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Lucas R Sachsen

7Vollblut
BISHER GESPENDET
06.01.2022, 00:05 Uhr

Hallo,
in meiner Region hat eine Person Blutkrebs ich würde gerne der Person helfen. Diese Situation hat mich sehr stark zum Nachdenken gebracht. Die Unsicherheit und Unwissenheit macht mir irgendwie sorgen aber ich möchte gerne der Person helfen. Auch wenn ich kein passender Spender für die Person wäre, könnte ich jemanden anderen helfen. Daher würde ich gerne Erfahrungen/Erlebnisse hören von Menschen die schon eine Stammzellen Spende gemacht haben oder gar eine Bekommen haben. (Für Stammzellen Spender): Wie fühlt sich das an? Gibt es da vielleicht irgendwelche Nachfolgen oder Komplikationen im Alter? Durftet ihr die Person treffen? Würdet ihr nochmal spenden? Habt ihr darüber mit eurer Familie gesprochen (Partner, Familie)? Was habt ihr gemacht um keine kalte Füße zu bekommen wenn der Zeitpunkt gekommen ist?
Würde mich mega freuen auf eure Antworten, da ich sehr interessiert bin daran. Ich spende sehr gerne Blut aber Stammzellen Spende ist schon was anderes.
Mit freundlichen Grüßen
Lucas

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Sarah-Maria K
Niedersachsen
28.06.2022, 21:25 Uhr

Denkt immer daran , es kann uns alle treffen .. meine Schwester kämpft seit 1 Jahr .. Chemos und co . jetzt benötigt sie eine Stammzellenspende .. Zum Glück wurde einer gefunden ..

Ich bin selbst seit 7 Jahren registriert ( also lange vor ihrer Erkrankung )

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Lucas R
Sachsen
08.01.2022, 21:08 Uhr

Vielen Dank für eure Antworten hab mich mega gefreut. Hab mich auch intensiver belesen über dieses Thema. Ich würde gerne ein Lebensretter werden. In der heutigen Zeit wird sehr wenig das Leben geschätzt, würde gerne einer Person eine zweite Chance geben die Welt in vollen Zügen zu erleben.
Nächstes Woche ist eine Feintypisierung für die Blutkrebs erkrankte Person und da geh ich hin. Ich bedanke mich nochmal und wünsche allen eine gesunde Zeit und erfolgreiche und lustige Blutspenden. ❤

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Reiner B
Baden-Württemberg
07.01.2022, 10:32 Uhr

Hallo Lucas, ich habe vor 24 Jahren Stammzellen gespendet.
Lass Dich registrieren! Du kannst dadurch zum Lebensretter werden. Da zwischen mir und meiner neuen "Schwester" nur ca. 300km liegen, besuche ich sie alle paar Monate. Wir telefonieren auch öfters miteinander. Jeder Kontakt, besonders wenn wir uns in den Armen liegen, ist voller Emotionen und wir sind Beide einfach glücklich.
Ich hatte mich bei der DKMS registrieren lassen. Dies ist inzwischen super Einfach: Gehe auf die Webseite der DKMS und gib Deine Daten ein. Du erhältst dann ein paar Wattestäbchen zugeschickt um Wangenabstriche zu machen. Das ist aber alles auf der Webseite gut beschrieben.

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Johannes Stefan H
Bayern
06.01.2022, 13:45 Uhr

Ich durfte 2010 jemanden mit einer Spende helfen. Die tage vor der Spende waren etwas anstrengend. Konnte aber alles normal machen. Kontakt zur Person oder Familie wollte ich nicht. Ich wollte nicht das sich jemand für was bedankt was ich gerne getan habe. Ich würde jederzeit wieder Spenden wenn ich in Frage kommen.
Eine Typisierung finde ich sehr wichtig.
Die Spende selbst ist nicht schlimm.

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Alexander Alois H
Rheinland-Pfalz
06.01.2022, 12:31 Uhr

Ich hab mich in den 90ern typisieren lassen und bin tatsächlich zweimal angeschrieben worden, habe nochmal Blut abgegeben, kam aber in beiden Fällen nicht zur Spende.

Irgendeine Altersgrenze hab ich glaube ich schon überschritten, ob ich zu alt zum Spenden oder nur zu alt zum Typisieren bin (letzteres wäre egal, bin ja schon in der Datei), das weiß ich nicht.

Elke F
Rheinland-Pfalz
06.01.2022, 12:14 Uhr

Erkundige dich am besten, die die Stammzellen entnommen werden können. Das lässt sich auf div Seiten leicht googeln. Wenn du grundsätzlich dazu bereit bist, dann lass dich typisieren. Ich selbst bin seit über 25 Jahren bei der DKMS registriert. Vor ca 10 Jahren war ich mal in der engeren Auswahl für einen Patienten. Zu einer Spende kam es leider nicht.
Bis deine Stammzellen gebraucht werden kann es Jahre oder Jahrzehnte dauern, oder auch schnell gehen. Oder nie. Keiner kann es abschätzen.

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Michael O
Baden-Württemberg
06.01.2022, 09:25 Uhr

Ich habe mich vor 17 Jahren Typisieren lassen und wurde bisher einmal angefragt. Zunächst wurde ich gefragt ob ich noch zur verfügung stehe, dann kam es zu einer weiteren Blutabnahme durch den Hausarzt. Passte dann allerdings doch nicht, so kam es zu keiner Spende (Schade).

Mit auf Deinen Weg geben kann ich, das die Chance auf was von der Knochenmarkspendezentrale zu hören nach der Typisierung bei 5 % in den nächsten 10 Jahren liegt. Ablehnen kannst Du bis zur Vorbereitung des Patienten dann ist "Point of no Return". Musst Dir im klaren sein, das du es nicht erfährst das Du gebraucht wirst (ohne Typisierung), sagst Du dann bei der Nachricht ab, weisst Du das Du evtl. jemand eine lebensverlängernde Chance verwehrst.

Zur Frage nach dem Treffen mit dem Empfänger kommt es auf verschiedene Dinge an:
- eine Frist von 3 Jahren die vergangen sein muss.
- beide müssen es wollen
- kann auch durch das Land verhindert werden wenn die Spende ins Ausland geht.

Mein Schwager hat die Knochenmarkspende sehr gut überstanden und ich habe bisher nichts negatives gehört.

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Carola Josefa R
Bayern
06.01.2022, 08:24 Uhr

Einige Spender- und Empfängergeschichten sind auch auf der Homepage der DKMS veröffentlicht. Dort wird zwar nicht zu sehr ins Detail gegangen, aber vielleicht helfen diese Darstellungen auch schon weiter.

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Dietmar S
Berlin
06.01.2022, 06:42 Uhr

Hallo,
ich bin seit 20 Jahren registrierter Spender der DKMS, wurde aber noch nie angefragt.
Das heißt, deine Fragen kann ich nicht aus Erfahrung beantworten.
Einiges weiß ich aber:
Ob man die Person treffen kann, für die man im Fall der Fälle gespendet hat entscheiden beide Seiten. Und dies wird erst einige Jahre nach der Spende möglich.
Alle weiteren Fragen, kann dir auch die DKMS in Tübingen beantworten.
Falls Du Facebook nutzt könntest Du dort in der DKMS-Gruppe eher Antworten auf deine Fragen finden. Dort tummeln sich auch Menschen, die schon gesperrt haben.

Wenn Du typisiert bist, angefragt wirst und die Voruntersuchungen gelaufen sind, ist klar ob Du spenden kannst und auch wie. Es gibt zwei Verfahren.
Bevor die starten, gibt man seine Einwilligung. Der Empfänger oder die Empfängerin wird dann nämlich vorbereitet. Und wenn dieser Prozess startet, darf der Spender bzw. die Spenderin keinen Rückzieher mehr machen. Da gibt es moralisch kein zurück mehr.
Es ist gut, dass Du dir diese Fragen stellst.

Grüße aus Brandenburg

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Stefan L
Nordrhein-Westfalen
06.01.2022, 04:18 Uhr

Lass dich erstmal typisieren! Das geht auch über eine normale Blutspende. Endgültig entscheiden kannst du dich immer noch. Wie wird sich dass anfühlen? Mit Sicherheit gut, denke ich. Aber es kommt doch nicht auf dein späteres Gefühl an, sondern dass du dann zur Verfügung stehst. Ich stehe auch schon recht lange zur Verfügung,
quasi im Bereitschaftsmodus, wie Millionen anderer Menschen auf der Welt.

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