geld auf. Damit bleiben die Blutprodukte, die in Deutschland gewonnen werden für die Krankenkassen und damit die meisten von uns bezahlbar.
Und was ich bezüglich der Qualitätssicherung zu den Fragebögen gehört habe, würde für mich die Frage aufwerfen, ob das irgendwo geregelt ist, dass sie aus Gründen des Datenschutz benutzt werden müssen.
Denk an die Wahl in den USA, wo man davon ausgeht, dass elektronische Wahlverfahren manipuliert werden könnten.
Ich hoffe für dich auf eine baldige Mlglichkeit der Terminierung in eurer Region. Aber viel mehr wird sich bei einer relativ alten Organisation nicht schnell verändern.
Grüße Dietmar

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Stefan S
Berlin
06.08.2020, 23:11 Uhr

Der Fragebogen dauert doch nur 10 Minuten, das kann nicht der Grund sein. Die Online Variante wird am Datenschutz scheitern. Hey, wir leben in Deutschland. Und bitte immer bedenken, das ist ehrenamtlich und non profit. Das Wichtigste ist eine perfekte Terminplanung, vermutlich ist dann ein mitarbeitender Mensch ausgefallen.

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Anna R
Sachsen-Anhalt
06.08.2020, 20:33 Uhr

Ich kann Johannes verstehen und sehe es auch nicht als Meckerei, warum es manchmal möglich ist zu reservieren und woanders nicht, weiß ich leider auch nicht. Ich nehme mir allerdings auch nie fest was vor nach spenden, da es immer mal länger gehen kann. Für die App Nutzer könnte ich mir tatsächlich auch ne Art online Fragebogen vorstellen, in Kombi mit Termin Reservierung. So wäre auch der Fragebogen immer aktuell. Allerdings könnte es hier an der Technik scheitern, denn auch der Diensthabende Arzt muss ja den Fragebogen kontrollieren- dafür wären wieder kompatible Endgeräte/Programme etc. nötig und ich denke daher ist das noch in ferner Zukunft

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Johannes H
Bayern
06.08.2020, 15:27 Uhr

Danke für Eure Kommentare. Natürlich habe ich mich erkundigt. Freundlich, denn die Personen die die Blutspende durchführen können ja nichts für die Organisation. Aber es ist halt nicht das erstemal. Außerdem denke ich, das man da digital für alle Beteiligten Verbesserung schaffen könnte. Eine Terminreservierung gibt es bei uns z.B. nicht, oder ist mir und dem Personal vor Ort nicht bekannt. Es geht mir auch nicht um doofes rummeckern, sondern um Verbesserung und damit Erhöhung der Akzeptanz und Spendenbereitschafft. Die Aussage:" Heute kommen halt zuviele Spender" finde ich eher kontraproduktiv. Ich halte die Arbeit des Blutspendedienstes für wichtig, daher auch die konstruktiven Vorschläge.

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Dietmar S
Berlin
06.08.2020, 13:26 Uhr

Hallo,
ich stelle jetzt mal eine Frage, anstelle einer Antwort. Hast Du vor Ort gefragt, wieso es alles so lange gedauert hat?
Fakt ist, in Zeiten von Corona muss die Temperatur bei jedem Spender zweimal gemessen werden.
Eventuell dauern die Gespräche beim Arzt länger um ein Risiko zu minimieren, dass auf dem Termin jemand gefährdet wird.
Um einen Termin zu organisieren braucht der Blutspendedienst, medizinisches Fachpersonal und ehrenamtliche Helfer*innen.
1. Es ist Urlaubszeit.
2. Kann es Krankenstände geben
3. Aktuell liest man hier im Forum von kurzfristig angesagten Terminen. Warum dies geschieht, wird nicht immer erklärt.
Fakt ist, ich habe für meine letzte Spende im Institut auch eineinhalb Stunden gebraucht. Da kam es mir nicht überfüllt und auch gut organisiert vor.
Deine Anregung zum Fragebogen macht Sinn. Da hängen aber auch einige Überlegungen dran. Er wird sicherlich nicht ständig geändert. Das kann aber mal vorkommen. Und wenn Spender dann mit einem veralteten oder komplett falschen Fragebogen ankommen, geht wieder Zeit verloren.
Für mich wird aus deiner Schilderung nicht einmal klar ob Su einen gebuchten Termin hattest.
Hier in Berlin kenne ich die internen Verfahrensweisen zur Terminierung. Aber neben Nordost gibt es weitere Blutspendedienste. Möglicherweise verfährt jeder etwas anders.
Also, Du hast gewartet, dich geärgert aber wohl nicht gefragt, wieso alles so lange dauert.
Grüße aus dem Havelland

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